18.09.2019, 12.25 Uhr

Madeleine McCann vermisst: War die Suche umsonst? Maddies Eltern sind außer sich

Die Hoffnung haben Kate und Gerald McCann, die Eltern der verschwundenen Maddie McCann, immer noch nicht aufgegeben. Im Vermisstenfall ihrer Tochter zogen die Briten sogar vor den Europäischen Gerichtshof. Doch kommt es dort nie zur Verhandlung?

Gibt es noch Hoffnung im Fall von Maddie McCann? Bild: dpa

Es ist wohl einer der aufsehenerregendsten Vermisstenfälle der vergangenen Jahre. Seit über zwölf Jahren fehlt von der verschwundenen Madeleine McCann jede Spur. Am 3. Mai 2007 verschwindet die damals dreijährige Madeleine aus ihrer Ferienwohnung im portugiesischen Praia da Luz. Seitdem lassen ihre Eltern Kate und Gerald McCann nichts unversucht, um die Suche nach Maddie fortzusetzen. Regelmäßig wenden sie sich an die Medien, um den Fall nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Maddie McCann verschwunden: Brexit-Sorgen für Kate und Gerald McCann

Oft stand die Suche nach Maddie McCann bereits vor dem Aus, oft wurde Medienberichten zufolge um die weitere Finanzierung gerungen. Jetzt melden sich Kate und Gerald McCann mit neuen Sorgen im Vermisstenfall ihrer Tochter zu Wort. Denn die Maddie-Eltern haben Angst, dass der geplante Brexit ihnen neuen Ärger einbringen könnte. Darüber berichtet der britische "Daily Star". Der Grund trägt einen Namen: Goncalo Amaral.

Der Portugiese war der Chefermittler im Fall der verschwundenen Maddie McCann, machte später allerdings mit seinen Aussagen von sich reden, wonach die kleine Madeleine tot sei und die Eltern die Schuld daran tragen würden. Es folgte ein jahrelanger Rechtsstreit, der mittlerweile vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg gelandet ist. Das bislang erfolglose Ziel der McCanns: Goncalo Amaral und seine Aussagen, unter anderem in einer Netflix-Doku und seinem Buch nachzuvollziehen, stoppen.

Das hat der Brexit mit dem Maddie-Prozess zu tun

Doch das es auch nach zwei Jahren immer noch zu keinem Prozess gekommen ist, sei auch eine Folge der aktuellen Brexit-Unsicherheiten, berichtet der "Daily Star". Zudem sei unklar, wie lange sich der Beginn eines Verfahrens noch hinziehen könne. Bis zur endgültigen Klärung, ob Amarals Äußerungen unter die Meinungsfreiheit fallen oder nicht, könnte noch einige Zeit vergehen. Für Maddies Eltern laut "Daily Star" sei gerade das eine Tatsache, die sie nur schwer hinnehmen können. Sie seien mehr als "verärgert", dass es immer noch keine Verhandlung in ihrem Fall geben würde.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

rut/fka/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser