18.09.2019, 13.53 Uhr

Unwetter im September 2019 aktuell: Sturmwarnung für Ostsee bleibt bestehen! Bahnverkehr beruhigt sich wieder

Laut Meteorologen stehen uns die ersten stürmischen Herbsttage bevor. Tief Ignaz bringt nicht nur eisige Luft nach Deutschland sondern auch Unwetter. Am Dienstagabend hat der Sturm gewütet und den Bahnverkehr in Norddeutschland lahm gelegt.

An der Ostsee drohen laut Meteorologen Wasserhosen. (Symbolbild) Bild: AdobeStock / Aliaksei

Nach einem heißen Wochenende leitet Tief Ignaz das Ende des Sommers nun endgültig ein. Tief Ignaz bläst nicht nur eisige Luft aus dem Norden ins Land, sondern bringt auch noch Unwetter mit. Am Dienstagabend zog ein Sturm über Norddeutschland hinweg und sorgte für Zugausfälle.

Unwetter im September 2019: Orkantief wirbelt Norddeutschland durcheinander

Nach dem Sturm am Dienstag hat sich der Bahnverkehr wieder etwas beruhigt. Und auch eine Warnung für Norddeutschland sowie Berlin, Brandenburg und Potsdam besteht weiter, zeigt der DWD. Der Sturm wurde in die Warnstufe 1 herabgestuft.

Nach dem Sturm in Norddeutschland: Der Sommer kehrt zurück

Bereits am Mittwoch lässt der Wind laut DWD jedoch wieder nach. Der Ableger des Herbststurms hat sich weiter nach Weißrussland verzogen. Trotzdem ist es in Norddeutschland noch stürmisch. Besonders an der Küste und im angrenzenden Binnenland wehen weiter starke Sturmböen. Aber schon bald können sich die Menschen in vielen Teilen Deutschlands nach dem Sturm nochmal auf schöne Spätsommer-Tage freuen: Das gilt vor allem für den Südwesten und Westen - dort erwartet der DWD am Wochenende sonniges Wetter und entlang des Rheins Temperaturen bis zu 28 Grad.

Unwetter im September 2019 aktuell

+++ 18.09.2019: Lage bei der Bahn entspannt sich nach Sturm in Norddeutschland +++

Nach Sturmschäden auf mehreren Bahnstrecken in Norddeutschland hat sich die Lage bei der Deutschen Bahn am Mittwochmorgen entspannt. Zwar komme es noch zu Verspätungen und Teilausfällen, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Zwischen Hannover und Bremen laufe der Regionalverkehr aber wieder, wenn auch auf eingleisiger Strecke. Die Strecke Hannover - Hamburg ist laut Bahn ebenfalls wieder eingleisig befahrbar. "Hier verkehren sowohl die Züge des Fernverkehrs als auch des Regionalverkehrs."

Für beide Strecken behalten laut Bahn alle Fernverkehrsfahrkarten für Dienstag und Mittwoch ihre Gültigkeit und können kostenfrei storniert oder bis eine Woche nach Störungsende zeitlich flexibel genutzt werden. Dies gelte auch für zuggebundene Fahrkarten. Nach Angaben der Bahn sollen alle betroffenen Strecken am Nachmittag wieder frei sein. Erst dann könnten alle Züge wieder nach Fahrplan fahren.

Der Sturm hatte dem Bahnverkehr am Dienstagabend besonders im Norden und Nordosten Deutschlands große Probleme beschert: Passagiere mussten auf andere Züge ausweichen, Bäume, Unrat und Teile abgedeckter Dächer lagen in den Gleisen und Oberleitungen wurden beschädigt. In Hannover mussten 200 Menschen in zwei Zügen übernachten.

Aus einem anderen ICE, der von Chur in der Schweiz nach Hamburg unterwegs war, wurden 150 Fahrgäste bei Nienburg in Busse verfrachtet und nach Hannover gefahren. 300 weitere Menschen aus dem gleichen Zug warteten über zwei Stunden auf dessen Weiterfahrt. Um 1.35 Uhr am Mittwochmorgen setzte der Zug sich dann wieder in Bewegung.

Der Sprecher des Fahrgastverbands Pro Bahn war am Mittwoch der Meinung, dass die Auswirkungen angesichts der Sturmstärke zu stark ausfielen. Die Bahn sei Opfer eines "dualen Problems", sagte Pro-Bahn-Sprecher Karl-Peter Naumann. Einerseits sei in den vergangenen Jahren der Rückschnitt von Sträuchern und Bäumen an den Bahnlinien vernachlässigt worden. Das sei zwar in den vergangenen zwei, drei Jahren nachgeholt worden, aber es gebe eben immer noch einen Rückstand. Zum anderen gebe es auch viele naturschutzrechtliche Bestimmungen, die den Baum- und Strauchschnitt zu bestimmten Zeiten einschränkten.

