31.08.2019, 22.58 Uhr

Hurrikan Dorian: Killer-Hurrikan hält auf die USA zu!

Die USA rüsten sich für die Katastrophe In Erwartung von Hurrikan "Dorian" finden seit Tagen Hamsterkäufe statt, die Armee ist in Bereitschaft und der Präsident bleibt zur Sicherheit im Weißen Haus.

Hurrikan Dorian hält auf die USA zu Bild: picture alliance/Uncredited/NOAA/dpa

"Es könnte einer der bisher größten sein. Bis jetzt, muss ich ganz ehrlich sagen, sieht es nicht gut aus!", sprach US-Präsident Donald Trump und sagte kurzfristig seine geplante Polen-Reise ab, um im Katastrophenfall vom Weißen Haus aus die Hilfs-Maßnahmen zu koordinieren.

Hurrikan Dorian steuert auf die US-Küste zu. Und es ist wahrhaft ein Mordsdrum - im wahrsten Sinne des Wortes. Die Bilder der Satelliten sowie aus der ISS sind angsteinflößend. Und das Schlimmste: Er ist unberechenbar, da er ständig den Kurs ändert. Nach ersten Berechnungen des National Hurricane Centers sollte Dorian am Montag gegen 20.00 Uhr Ortszeit auf die Ostküste Floridas treffen. Inzwischen jedoch hat er seinen Kurs leicht geändert. Möglicherweise könnte der Bundesstaat verschont werden und der Wirbelsturm bleibt gar über Wasser. Dennoch haben die Gouverneure von Florida, Ron DeSantis, und Georgia, Brian Kemp, vorsorglich den Notstand ausgerufen.

Dorian - ein Zerstörer

Bereits am Mittwoch passierte der Hurrikan Puerto Rico - mit einer Stärke von 2 (Böen mit 165 km/h). Die Insel blieb weitestgehend verschont. Im warmen Wasser der Karibik hat er sich noch richtig mit Wasser vollgesogen und gewaltig an Energie zugelegt. Sollte er tatsächlich mit Stufe 4 auf Festland treffen, würde ihm wohl nicht sehr viel standhalten können: Sturmböen mit bis zu 250 Stundenkilometern, Sturmfluten und Regen ohne Ende. Der heftigste Sturm seit über zwei Jahrzehnten. Kurz nach Trumps Rede am vergangenen Freitag wurden Teile des Bezirks Brevard County an der Ostküste Floridas mitsamt aller vorgelagerter Inseln zwangsevakuiert. Hier wurde der Landkontakt vorausberechnet - doch kann es auch andere Bezirke treffen.

Hamsterkäufe - die Geschäfte sind leer

Seit Tagen bereits hat sich die Bevölkerung mit Lebensmittel, Trinkwasser und Treibstoff eingedeckt. Sollte Dorian tatsächlich in dieser Stärke auf Florida treffen, wird die Versorgung zusammenbrechen, Überschwemmungen drohen. Manche Gebiete werden für Tage nicht erreichbar sein, möglicherweise gar für Wochen ohne Strom und Wasser. Florida hat deshalb selbst Reserven angelegt: Vier Millionen Liter Trinkwasser und zwei Millionen Mahlzeiten können jederzeit verteilt werden.

Andrew - vieles gelernt, trotzdem wird es erneut Tote geben

Im Jahr 1992 traf der Hurrikan Andrew mit Stufe 5 auf Florida. Dutzende Menschen kamen ums Leben, in mehreren Bundesstaaten entstand ein Schaden von rund 43 Milliarden US-Dollar. Ähnliches wird auch in diesen Tagen erwartet.

Unter diesem Link kann der Weg von Dorian verfolgt werden: https://www.nhc.noaa.gov

US/add/news.de

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