02.09.2019, 13.51 Uhr

Panda-Geburt im Berliner Zoo: Doppeltes Baby-Glück! Panda-Dame Meng Meng ist Mama

Es ist geglückt: Der Berliner Zoo vermeldet Panda-Nachwuchs, und das gleich im Doppelpack. Mutter Meng Meng und die Zwillinge sind wohlauf. Und die Hauptstadt hat zwei neue tierische Lieblinge - zumindest für ein paar Jahre.

Panda-Weibchen Meng Meng hat im Berliner Zoo zwei Jungtiere zur Welt gebracht. Bild: Paul Zinken / picture alliance / dpa

Auf die Anstrengung folgen für die junge Mutter erstmal Honigwasser und etwas Ruhe: Im Berliner Zoo hat Panda-Dame Meng Meng zwei putzmuntere Zwillinge zur Welt gebracht. "Meng Meng und ihre beiden Jungtiere haben die Geburt gut überstanden und sind wohlauf", sagte Zoo-Direktor Andreas Knieriem laut Pressemitteilung vom Montag.

Jubel über Geburt von Panda-Babys im Berliner Zoo

Die Vorbereitungen in der Hauptstadt waren langwierig, doch am Samstagabend war es dann so weit: Um kurz vor 19.00 Uhr wurde das erste Junge geboren. Knapp eine Stunde später folgte das zweite. Zusammen nur etwas mehr als 300 Gramm schwer und rosarot ähneln sie ihrer Mutter kaum. Meng Meng scheint das aber nicht zu stören.

Panda-Nachwuchs im Zoo Berlin: Meng Meng bringt Zwillinge zur Welt

Die junge Panda-Mutter hat sich offenbar schnell in ihre neue Rolle eingefunden: "Sofort legte sie das Jungtier behutsam auf ihren Bauch und begann es mit ihren großen Tatzen, ihrem warmen Atem und dem weichen Fell ihrer Wangen liebevoll zu wärmen", heißt es vom Zoo. Auch bei Twitter zelebrierte der Zoologische Garten die Panda-Geburt im Doppelpack. "Meng Meng ist Mama - und das gleich doppelt! Wir sind so glücklich, uns fehlen die Worte!", war in dem Tweet zu lesen.

Panda-Dame Meng Meng sorgt für erste Panda-Geburt in Berlin

Die Zwillings-Geburt ist nach früheren erfolglosen Versuchen mit anderen Paaren die erste Panda-Geburt in Berlin. Meng Meng (6) und Männchen Jiao Qing (9) leben seit Sommer 2017 im Berliner Zoo. Die beiden Pandas sind eine Leihgabe Chinas und stammen aus einem Reservat in Chengdu.

"Was für eine großartige Nachricht! Ganz Berlin freut sich über diese beiden Neuankömmlinge und ich gratuliere Andreas Knieriem und seinem Zoo-Team ausdrücklich", wurde der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) zitiert.

Chinesische Experten und das Team des Berliner Zoos hatten gespannt auf die Geburt gewartet. Rund um die Uhr beobachteten Tierpfleger, Veterinäre, Biologen und Aufzuchtexperten die werdende Panda-Mama.

Die neugeborenen Panda-Zwillinge sind bei der Erstversorgung im Zoo Berlin. Bild: Zoo Berlin / Zoologischer Garten Berlin / picture alliance / dpa

Wann werden Meng Meng und die Panda-Babys öffentlich zu sehen sein?

Die Panda-Mutter und ihre Babys sind bis auf Weiteres nicht für die Zoo-Besucher zu sehen. Im Gegensatz zu Vater Jiao Qing, denn an der Jungenaufzucht sind Panda-Papas nicht beteiligt.

Bis zu vier Jahre wird der Nachwuchs voraussichtlich in Berlin aufwachsen, wie der Zoo mitteilte. Dann würden sich die Jungtiere von ihrer Mutter lösen "und Berlin in Richtung China verlassen". Schließlich sind die Pandas weiterhin chinesisches Eigentum - das gilt auch für den Berliner Nachwuchs.

Trotz Freude über Panda-Geburt: Kritik an Zuchtversuchen in Zoos

Die Tierrechtsorganisation Peta kritisiert, dass Haltung und Zucht von Pandas in Zoos rein politische und wirtschaftliche Gründe hätten, aber keinen Beitrag zum Artenschutz leisteten. Von weltweit gezüchteten Tieren seien bis 2016 lediglich sieben ausgewildert worden - und nur fünf hätten überlebt. Solche Zahlen bestätigt auch das Leibniz-Institut für Wildtierforschung.

Chinas Forscher begrüßen Pandazwillinge im Berliner Zoo

Die Pandaforscher in dem chinesischen Zuchtzentrum in Chengdu haben die Geburt der Pandazwillinge im Berliner Zoo begrüßt. "Wir sind alle sehr glücklich über diese Nachrichten", sagte Chen Cheng, die Sprecherin des Reservats, das die Bären 2017 ausgeliehen hatte, am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

"Es ist eine großartige Sache." Es sei "sehr selten", dass beide Pandababys so schwer seien. "Beide Pandas sind sehr gesund", sagte die Sprecherin. "Da es eine Frühgeburt ist, können wir noch nicht bestätigen, welches Geschlecht die Pandas haben."

Die erste Geburt von Pandas in Deutschland beschrieb die Sprecherin als das "fruchtbare Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen den chinesischen und deutschen Teams". Sie hätten technische und kulturelle Schwierigkeiten zu überwinden gehabt. Die Geburt demonstriere auch die "Weltklassestandards" der Forscher Chinas.

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loc/news.de/dpa

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