Der Bahnsprecher hingegen beteuerte, dass in den vergangenen zwei Jahren bereits sehr viel Rückschnittarbeiten vorgenommen worden seien. "Warum es jetzt an diesen Stellen so neuralgisch aufgetreten ist, muss man noch aufarbeiten."

Laut Deutschem Wetterdienst erreichte der Sturm zwischen Dienstagnachmittag und Dienstagabend seinen Höhepunkt. In der Nacht habe sich der Wind deutlich abgeschwächt. Tagsüber werde der Wind im Binnenland zwar noch einmal etwas stärker, aber nicht mehr so stark wie am Dienstag.

+++ 18.09.2019: Zugausfälle nach Sturm in Norddeutschland auch am Mittwoch +++

Nach den von einem Sturm verursachten Schäden auf mehreren Strecken in Norddeutschland müssen sich Fahrgäste auch am Mittwochmorgen noch auf Zugausfälle und Verspätungen gefasst machen. «Die Fernverkehrszüge zwischen Hannover und Bremen werden weitgehend ausfallen», sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Auch auf der Strecke zwischen Hamburg und Hannover könne es zu Einschränkungen kommen. "Wir empfehlen, dass sich Fahrgäste vor Reiseantritt über ihre Verbindung informieren." Für Mittwoch ist laut Deutschem Wetterdienst nicht mit einem weiteren Sturm zu rechnen.

Grund für die Ausfälle und Verspätungen seien unter anderem Reparaturarbeiten, sagte der Bahn-Sprecher. Zudem seien viele Züge und Bahnmitarbeiter durch die Probleme am Vorabend nicht dort angekommen, wo sie ihren Dienst am Morgen hätten antreten sollen. Das könne sich zum Betriebsstart auch auf Regionalverbindungen auswirken.

Gekaufte Tickets verlieren laut Informationen der Bahn nicht ihre Gültigkeit. Fahrscheine für die betroffenen Strecken, also zwischen Hannover und Bremen sowie Hannover und Hamburg, können entweder kostenfrei storniert werden oder für die Fahrt in einem beliebigen Zug auf der Strecke innerhalb einer Woche nach Störungsende genutzt werden.

Der Sturm hatte dem Bahnverkehr am Dienstagabend besonders im Norden und Nordosten Deutschlands große Probleme beschert: Passagiere mussten auf andere Züge ausweichen, Bäume, Unrat und Teile abgedeckter Dächer lagen in den Gleisen und Oberleitungen wurden beschädigt. In Hannover mussten 200 Menschen in zwei Zügen übernachten. Aus einem anderen ICE, der von Chur in der Schweiz nach Hamburg unterwegs war, wurden 150 Fahrgäste bei Nienburg in Busse verfrachtet und nach Hannover gefahren. 300 weitere Menschen aus dem gleichen Zug warteten über zwei Stunden auf dessen Weiterfahrt. Um 1.35 Uhr am Mittwochmorgen setzte der Zug sich dann wieder in Bewegung.

Auch in Kassel-Wilhelmshöhe und Hamburg hatten Züge für Passagiere zur Übernachtung bereitgestanden, sie wurden aber nicht von ihnen in Anspruch genommen. Die Strecke Hannover-Bremen war zeitweise gesperrt. Der Zugverkehr zwischen Hamburg und Bremen wurde über eine Güterzugstrecke umgeleitet. Auch auf der Strecke Hamburg-Hannover hatte es über mehrere Stunden große Probleme wegen eines Oberleitungsschadens gegeben.

Auch die Strecken der Bahngesellschaft Metronom waren vorübergehend gesperrt. Etwa eine Stunde vor Mitternacht teilte das Unternehmen dann mit, dass alle Strecken wieder befahrbar seien. Feuerwehr und Polizei in den betroffenen Gebieten meldeten keine größeren Sturmschäden.

Auf der Insel Norderney mussten vier vom Wasser eingeschlossene Urlauber und ein Kleinkind von einem Hubschrauber in Sicherheit gebracht werden. Die Gruppe war nach Angaben der Feuerwehr am Dienstag im Osten der Insel auf eine Düne geklettert und hatte einen Notruf abgesetzt. Wegen eines Sturms war das Hochwasser in der Nordsee deutlich höher als normal ausgefallen.

Laut Deutschem Wetterdienst wurde der Höhepunkt des Sturms zwischen Dienstagnachmittag und Dienstagabend erreicht. In der Nacht habe sich der Wind deutlich abgeschwächt. Tagsüber werde der Wind im Binnenland zwar noch einmal etwas stärker, aber nicht mehr so stark wie am Dienstag.

