05.09.2019, 07.14 Uhr

Boots-Inferno vor Kalifornien: 33 Leichen nach Bootsfeuer geborgen - eine Person noch vermisst!

Nach dem verheerenden Bootsfeuer vor der Küste Kaliforniens sind 33 Tote geborgen worden. Eine Person wird noch vermisst. Insgesamt kamen 34 Menschen in den Flammen ums Leben. Die Suche nach Überlebenden wurde eingestellt.

Bei einem Feuer auf einem Ausflugsschiff vor der Küste Kaliforniens sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Bild: Uncredited / Santa Barbara County Fire Department / AP / picture alliance / dpa

Mitten in der Nacht ist ein Ausflugsschiff vor der kalifornischen Küste wohl für Dutzende Taucher zur Todesfalle geworden. Nur fünf Besatzungsmitglieder konnten sich mit einem Sprung von Bord der "Conception" in den Pazifik retten. Die übrigen Passagiere schliefen unter Deck, als das Schiff am Montag (Ortszeit) vor der Insel Santa Cruz Island in Flammen aufging.

Feuer auf Ausflugsboot vor kalifornischer Küste - mindestens 34 Tote

Bis zum Mittwoch seien 33 Leichen geborgen worden, berichteten US-Medien unter Berufung auf Polizei und Küstenwache. 39 Menschen waren nach Angaben der Behörden an Bord des Schiffes, das am Samstag von dem Küstenort Santa Barbara zu einem dreitägigen Tauchvergnügen zu den Kanalinseln gestartet war. Am Montagabend sollte die "Conception" eigentlich wieder an der kalifornischen Küste anlegen.

Bootsunglück vor der Küste Kaliforniens im News-Ticker

  • Boot mit 39 Personen an Bord vor Santa Cruz in Flammen aufgegangen
  • fünf Menschen lebend gerettet
  • offenbar 34 Todesopfer zu beklagen

+++ 05.09.2019: Bootsfeuer in Kalifornien: 33 Leichen geborgen +++

Zwei Tage nach dem tödlichen Bootsfeuer vor der Küste Kaliforniens sind 33 Leichen geborgen worden. Eine Person wird noch vermisst, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Von insgesamt 39 Menschen an Bord des Taucherbootes "Conception" hatten sich fünf Besatzungsmitglieder durch einen Sprung ins Wasser retten können.

In der Nacht zum Montag war ein Feuer auf dem Schiff ausgebrochen. 34 Menschen, die in einer Kajüte unter Deck schliefen, wurden von den Flammen eingeschlossen und kamen ums Leben. Die Ursache ist noch nicht bekannt.

Die Verkehrsbehörde NTSB teilte mit, dass mit dem Bootsbesitzer, Kapitän und Crewmitgliedern gesprochen worden sei. Alle seien sehr kooperativ. Das ausgebrannte Wrack auf dem Meeresboden werde mit Sonargeräten untersucht.

Das Ausflugsschiff befand sich auf einer dreitägigen Taucherreise und hatte in einer Bucht vor der Insel Santa Cruz geankert. Die Namen der Opfer sind noch nicht offiziell bekannt. Doch Verwandte, Freunde und Arbeitgeber bestätigten die Identität vieler Opfer. Unter den Toten sind demnach auch ein Vater und seine drei erwachsenen Töchter sowie eine Jugendliche, die ihren 17. Geburtstag feierte.

+++ 04.09.2019: Suche nach Überlebenden eingestellt +++

Nach dem verheerenden Bootsfeuer vor der Küste Kaliforniens sind 20 Tote geborgen werden. 14 Menschen werden noch vermisst, teilte US-Sheriff Bill Brown am Dienstagvormittag (Ortszeit) mit. Seit dem Unglück am Montagmorgen seien keine Passagiere lebend gefunden worden. Die Suche nach möglichen Überlebenden sei am Morgen eingestellt worden, sagte Captain Monica Rochester von der Küstenwache. Damit dürfte die Zahl der Toten auf 34 steigen.

Die Passagiere hatten unter Deck geschlafen, als das Taucherboot "Conception" vor der Insel Santa Cruz Island in Flammen aufging. Fünf Crewmitglieder des Ausflugsschiffes, die auf dem Deck waren, hatten sich nach Ausbruch des Feuers ins Wasser retten können.

