27.09.2019, 14.24 Uhr

Leichenfund in Briesen (Brandenburg): 8 Tote in Kfz-Werkstatt entdeckt - Staatsanwaltschaft ermittelt

Horrorfund in Brandenburg: In einer Autowerkstatt in Briesen sind acht Leichen entdeckt worden. Offenbar nutzten Bestattungsunternehmen die Räumlichkeiten, um die Toten aufzubewahren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

In einer ungenutzten Kfz-Werkstatt in Brandenburg sind mehrere Leichen entdeckt worden (Symbolbild). Bild: Sophia Kembowski / picture alliance / dpa

Es ist ein schauriger Fund, der in einer alten Autowerkstatt im brandenburgischen Briesen gemacht wurde. In dem Gebäude seien Medienberichten zufolge acht Leichen entdeckt worden. Doch die Kfz-Werkstatt wurde nicht etwa Schauplatz eines blutigen Massenmordes - vielmehr sollen Bestatter die Leichen zwischengelagert haben.

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Die Behörden seien nach Hinweisen von Anwohnern eingeschritten und hätten diese Nutzung der Werkstatt untersagt, berichtete die "Märkische Oderzeitung" (online) am Donnerstag mit Berufung auf die Staatsanwaltschaft Frankfurt(Oder).

Dem Bericht zufolge standen in der Werkstatt mehrere Särge und Kühlzellen. Es sollen darin acht Tote aufbewahrt worden sein. Laut Staatsanwaltschaft gebe es keinen Anfangsverdacht auf eine Straftat - es komme stattdessen eine Ordnungswidrigkeit in Betracht. Für Nachfragen war die Staatsanwaltschaft am Donnerstagabend nicht zu erreichen.

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In der Region Berlin-Brandenburg hatte es in den vergangenen Jahren schon andere Fälle von unangemessenem Umgang mit Toten gegeben. Im Jahr 2015 etwa wurden mehrere Särge mit Leichen im Kühlraum eines ehemaligen Supermarktes in Wandlitz nördlich von Berlin gefunden. Ein Bestatter hatte sie dort untergebracht.

Leichendiebstahl in Berlin-Hoppegarten sorgte für Aufsehen

Im Oktober 2012 war in Hoppegarten bei Berlin ein Transporter mit zwölf Särgen samt Leichen gestohlen worden. Er stand auf dem Areal eines Bestattungsunternehmens. Die Suche nach den Toten dauerte über eine Woche. Schließlich entdeckten die Ermittler die Särge in einem Wald in Polen. Später wurden die drei Autodiebe in Posen (Poznan/Polen) zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Leichen in Kfz-Werkstatt gelagert: Keine Hinweise auf Straftat

Im Fall eines Bestatters, der acht Leichen in einer alten Kfz-Werkstatt in Brandenburg gelagert hat, geht die Staatsanwaltschaft zunächst nicht von einer Straftat aus. "Nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse sehen wir noch nicht den Straftatbestand der Störung der Totenruhe", sagte eine Sprecherin der Behörde am Freitag auf Anfrage. Eine etwaige Ordnungswidrigkeit müsse vom Landkreis verfolgt werden. Zuvor hatte die "Märkische Oderzeitung" über den Fall in der Gemeinde Briesen westlich von Frankfurt (Oder) berichtet.

Ein Bestatter aus dem Landkreis Oderspree hatte die acht Leichen in der Halle einer Kfz-Werkstatt in Kühlzellen gelagert. Der Bestatter soll als Subunternehmer gearbeitet haben, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft weiter sagte. Inzwischen seien alle Kühlboxen aus der Halle abtransportiert worden.

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loc/news.de/dpa

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