29.09.2019, 15.32 Uhr

Bluttat in Göttingen im News-Ticker aktuell: Zweites Messer-Opfer gestorben, Augenzeugen schildern Festnahme

In Göttingen kam es zu einer grausamen Bluttat. Eine 44-jährige Frau wurde auf offener Straße getötet. Der mutmaßliche Täter Frank N. wurde am Freitagabend nach mehr als 30 Stunden Flucht gefasst. Alle aktuellen Entwicklungen im News-Ticker.

Ein Fahrzeug der Polizei steht vor dem Bahnhof. Bild: dpa

Nach dem tödlichen Angriff auf eine Frau (44) auf offener Straße in Göttingen ist der Tatverdächtige (52) gefasst worden. Die Ermittler hatten zuvor Fotos von dem mutmaßlichen Angreifer veröffentlicht und warnten davor, ihn anzusprechen. Das grausame Verbrechen ereignete sich gegen 13 Uhr am Donnerstag. Laut Polizeiangaben floh der Deutsche nach der Bluttat auf einem Fahrrad mit Packtaschen.

Frau in Göttingen ermordet - News-Ticker aktuell

  • Mutmaßlicher Täter nach mehr als 30 Stunden Flucht gefasst
  • Frank N. ist mehrfacher Vergewaltiger
  • Paar soll sich erst kürzlich getrennt haben
  • Täter hat Frau getötet und angezündet
  • schwer verletzte 57-Jährige nach Messer-Attacke verstorben
  • Haftbefehl wegen Mord gegen Frank N.
  • Tatverdächtiger schweigt zu Vorwürfen

+++ 29.09.2019: Augenzeugen berichten von Festnahme des Göttingen-Täters +++

Der mutmaßliche Doppelmörder von Göttingen ist nach 34 Stunden Flucht festgenommen worden. Jetzt äußern sich Augenzeugen zu den dramatischen Szenen der Festnahme von Frank N.

+++ 28.09.2019: Polizei: Täter erkundigte sich telefonisch nach den Opfern +++

Der mutmaßliche Frauenmörder von Göttingen hat sich mehrfach telefonisch bei der Polizei nach dem Zustand seiner Opfer erkundigt. Er habe außerdem während seiner etwa 32-stündigen Flucht weitere Verhandlungsgespräche mit den Beamten über den Notruf 110 geführt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag auf einer Pressekonferenz in Göttingen mit. Der Verdächtige sei "aalglatt" aufgetreten, schilderten die Ermittler. Er habe nach bisherigen Erkenntnissen von verschiedenen Handys von Passanten angerufen.

Seine Bekannte, die er offenbar gezielt angriff, starb bereits am Donnerstag. Am Samstag wurde bekannt, dass auch eine 57-Jährige, die dem Opfer zur Hilfe geeilt und attackiert worden war, gestorben ist. Die Frauen waren demnach Arbeitskolleginnen.

+++ 28.09.2019: Verdächtiger von Göttingen zündete Frau an und stach auf sie ein +++

Der mutmaßliche Mörder im Fall von Göttingen hat seine Bekannte angezündet und mit einem Messer auf sie eingestochen. Der Verdächtige habe der Frau aufgelauert, sie mit Brandbeschleuniger überschüttet und angezündet. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft auf einer Pressekonferenz am Samstag mit. Als die Frau versuchte, wegzulaufen, habe er mit einem Messer auf sie eingestochen und dann auch eine zweite Frau, die zur Hilfe eilte, attackiert. Ein weiterer Zeuge sei mit einem Feuerlöscher zu Hilfe geeilt - diesen habe der mutmaßliche Täter entrissen und damit auf den Kopf seines Opfers eingeschlagen.

Das Opfer sei eine Bekannte des Mannes gewesen. Vermutlich habe er sich mehr von dieser Bekanntschaft erhofft, sagten die Ermittler. Er habe ihr aufgelauert und sehr gezielt agiert.

+++ 28.09.2019: Polizei: Verdächtiger von Göttingen suchte Anwalt auf +++

Der mutmaßliche Frauenmörder von Göttingen hat in Hannover einen Anwalt aufgesucht. Der Verdächtige habe sich gemeldet und um rechtlichen Beistand gebeten, teilte die Polizei am Samstag auf einer Pressekonferenz mit und bestätigte damit vorherige Medienberichte. Der Rechtsanwalt habe dies abgelehnt und die Polizei informiert. Daraufhin sei der mutmaßliche Täter wieder abgetaucht. Vermutlich sei er dann mit einem Zug zurück nach Göttingen gefahren, wo er am Freitagabend gefasst wurde.