Am Dienstag sollte die Bergung von Leichen aus dem gesunkenen Boot und am Meeresboden fortgesetzt werden. Zudem würden die überlebenden Besatzungsmitglieder weiter befragt werden. Die Unglücksursache ist noch nicht bekannt. Rochester zufolge soll das 24 Meter lange Ausflugsboot die Auflagen der jährlich vorgeschriebenen Sicherheitsinspektion erfüllt haben.

+++ 03.09.2019: Zahl der Todesopfer bei Bootsunglück steigt auf 25 +++

Beim "Focus" ist zu lesen, dass nach dem Feuerunglück auf dem Boot "Conception" 25 Leichen geborgen worden seien. Neun Passagiere seien nach wie vor vermisst, fünf Menschen seien lebend gerettet worden. Bei den Geretteten soll es sich um die Besatzung des Schiffes handeln, die zum Zeitpunkt des Unglücks wach war und sich mit einem Sprung ins Wasser vom brennenden Schiff retten konnte.

Verunglücktes Taucherboot hatte 39 Passagiere an Bord - nur 5 überleben das Feuer

39 Menschen waren nach Angaben der Behörden an Bord des Schiffes, das am Samstag von dem Küstenort Santa Barbara zu einem dreitägigen Tauchvergnügen zu den Kanalinseln gestartet war. Am Montagabend sollte die "Conception" wieder an der kalifornischen Küste anlegen.

Ein Notruf, der am frühen Montagmorgen kurz nach drei Uhr bei den Behörden eintraf, ließ bereits Schlimmes ahnen. Ein Mann gab mit panischer Stimme die Position des Schiffes an, dann sagte er, dass er nicht atmen könne. In die Aufzeichnung mischen sich viele Geräusche, die Stimme ist am Ende nicht mehr zu verstehen.

Schlafende Taucher auf Boot von Feuer überrascht - ausgebranntes Boot gesunken

Das Boot war nur 20 Meter von Strand der Santa Cruz Insel entfernt vor Anker gegangen. Die Leichen von zwei Männern und zwei Frauen seien geborgen worden. Sie könnten nur mit Hilfe von DNA-Tests identifiziert werden, sagte US-Sheriff Bill Brown. Vier weitere Leichen hätten die Suchteams auf dem Meeresboden in knapp 20 Metern Tiefe entdeckt, aber noch nicht an Land bringen können. Für die Rettungstaucher sei es derzeit zu gefährlich, das völlig ausgebrannte Bootswrack zu durchsuchen, sagte Brown. Das Schiff sei etwa vier Stunden nach Ausbruch des Feuers auf den Grund gesunken.

Taucherausflug endet in Feuerinferno - mehrere Menschen verletzt

Zwei der fünf Crewmitglieder waren bei der Flucht aus der Flammenhölle leicht verletzt worden. Mit einem kleinen Beiboot konnten sie nachts ein benachbarten Fischerboot erreichen. Die Gruppe sei völlig verstört gewesen, sagten die Bootsleute Shirley und Bob Hansen laut der "Los Angeles Times". Einer der Männer hätte ihnen weinend erzählt, dass seine Freundin noch unter Deck an Bord sei. Ein anderer berichtete, dass sie am Abend auf dem Boot die Geburtstage von drei Passagieren gefeiert hätten, darunter ein 17-jähriges Mädchen, das von seinen Eltern auf der Tauchreise begleitet wurde.

Ursache für Feuer auf Boot noch unklar

Die Passagiere des Ausflugsschiffes schliefen im Bootsinneren, als das Feuer aus noch unbekannten Gründen ausbrach. Zahlreiche Löschboote waren zu der Unglücksstelle geeilt, doch jede Hilfe kam zu spät. Bob Hansen sagte der "Los Angeles Times", dass er das brennende Boot und dichten Rauch sehen konnte und mehrere Explosionen hörte. Möglicherweise seien Tauchflaschen explodiert, mutmaßte Hansen. Dramatische Fotos zeigten das Unglücksboot völlig von Flammen umgeben.

Die Kanalinseln vor Santa Barbara sind ein beliebtes Ausflugsziel für Taucher und Segler. Das Unternehmen "Worldwide Diving Adventures" hatte das Boot für den Taucherausflug an dem langen Laborday-Wochenende gechartert. Auf seiner Webseite versprach der Veranstalter ein Wochenende mit Tauchgängen, Kajakfahrten, Gourmet-Küche und Begleitung von einer Meeresbiologin.

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loc/news.de/dpa

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