04.09.2019, 12.59 Uhr

Neue Gesetze aktuell ab 01.09.2019 : Online-Banking und Co.! Diese Gesetzesänderungen sollten Sie kennen

Zu Beginn eines jeden Monats werden etliche neue Gesetze in Kraft gesetzt - so auch im September 2019. Welche Gesetzesänderungen aktuell zum 01.09.2019 anstehen, erfahren Sie hier im Überblick.

Im September 2019 gibt es neue Gesetze unter anderem beim Online-Banking, YouTube-Abo und Asylbewerberleistungsgesetz. Bild: news.de-Monti/dpa

Wie in jedem Monat müssen sich Verbraucher auch im September 2019 auf einige Neuerungen gefasst machen. Vor allem beim Online-Banking müssen sich Bankkunden auf etliche Veränderungen einstellen. Auch die Leistungen für Asylbewerber werden ab 01.09. neu geregelt. Zudem erwarten auch YouTube-Nutzer einige Neuerungen. Welche neuen Gesetze Sie ab September in Deutschland kennen sollten, haben wie hier für sie im Überblick zusammengefasst.

Aktuelle Gesetzesänderungen im September 2019: Das sind die neuen Regeln fürs Online-Banking

Verbraucher müssen sich vom 14. September an auf Änderungen beim Onlinebanking einstellen. Zum einen sollen Überweisungen sicherer werden. Zum anderen bekommen außer Banken künftig andere Dienstleister Zugriff auf Konten - vorausgesetzt, Verbraucher stimmen dem zu. Möglich macht dies die neue Zahlungsrichtlinie PSD2 (Payment Services Directment 2) der Europäischen Union. Die Regeln der EU-Zahlungsrichtlinie sollen Betrügern das Leben schwerer machen. Verbraucher müssen sich beim Bezahlen und bei Bankgeschäften im Internet daher zusätzlich identifizieren - Zwei-Faktor-Authentifizierung. Bankkunden müssen dann grundsätzlich jede Onlineüberweisung oder jede Kartenzahlung mit einer solchen starken Kundenauthentifizierung freigeben.

Bei der Kreditkarte beispielsweise genügten bisher Kartennummer, Ablaufdatum und der dreistellige Prüfcode beim Bezahlen im Netz. Jetzt muss noch ein zweiter Faktor hinzukommen, zum Beispiel eine TAN (Transaktionsnummer), ein Passwort, ein per Smartphone übermittelter Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Die bei einige Banken noch verwendeten TAN-Listen auf Papier sind nicht mehr erlaubt.

Neue Gesetze ab 01.09.19 in Deutschland: Höhere Leistungen für Asylbewerber beschlossen

Zum 1. September gilt das geänderte Asylbewerberleistungsgesetz, das die Leistungen für Asylbewerber in Deutschland regelt. Demnach werdenKosten für Strom und Wohnungsinstandhaltung künftig aus der Geldleistung fürAsylbewerberinnen und Asylbewerber ausgegliedert.Das heißt, dass Alleinstehende, die nicht in einer Sammelunterkunft untergebracht sind, 344 statt 354 Euro bekommen.Für Erwachsene in einer Sammelunterkunft wird eine neue, niedrigere Bedarfsstufe eingeführt.Für sie sinkt der Geldbetrag auf 310 Euro monatlich. Für Kinder bis zu fünf Jahren ändert sich die Leistung hingegen nicht.Sechs- bis 13-Jährige erhalten hingegen ein um 26 Euro höheres Budget.

Neu ist zudem, dass Asylbewerber und Geduldete, die eine Berufsausbildung oder ein Studium absolvieren, künftigauch nach dem 15. Monat ihres Aufenthalts in Deutschland Leistungen beziehen können. Mit der Neuregelung will die Bundesregierung verhindert, dassAusbildungen bzw. Studien aufgrund mangelnder finanzieller Mittel abgebrochen werden.

Gesetzesänderungen ab September 2019: Facharzt-Termine und vorbeugende HIV-Arzneimittel-Therapie

Um Kassenpatienten schneller zu einem Arzttermin zu verhelfen, gibt es neue finanzielle Anreize für Mediziner. So bekommt ein Hausarzt 10 Euro extra, wenn er bei der Überweisung gleich dafür sorgt, dass man einen dringenden Termin beim Facharzt bekommt. Bestimmte Fachärzte - wie Augenärzte, Frauenärzte und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte - werden dazu verpflichtet, pro Woche mindestens fünf Stunden als offene Sprechstunde ohne feste Termine anzubieten. Sie erhalten dafür ebenfalls eine spezielle Vergütung.

Die medikamentöse Prophylaxe gegen den Aidserreger HIV wird künftig von allen gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Die neue, vorbeugende Arzneimittel-Therapie kann nach Angaben der DAK-Gesundheit eine HIV-Infektion mit 96-prozentiger Sicherheit verhindern. Experten hoffen darauf, dass "PrEP" (Prä-Expositions-Prophylaxe) die Zahl der Neuansteckungen deutlich senkt. Allein im vergangenen Jahr haben sich in Deutschland etwa 2900 Menschen mit dem HI-Virus infiziert.

Neues Gesetz ab 01.09.2019: Genehmigung für Schusswaffen-Transport innerhalb der EU

Wer Schusswaffen in einen anderen EU-Staat transportieren möchte, benötigt dafür eine Genehmigung. Die EU-Verordnung, die Anfang September in Kraft tritt, erfordert in solchen Fällen jedoch einen stärkeren Datenaustausch zwischen den Mitgliedsländern. Bisher musste etwa die Bundesrepublik nur die Genehmigung weitergeben, mit der sie den Transport einer Waffe von Deutschland in ein anderes Land erlaubt. Künftig muss sie zusätzlich die Genehmigung zur Einfuhr einer Waffe nach Deutschland mit den anderen Staaten austauschen. Dadurch soll die Fälschung solcher Dokumente erschwert werden.

Neuregelungen ab 1. September: YouTube-Abo ändert sich

Ab dem 24. September können YouTube-Nutzer künftig auch ohne Premium-Mitgliedschaft auf die Eigenproduktionen des Unternehmens zugreifen. Wer kein Premium-Abo hat, muss sich jedoch auf Unterbrechungen in Form von Werbung einstellen. Zudem werden die Folgen einer Serie erst nach und nach freigegeben, während beim Premium-Abo sofort alle Sendungen werbefrei abgerufen werden können.

Neuerungen bei Apple! Neues iPhone im September 2019 erwartet

Die Spannung steigt: Traditionsgemäß stellt Apple im September seine neuen iPhone-Modelle vor. Schon jetzt wird bereits fleißig über neue Funktionen und Features gerätselt. Gerüchten zufolge können sich die Nutzer auf ein zusätzliches Objektiv in der iPhone-Kamera freuen. Zudem steht im Herbst mit iOS13 ein neues Softwareupdate bei iPhone und iPad an.

sba/bua/news.de/dpa

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