+++ 28.09.2019: Tatverdächtiger Frank N. ist mehrfach vorbestrafter Vergewaltiger +++

In der Pressekonferenz äußerte sich die Polizei Göttingen zu den Vorstrafen von Frank. Der 52-Jährige sei wegen Vergewaltigungen einschlägig vorbestraft, wurde 1985 zu zwei Jahren und neun Monaten verurteilt, bevor sich 1987 eine Jugendstrafe wegen Vergewaltigung anschloss, die fünf Jahre Haft beinhaltete. 1994 wurde Frank N. erneut wegen Vergewaltigung inhaftiert und verbüßte sechs Jahre Haft bis zu seiner Freilassung im Jahr 2001.

+++ 28.09.2019: Haftbefehl gegen Frank N. wegen Mordes, Tatverdächtiger schweigt +++

Den Göttinger Ermittlern wurde Frank N. am Freitagabend um 23.00 Uhr in der Innenstadt von Göttingen festgenommen. Der Tatverdächtige wurde inzwischen dem Haftrichter vorgeführt, ein Haftbericht wurde erlassen. Frank N. wurde zunächst Mord an dem 44-jährigen Opfer und versuchter Mord an der inzwischen verstorbenen 57-Jährigen, einer Arbeitskollegin der 44-Jährigen, angelastet - nach dem Tod des zweiten Opfers sei davon auszugehen, dass die Anklage auf Mord in zwei Fällen geändert werde. Die Staatsanwaltschaft sah den Tatbestand des Mordes aus niederen Beweggründen und Grausamkeit erfüllt. Den Mord an der 57-Jährigen habe Frank N. mit einer Verdeckungsabsicht begangen. Auf Mord steht nach deutschem Gesetz eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Der dringend Tatverdächtige schwieg bislang zu den Vorwürfen, jetzt sollen Zeugenvernehmungen weitere Klarheit zum Tathergang bringen. Der Obduktion zufolge starb die 44 Jahre alte Frau durch "scharfe Gewalteinwirkung", zudem sei Brandbeschleuniger bei dem Angriff eingesetzt worden. Die Obduktion der zweiten Verstorbenen stehe den Ermittlern zufolge noch aus und werde am Montag, dem 30.09.2019, erwartet.

+++ 28.09.2019: Polizei: Zweites Messer-Opfer in Göttingen auch gestorben +++

Das schwer verletzte zweite Opfer des mutmaßlichen Göttinger Frauenmörders ist tot. Die Frau sei an ihren Verletzungen gestorben, sagte der Göttinger Polizeichef Thomas Rath am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Sie hatte am Donnerstag versucht, einer anderen angegriffenen Frau zu Hilfe zu kommen. Diese Frau hatte der 52-jährige Mann getötet. Er wurde nach anderthalb Tagen auf der Flucht am späten Freitagabend in Göttingen festgenommen. Polizei und Staatsanwaltschaft informierten am Samstag in der niedersächsischen Universitätsstadt über die Ermittlungen.Zwei weitere Personen wurden bei dem Angriff leicht verletzt. Im Rahmen der Pressekonferenz informierten die Beamten der Göttinger Polizei über Details der Fahndung, die zur Ergreifung von Frank N. führten.

Weiterhin informierte die Polizei darüber, dass Frank N. am Freitag einen Rechtsanwalt in Hannover aufsuchte, der jedoch ablehnte, juristische Unterstützung zu leisten und stattdessen die Polizei informierte. Wenig später konnte der Gesuchte nach 34 Stunden Flucht festgenommen werden, wobei der Mann erheblich Widerstand leistete.

Die Fahndung nach ihm hielt am Freitag die Region zwischen Göttingen und Hannover in Atem. Die Polizei war an mehreren Orten im Einsatz. Auch Hunde, Hubschrauber und Drohnen wurden eingesetzt. Die Polizei suchte öffentlich mit zwei Fotos nach dem mutmaßlichen Täter.

Frühmorgens am Freitag erkannten ihn Zeugen in einem Nahverkehrszug Richtung Hannover, der deshalb in Elze bei Hildesheim gestoppt wurde. Als sich die Polizei näherte, soll der eingeschlossene Mann mit einem Notfallhammer die Scheibe eingeschlagen haben und zu Fuß entkommen sein.

