14.09.2019, 18.42 Uhr

Oktoberfest 2019 in München: Alle Infos zum Wiesn-Programm, Bierpreisen und Tischreservierung 

Das Oktoberfest 2019 wirft seine Schatten voraus: Am 21. September wird die Wiesn 2019 offiziell eröffnet. Was Oktoberfest-Besucher zu Bierpreisen, Tischreservierungen, Festzelten und Programm wissen müssen, erfahren Sie hier.

Das Münchner Oktoberfest 2019 wird am 21. September eröffnet. Bild: Sven Hoppe / picture alliance / dpa

Fans der gepflegten Geselligkeit und Volksfeststimmung kommen ab dem 21. September wieder voll auf ihre Kosten: Dann wird das 186. Oktoberfest in München feierlich eröffnet. Bis zum 06. Oktober 2019 wird dann auf der Münchner Theresienwiese Maß um Maß ausgeschenkt und die Wiesn-Stimmung genossen. Alles, was Oktoberfest-Besucher in diesem Jahr wissen müssen, haben wir hier im Überblick zusammengefasst.

Oktoberfest 2019: Die Maß wird teurer! Wie hoch sind die Bierpreise auf der Wiesn?

Jahr für Jahr sind es vor allem die Bierpreise, die die Besucher des Oktoberfestes besonders interessieren. Wie viel eine Maß auf der Wiesn kosten wird, wurde bereits Wochen vor der Eröffnung publik gemacht. Schlechte Nachrichten für alle, die dem Genuss des Bieres für einen schmalen Taler frönen wollen: Das Bier wird auch dieses Jahr teuer.Die Maß kostet bis zu 11,80 Euro, das sind 30 Cent mehr als der Höchstpreis des Vorjahres. Durchschnittlich steigt der Bierpreis um 3,11 Prozent, hatte das Referat für Wirtschaft und Arbeit der Stadt kürzlich mitgeteilt. Unter 10,80 Euro ist die Maß in diesem Jahr nicht mehr zu haben. Zum ersten Mal können chinesische Gäste bei rund 50 Betrieben über das chinesische Onlinebezahlsystem Alipay ihre Maß oder ihr Hendl zahlen.

Streit um Bierpreis ärgert Wiesnchef: "Schaut doch auf die Qualität"

Der neue Münchner Oktoberfestchef Clemens Baumgärtner will das Image des Volksfestes aufpolieren. Die Wiesn sei viel mehr als ein reines Trinkfest - und biete höchste Qualität, sagte der CSU-Politiker, der als neuer Wirtschaftsreferent im März sein Amt angetreten und damit auch die Leitung der Wiesn übernommen hatte. "Ich will weg von der Preisdiskussion hin zum Fokus auf Qualität. Man wird kaum irgendwo höherwertige Ware bekommen als auf der Wiesn."

Die Wirte müssen bei ihrer alljährlichen Bewerbung um die Zulassung strenge Kriterien erfüllen, nicht zuletzt gibt es dabei Punkte für Nachhaltigkeit und Regionalität. Auch auf die Preise wirft die Stadt ein Auge.

Der Bierpreis liege im Wesentlichen nicht erheblich höher als in Gaststätten in der Münchner Innenstadt, sagt der Wiesnchef. Die jährliche Erhöhung sei moderat, drei Prozent mehr sei "noch akzeptabel". Schließlich werde das Bier eigens für das Volksfest gebraut. Lamentierenden Gästen sagt er: "Schaut doch auf die Qualität von diesem Bier."

Außerdem gehe es auf der Wiesn nicht nur ums Bier. "Die Wiesn darf nicht reduziert werden auf Essen und Trinken", sagt Baumgärtner. Gerade Familien, die einen guten Teil der Gäste ausmachen, gingen gar nicht ins Festzelt, sondern kämen wegen der Fahrgeschäfte.

Wiesn-Maßkrug fürs Oktoberfest vorgestellt

Riesenrad, Maßkrug und Brezel - die Insignien des Oktoberfests zieren auch dieses Jahr den offiziellen Wiesn-Maßkrug. Die Vorstellung des Krugs markiere für ihn schon den Auftakt zur diesjährigen Wiesn, sagte der neue Wiesnchef Clemens Baumgärtner (CSU), der im Frühjahr den Posten übernommen hat. Er wolle vor allem die Vielseitigkeit des Volksfestes ins Bewusstsein rücken, unterstrich der Münchner Wirtschaftsreferent. Es gehe nicht nur um einen Platz im Bierzelt und ums Biertrinken, sondern um traditionelle Volksfeststimmung mit Fahrgeschäften und Buden.