+++ 18.09.2019:200 Reisende müssen nach Sturm in Zügen in Hannover übernachten +++

Wegen Sturmschäden auf mehreren Bahnstrecken sind 200 Reisende in Hannover gestrandet und haben in der Nacht zu Mittwoch in Zügen übernachtet. Die Deutsche Bahn habe dafür zwei ICEs mit insgesamt 1400 Plätzen zur Verfügung gestellt, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Auch in Kassel-Wilhelmshöhe und Hamburg standen Züge für Passagiere zur Übernachtung bereit, wurden aber nicht in Anspruch genommen.

Derweil harrten 300 Menschen über Stunden in einem ICE bei Nienburg wegen eines Oberleitungsschadens auf dem Weg nach Hamburg aus. Gegen 23.00 Uhr war der von Chur aus der Schweiz kommende Zug nach Hamburg teilweise evakuiert worden. 150 Menschen wurden mit drei Bussen nach Hannover gefahren. Die restlichen Fahrgäste mussten zweieinhalb Stunden im Zug auf die Weiterfahrt warten.

Besonders im Norden und Nordosten Deutschlands war der Zugverkehr am Dienstagabend und frühen Mittwochmorgen gestört. Passagiere hätten auf andere Züge ausweichen müssen, Bäume, Unrat und Teile abgedeckter Dächer hätten in den Gleisen gelegen und Oberleitungen seien beschädigt worden, hieß es. Die Strecke Hannover-Bremen war zeitweise gesperrt. Der Zugverkehr zwischen Hamburg und Bremen wurde über eine Güterzugstrecke umgeleitet. Auch auf der Strecke Hamburg-Hannover hatte es über mehrere Stunden große Probleme gegeben.

+++ 17.09.2019: Bäume auf Gleisen - Einschränkungen im Zugverkehr +++

Wegen des stürmischen Wetters im Norden und Nordosten Deutschlands gibt es am Dienstagabend Einschränkungen im Zugverkehr - auch in anderen Regionen. Es lägen im Norden Bäume, Unrat und Teile abgedeckter Dächer in den Gleisen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Abend. Einige Züge mussten deshalb ihre Fahrt unterbrechen. Die Strecke Hannover-Bremen sei noch gesperrt, auf der Strecke Hamburg-Hannover habe es zwei Stunden lang große Probleme gegeben und nun rolle der Verkehr dort wieder an.

"Wir bitten Reisende, vor Beginn der Fahrt ihre Verbindung zu checken», sagte die Sprecherin. Räumungs- und Reparaturtrupps seien im Einsatz. "Es gibt noch den ganzen Abend lang Auswirkungen auf den ganzen Bahnverkehr, mit Schwerpunkt im Norden Deutschlands".

Per Twitter hatte die DB mitgeteilt: "Bei ICE1272, IC2900, IC2173, ICE1749, ICE885 dauert es leider länger. Die Züge stehen im Streckenabschnitt und können ihre Fahrt leider nicht fortsetzen.» Es werde nun geschaut, wo die Züge hinfahren können. «Im besten Fall schaffen wir es, alle Züge zurück zu fahren», sagte die Sprecherin.

Gegen 23 Uhr hieß es dann: Der ICE1272 (Chur <-> Hamburg) werde evakuiert, Reisende würden mit Bussen nach Hannover gebracht. Unter einem Video auf Youtube berichtete ein Passagier zuvor: «Das Notlicht ist an, die Klimaanlage aus und keiner weiß, wie es weiter geht!" Weiter hieß es im DB-Tweet: Der IC2900 und der ICE885 würden wieder rollen - in Richtung Hamburg. IC2173 werde nach Niemburg geschleppt, dort gehe es mit Bussen weiter.

+++ 17.09.2019: Sturm wirft Bäume um - Bahnverkehr gestört +++

Stürmischer Wind hat am Dienstag für starke Störungen im Bahnverkehr in Norddeutschland gesorgt. Wegen umgestürzter Bäume auf den Gleisen meldete die Bahngesellschaft Metronom starke Einschränkungen auf ihren Strecken. Unter anderem sollte die Strecke zwischen Hannover und Uelzen bis Mitternacht voll gesperrt werden. Auch die Verbindung zwischen Hamburg und Bremen war voll gesperrt. Zu erheblichen Verspätungen kam es ferner zwischen Hannover und Göttingen in beiden Richtungen sowie auf der Strecke Uelzen-Lüneburg-Hamburg. Teilweise sollten Ersatzbusse fahren.

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bua/fka/news.de

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