04.09.2019, 11.04 Uhr

Warnung vor E-Zigaretten: Teenager (18) im künstlichen Koma wegen E-Zigarette

Sind E-Zigaretten tatsächlich so ungefährlich, wie bislang immer behauptet? Einer 18-jährigen Amerikanerin kostete der Gebrauch der elektronischen Glimmstängel jetzt beinahe das Leben. Ein künstliches Koma rettete dem Teenager das Leben.

E-Zigaretten stehen schon seit Längerem in der Kritik.  Bild: dpa

Sind E-Zigaretten doch gefährlicher als bislang angenommen? In den USA warnt eine 18-Jährige jetzt eindringlich vor der Nutzung von elektronischen Zigaretten. Der Grund: Sie selbst erlitt nach dem jahrelangen Konsum offenbar so große Schäden, dass sie ins künstliche Koma versetzt werden musste. Der britische "Daily Star" hatte zuerst über den erschreckenden Vorfall berichtet.

Teenagerin nach E-Zigaretten-Konsum in künstliches Koma versetzt

Gegenüber dem Blatt schildert Maddie Nelson jetzt ihre Erfahrung mit der E-Zigarette, die sie beinahe das Leben kostete. Nachdem die Teenagerin über hohes Fieber, Übelkeit und Atembeschwerden geklagt hatte, wurde die junge Frau in ein Krankenhaus gebracht. Die von den Ärzten durchgeführten Scans ergaben schließlich, dass ihre Lungen entzündet waren. Hervorgerufen wurde die gefährliche Entzündung den Medizinern zufolge durch Maddies knapp dreijährigen E-Zigaretten-Konsum.

18-Jährige erkrankt an gefährlicher Lungenkrankheit wegen E-Zigarette

Die erschreckende Diagnose: akute eosinophile Pneumonie, eine seltene Krankheit, die durch die Ansammlung weißer Blutkörperchen in der Lunge als Reaktion auf eine Entzündung verursacht wird. Maddie Nelson selbst gibt an, dass sie sich bereits vor ihrer Einlieferung ins Krankenhaus unwohl gewühlt habe. Auf Facebook forderte sie die Leser dazu auf, keine Gesundheitsschäden zu riskieren. Sie selbst habe gedacht, dass das Rauchen einer E-Zigarette gesünder sei als eine herkömmliche Zigarette. Doch damit hatte sie sich offenbar gewaltig getäuscht.

Im Krankenhaus angekommen, verschlechterte sich Maddies Zustand plötzlich rapide. Nach vier Tagen konnte sie kaum noch atmen. Die Ärzte versetzten die 18-Jährige daraufhin ins künstliche Koma. "Als die Röntgenaufnahme ihrer Brust zurückkam, war die Schädigung ihrer Lunge so schwerwiegend, dass der Atemtherapeut sie zukünftig als Lehrmittel verwenden wird", berichtet Maddies Familie.

Maddie Nelson warnt Konsumenten eindringlich vor dem Gebrauch von E-Ziagretten

Auf Facebook warnte der Teenager nun eindringlich vor der Nutzung der dampfenden Glimmstängel: "Ich teile meine Geschichte, damit Sie alle wissen, dass in diesen Stiften etwas Verrücktes steckt, das nicht sicher ist und mich fast das Leben gekostet hätte.Ich habe mir immer gesagt, dass es mir nicht passieren wird, aber es kann und wird auch euch passieren ... nehmt meinen Rat an, rauche nicht, dampfe nicht. #Vape #stopthevape."

"Vapes" stehen in den USA schon seit Längerem in der Kritik

Die sogenannten "Vapes" erfreuen sich vor allem bei Teenagern großer Beliebtheit. Bei einem Vaporizer (Verdampfer) findet anders als beim Rauchen, keine Verbrennung, sondern eine Verdampfung statt. Verschiedene Kräuter oder Cannabis sind nur einige Beispiele, die sich gut verdampfen lassen. In den USA sind Vaporizer weitaus bekannter als in Europa. In den Vereinigten Staaten ist der Vaporizer sogar so populär, dass das Verb "to vape" zum Wort des Jahres 2014 gewählt wurde.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass die E-Zigarette in den USA in der Kritik steht. Erst kürzlich wurde bekannt, dass die elektronischen Zigaretten gefährliche Lungenkrankheiten hervorrufen können.

sba/rut/news.de

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