70.000 Exemplare des Steinkrugs sollen in den Festzelten, an Souvenirständen und übers Internet verkauft werden. Seit 1978 gibt es jedes Jahr einen neuen Krug, der bei Sammlern heiß begehrt ist. Die Wiesnwirte hatten im Juli ihren Krug mit eigenem Motiv vorgestellt.

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Oktoberfest 2019 ab dem 21. September: Das sind die Öffnungszeiten

Das Oktoberfest 2019 wird am 21. September feierlich eröffnet, wenn pünktlich um 12.00 Uhr mittags der Anstich zelebriert wird. Am Eröffnungstag sind die Zelte ab 09.00 Uhr geöffnet, bereits ab 10.00 Uhr fließen alkoholfreie Getränke, bevor ab mittags Bier ausgeschenkt wird. Die Verkaufsstände werden am ersten Samstag des Oktoberfestes von 10.00 Uhr bis 24.00 Uhr geöffnet sein.

Von montags bis freitags sind die Zelte auf dem Oktoberfest 2019 ab 10.00 Uhr bis zum finalen Bierausschank um 22.30 Uhr geöffnet. Kleinere Zelte machen jedoch schon um 23.00 Uhr dicht. An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen wird der Ausschank bereits um 09.00 Uhr begonnen. Die Fahrgeschäfte auf der Theresienwiese laden sonntags bis donnerstags zwischen 10.00 Uhr und 23.30 Uhr zur Gaudi ein, an Freitagen und Samstagen ebenso wie am 2. Oktober sowas bis 24.00 Uhr.

Jeweils dienstags wird auf dem Oktoberfest 2019 bis 19.00 Uhr der Familientag zelebriert. Kinder und Familien kommen dann nicht nur bei Speisen günstiger weg, auch etliche Fahrgeschäfte reduzieren ihre Preise für Kinder.

Ein besonderes Schmankerl für Oktoberfest-Besucher ist die "Oide Wiesn", die mit ihren historischen Fahrgeschäften jedoch Eintritt kostet. Täglich von 10.00 Uhr bis 23.00 Uhr gibt es hier Oktoberfest-Flair mit nostalgischer Note. Übrigens: Wer nach 21.00 Uhr die "Oide Wiesn" besuchen möchte, zahlt keinen Eintritt mehr, muss sich jedoch beeilen, bis zum letzten Bierausschank um 21.30 Uhr am Zapfhahn zu stehen.

Tischreservierung, Preise und mehr: So wird der Oktoberfest-Besuch ein voller Erfolg

Für jeden Besucher des Wiesn dürfte es das unbestrittene Highlight sein, in einem der Festzelte einen Platz zu ergattern und sich nicht nur die eine oder andere Maß Bier, sondern auch die bayrischen Spezialitäten wie Weißwurst oder Hendl munden zu lassen. Der Eintritt zu den Bierzelten auf der Wiesn ist kostenlos. Doch da der Ansturm beim Oktoberfest bekanntlich überdimensional ist, empfiehlt sich eine Tischreservierung vorab, um die Volksfeststimmung nicht zu trüben. Vor allem in den Abendstunden und bei Gruppenbesuchen ist eine Tischreservierung dringend empfohlen. Wer eine Tischreservierung machen möchte, wendet sich einfach an das gewünschte Wiesn-Zelt - die Reservierungen werden seit jeher von jedem Zeltbetreiber separat koordiniert. Einen Überblick über alle Wiesn-Zelte - 2019 sind es 17 große und 21 kleine Zelte, die auf dem Oktoberfest zum Verweilen einladen - gibt es auf der Oktoberfest-Webseite inklusive Reservierungs-Infos.

Diese Zelte auf dem Oktoberfest sollten sich Besucher nicht entgehen lassen

Wiesn-Besucher haben auch 2019 die Qual der Wahl, welches Festzelt sie zuerst aufsuchen sollen. Neben Oktoberfest-Klassikern wie dem Paulaner Festzelt, der Schottenhamel-Festhalle, dem Hofbräu-Festzelt oder der Käfer Wies'n-Schänke bieten auch kleinere Zelte wie das Café Mohrenkopf, der Kalbsbraterei, dem Wirtshaus im Schichtl oder die Münchner Knödelei allerlei Leckerbissen an. Vorbeischauen lohnt sich!