+++ 28.09.2019: Täter Frank N. drei Kilometer vom Tatort entfernt gefasst +++

Der mutmaßliche Frauenmörder von Göttingen wurde durch Hinweise aus der Bevölkerung nur wenige Kilometer vom Tatort entfernt gefasst, dabei war er nur wenige Stunde zuvor noch im mehr als 100 Kilometer entfernten Hannover bei einem Anwalt. Bei der Festnahme soll er sich laut "Bild"-Zeitung heftig gewehrt haben.

+++ 28.09.2019: Mutmaßlicher Frauenmörder in Göttingen gefasst - Pressekonferenz geplant +++

Nach der Festnahme eines mutmaßlichen Frauenmörders in Göttingen sind die genauen Hintergründe der Tat noch unklar. Der 52 Jahre alte Mann war am Freitagabend vor einem Schnellrestaurant gefasst worden, wie die Polizei mitteilte. Ein Zeuge hatte den Tatverdächtigen gegen 22.50 Uhr erkannt und die Beamten alarmiert. Polizisten überwältigten den 52-Jährigen und nahmen ihn fest. Für Samstag kündigten die Ermittler eine Pressekonferenz (14:00 Uhr) an.

+++ 27.09.2019: Polizei fasst Tatverdächtigen Frank N. +++

Wie die "Bild" am Freitagabend berichtet, ist der Tatverdächtige gefasst worden. Nähere Informationen sind aktuell nicht bekannt. Frank N. war seit Donnerstagnachmittag auf der Flucht. Der 53-Jährige soll seine ehemalige Lebensgefährtin auf offener Straße in Göttingen getötet haben.

+++ 27.09.2019: Göttingen-Killer nimmt Kontakt zu Anwalt und Ermittlern auf +++

Wie "Bild" am Freitag berichtet, soll Frank N. Kontakt zu einem Anwalt in Hannover aufgenommen haben, tauchte danach aber wieder ab. Damit bleibt der 52-Jährige weiter auf der Flucht. Laut einem Bericht der "Hildesheimer Allgemeinen" habe der Göttinger zudem Kontakt zur Polizei aufgenommen, um sich nach dem Zustand der Opfer zu erkundigen. Dazu soll der Mann mehrfach Passanten angesprochen und nach einem Handy gefragt haben.

+++ 27.09.2019: Frau in Göttingen getötet - Täter Frank N. soll verurteilter Sexualstraftäter sein +++

Mit mehreren Messerstichen hatte Frank N. seine Ex-Partnerin (44) am Donnerstagnachmittag in Göttingen getötet: Jetzt kommt heraus: Frank N. ist nicht nur polizeibekannt, sondern offenbar auch ein verurteilter Sexualstraftäter. Zuerst hatte die "Hannoversche Allgemeine" darüber berichtet. Dem Bericht nach wurde der 52-Jährige bereits drei Mal wegen Vergewaltigung verurteilt, saß für seine Taten fast 14 Jahre im Gefängnis. Schon als Jugendlicher soll N. eine Frau vergewaltigt haben. Zuletzt soll er 1994 zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden sein. 2001 wurde er entlassen, verhielt sich seither unauffällig.

+++ 27.09.2019 Gesuchter Frank N. ist polizeibekannt +++

Während sich der Täter weiter auf der Flucht befindet, kommen weitere erschreckende Details über Frank N. ans Licht. Wie unter anderem die "Bild" erfahren haben will, ist der Gesuchte bereits polizeibekannt. Dem Bericht nach fiel der Mann bereits wegen häuslicher Gewalt bei der Polizei auf. "Er ist wegen verschiedener Delikte polizeibekannt, darunter auch Bedrohung und Nötigung", sagte eine Polizei-Sprecherin dazu. Knapp eine Woche vor der Bluttat in Göttingen sollen Frank N. und seine Ex-Freundin (44) in Streit geraten sein. Laut "Bild" soll er dabei einen Wäscheständer umgeworfen und einen Blumenkübel zertreten haben. Als schließlich die Polizei eintraf, soll sich der 52-Jährige einsichtig gezeigt und den Beamten versichert haben, dass so etwas nicht noch einmal vorkommen würde.

Doch dann kam alles ganz anders. Laut "Bild" soll der Gesuchte anschließend versucht haben sich das Leben zu nehmen. Die Polizei rückte erneut an. Anschließend tötete N. seine 44-jährige Ex-Partnerin.

