01.10.2019, 10.34 Uhr

"Bayern-Ei"-Prozess: Verseuchte Eier! Rentner (94) stirbt durch Salmonellen

Für einen Rentner (94) endete der Verzehr von Eiern wegen Salmonellen tödlich. Deswegen steht jetzt ein Eier-Produzent vor Gericht. Es soll nicht bei diesem einen Fall geblieben sein. Lesen Sie hier alles über den Eier-Skandal. 

"Bayer-Ei"-Chef wurde wegen dem Tod eines Rentners durch Salmonellen angeklagt.  Bild: picture alliance / Armin Weigel/dpa

Für einen 94-jährigen Mann aus Innsbruck endete der Verzehr von Eiern tödlich. Der Österreicher ließ sich regelmäßig "Essen auf Rädern" bringen. Doch im September 2014 kam es bei dem Mann zum Organversagen, ausgelöst durch eine Salmonellenvergiftung. Wegen dieses Falls und weiterer Fälle von verseuchten Eiern, muss sich jetzt ein Eier-Produzent vor Gericht verantworten.

"Bayern-Ei"-Chef wegen Salmonellenvergiftung und Tod eines Rentners angeklagt

Wie die "Bild" zuerst berichtete, wird seit Montag über den Todesfall von Rentner Albert und 40 weiteren Fällen von Salmonellenvergiftungen am Landgericht Regensburg verhandelt. Der Angeklagte, "Bayern-Ei"-Chef Stefan Pohlmann wird beschuldigt, von dem Salmonellenbefall seiner Hennen gewusst zu haben. Trotzdem brachte er die Eier in den Handel. Insgesamt sollen mehr als 180 Menschen in Deutschland, Österreich und Frankreich betroffen gewesen sein. Die meisten Fälle wurden aber nicht angezeigt.

Die Verteidiger des Eier-Unternehmers wiesen die Anklagepunkte zurück. Sie sagten, dass die Lieferkette nicht lückenlos nachgewiesen wurde. Deshalb könne eine Salmonellenbelastung nie ganz ausgeschlossen werden. Der Angeklagte beteuerte vor den Richtern seine Unschuld. Bei einer Verurteilung drohen ihm 15 Jahre Haft.

Angeklagter verstößt gegen tierschutzrechtliche Maßnahmen

Außerdem werden Stefan Pohlmann tierschutzrechtliche Verstöße vorgeworfen. Er soll laut Ermittlungen 523.000 Legehennen in seinem Mastbetrieb gehalten haben, aber er darf in seinem Mastbetrieb demnach nicht mehr als 488.000 Hennen halten. Außerdem steckten in den 60 Hühnerkäfigen insgesamt 130 Hennen. Die Hühner sollen dadurch massive Verletzungen und Schmerzen erlitten haben, wird weiter berichtet.

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bos/rut/news.de

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