Oktoberfest 2019 in München: Live dabei per Webcam und Live-Stream

Sie haben keine Möglichkeit, das Oktoberfest 2019 in München zu besuchen? Nicht traurig sein, die Wiesn können Sie auch ohne Reise nach Bayern hautnah miterleben. In diesem Jahr werden sechs Webcams das Geschehen auf dem Oktoberfest per Live-Stream einfangen und auf wiesn.tv veröffentlichen. Ein Klick genügt und die Volksfeststimmung kommt live von der Theresienwiese zu Ihnen auf Smartphone, Tablet, Computer und Co.

Alle Programm-Highlights beim Oktoberfest 2019 auf einen Blick

Das unbestrittene Highlight beim Oktoberfest dürfte auch 2019 der feierliche Einzug der Wiesnwirte beim Festzug sein. Das Spektakel mit Tausenden Teilnehmern ist am Samstag, dem 21. September 2019, ab 11.00 Uhr zu erleben, bevor im Schottenhamel-Festzelt um 12.00 Uhr der Oberbürgermeister von München das erste Bierfass ansticht und das Oktoberfest mit den Worten "O'zapf is'!" eröffnet.

Am Sonntag, dem 22. September, schließt sich mit dem Trachten- und Schützenzug das nächste Highlight an. Ab 10.00 Uhr werden in diesem Jahr rund 9.000 Teilnehmer die zweistündige Parade gestalten. Ebenfalls nicht verpassen sollten Oktoberfest-Besucher das traditionelle Böllerschießen am 06.10.2019 ab 12.00 Uhr, bevor das Oktoberfest 2019 um 23.30 Uhr mit der Schließung der Wiesn-Zelte offiziell beendet wird.

Was wird aus dem Datenschutz am Wiesn-Tisch?

Datenschutzgrundverordnung - was heißt das für das Oktoberfest? Darf auf den Tischen in den Bierzelten der Name desjenigen stehen, der reserviert hat? Ein Bericht der "Bild"-Zeitung über diese Frage sorgte am Montag für Diskussionen. Wiesnwirt Christian Schottenhamel, der auch zweiter Sprecher der Wiesnwirte ist, sieht keine Probleme. "Wir verwenden keine kryptisch anonymisierten Codewörter. Wir nehmen den Namen, den der Kunde gerne haben möchte", sagte Schottenhamel am Montag auf Anfrage. "Wenn jemand inkognito mit der Freundin kommen will, dann heißt er eben Huber und nicht Müller", ergänzte er mit Augenzwinkern.

Bisher habe er als Wirt nicht reagieren müssen. Nur in einem Fall habe es nach einer Reservierung noch eine Namensänderung gegeben - aus vernünftigen Gründen, um Missverständnisse zu vermeiden. Eine "Sprengstoff-Handelsgesellschaft" hatte vor Jahren jeden Tag einen Tisch in einer Box gehabt. "Irgendwann haben wir gemeinsam besprochen: Das macht keinen so guten Eindruck." Auch über diesen Fall hatte zuerst die "Bild"-Zeitung berichtet.

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Auch beim Oktoberfest: Wildes Campen ist in München verboten

Wer zum Oktoberfest nach München mit dem Wohnmobil anreisen möchte, sollte sich rechtzeitig um einen Stellplatz kümmern. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist es im gesamten Stadtgebiet verboten, im Wohnmobil oder Wohnwagen am Straßenrand zu campen.

Das Oktoberfest findet in diesem Jahr vom 21. September bis zum 6. Oktober statt. Möglich ist das Campen aber auf mehreren Campingplätzen, auf die die Stadt im Internet hinweist. Auf dem Wohnmobil-Parkplatz am Messegelände Riem stehen zum Beispiel 1.500 Stellplätze zur Verfügung.

Wichtig zu wissen: Im Umfeld der Theresienwiese und in der Umgebung des ehemaligen Wohnmobilparkplatzes in der Arnulfstraße bestehen während des Oktoberfestes zwei Sperrzonen für Wohnmobile. Dort ist auch tagsüber die Anfahrt und das Abstellen von Wohnmobilen verboten. Wer sein Fahrzeug dennoch dort parkt, muss damit rechnen, abgeschleppt zu werden.

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loc/news.de/dpa

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