+++ 27.09.2019 Täter flüchtet aus Zugwaggon +++

Auf der Suche nach dem mutmaßlichen Mörder von Göttingen ist in Elze bei Hildesheim ein Zug gestoppt worden. Nach einem Hinweis des Personals sei der Zug am Freitagmorgen angehalten worden, sagte eine Polizeisprecherin. "Als die Beamten eintrafen, flüchtete die Person aus dem Zug. Die Suche dauert an." Der Gesuchte habe aus dem Zug entkommen können, nachdem ihn das Personal in einem Waggon eingeschlossen habe, berichtete die "Hildesheimer Allgemeine Zeitung".

Nach Angaben der "Bild" soll der Verdächtige Frank N. durch ein Fenster im Zug geflohen sein, welches er zuvor mit einem Nothammer eingeschlagen hatte. Die Polizei setzte daraufhin eine Drohne, einen Hubschrauber und Spürhunde ein, um den Mann zu fassen.

+++ 27.09.2019: Spur des Täters führt nach Enze nahe Hildesheim +++

Bei der Fahndung nach einem mutmaßlichen Mörder aus Göttingen konzentriert sich die Polizei derzeit auf den Ort Elze bei Hildesheim. Das teilten die Ermittler in Göttingen am Freitagmorgen mit. "Der Mann ist noch auf der Flucht. Aktuell verfolgen wir eine Spur, die in den Bereich Elze führt." Der Bahnhof des Ortes sei gesperrt. Nähere Angaben wollten die Ermittler zunächst nicht machen.

Die Deutsche Bahn schrieb auf ihrer Internetseite: "Polizeiliche Ermittlungen: Im Bahnhof Elze kommt es derzeit zu Verspätungen und Zugausfällen". Auch im Fernverkehr der Deutschen Bahn kam in Niedersachsen und Hessen zu starken Einschränkungen. Beim privaten Bahnunternehmen Metronom kam es ebenfalls zu Behinderungen.

Horror-Tat in Göttingen: Mann tötet Frau auf offener Straße

Die 44 Jahre alte Frau und der 52-jährige Deutsche seien den bisherigen Ermittlungen zufolge am Mittag im Stadtteil Grone auf der Straße in Streit geraten, hieß es. Dabei habe der Mann die Frau massiv angegriffen und sie so schwer verletzt, dass sie noch am Tatort starb. Zeugen, die ihr helfen wollten, wurden laut Polizei ebenfalls von dem mutmaßlichen Täter attackiert. Dabei erlitt eine Frau so schwere Verletzungen, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Frau in Göttingen getötet und angezündet - Täter offenbar ihr Ex-Freund

Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung stach der Mann das Opfer zunächst nieder, schlug dann mit einem Feuerlöscher auf die Frau ein, übergoss sie mit Benzin und zündete sie an - die Polizei wollte zu diesen Details zunächst nichts sagen. "Wir kommentieren das nicht", sagte eine Sprecherin am Donnerstagabend auf Anfrage. Das Motiv war zunächst unklar.

Die Polizei suchte zeitweise mit einem Hubschrauber nach dem Flüchtigen. Der Bereich rund um den Tatort im Stadtteil Grone wurde weiträumig abgesperrt. Informationen, dass es sich bei der Tatwaffe um ein Messer handelte, bestätigte die Polizei zunächst nicht.

Züge in Göttingen umgeleitet

Während der Großfahndung sperrte die Deutsche Bahn vorsorglich den Göttinger Bahnhof und die Strecke zwischen Hannover beziehungsweise Hildesheim und Kassel. Mehrere Züge im Fernverkehr wurden umgeleitet. Die Sperrung wurde am Nachmittag nach rund zwei Stunden aufgehoben.

Fahndung in Göttingen läuft: Foto veröffentlicht! Polizei sucht nach Frank N. aus Göttingen

Laut Täterbeschreibung handelt es sich bei dem Gesuchten um Frank N. aus Göttingen. Er ist 52 Jahre alt, ca. 1,80 Meter groß, schlank und trägt eine dunkle Jacke sowie eine Jeans. Zudem hat er dunkles Haar mit Geheimratsecken (Haarkranz). Zu seiner dunklen Kleidung trägt er eine markante Brille. Bei seiner Flucht soll er mit einem "normalen" Fahrrad davongefahren sein, an dem sich der Polizei zufolge Packtaschen befunden hätten.

Er soll möglicherweise bewaffnet sein. Wer Hinweise zum Tatverdächtigen geben kann, wird gebeten umgehend den Notruf 110 zu alarmieren.

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sba/rut/news.de/dpa

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