27.08.2019, 18.28 Uhr

Helikopter-Absturz auf Mallorca: War es menschliches Versagen? Millionärs-Familie auf Weg zu Party in den Tod gestürzt

Es sollte ein fröhlicher Inselrundflug über Mallorcas Küsten und Buchten werden. Aber plötzlich kommt es zum Crash: Der Helikopter mit einer Münchner Familie an Bord prallt mit einem Kleinflugzeug zusammen. Niemand überlebt.

Dieses von der Feuerwehr der Balearen zur Verfügung gestellte Bild, zeigt das Wrack eines Flugzeugs bei Inca in Palma de Mallorca. Bild: dpa

Bei der Kollision eines Hubschraubers mit einem Ultraleichtflugzeug über der spanischen Ferieninsel Mallorca sind auch vier Deutsche ums Leben gekommen. Das bestätigte das Auswärtige Amt der Deutschen Presse-Agentur am Montagmorgen. Medienberichten zufolge handelt es sich bei den Opfern um eine Familie aus München, die beiden Kinder waren laut "Bild"-Zeitung neun und elf Jahre alt. Insgesamt starben bei dem Unglück sieben Menschen, wie die Regierung der Balearen mitgeteilt hatte.

Hubschrauber-Absturz auf Mallorca - News aktuell

  • Hubschrauber auf Mallorca abgestürzt
  • deutsche Familie Inselkammer aus München unter den Opfern
  • Kinder neun und elf Jahre alt

+++ 27.08.2019:Menschliches Versagen womöglich Ursache des Unglücks auf Mallorca +++

Das Flugunglück vom Sonntag auf Mallorca ist möglicherweise auf menschliches Versagen zurückzuführen. Nach der Befragung der ersten Augenzeugen deute alles darauf hin, dass sich die Piloten des Hubschraubers und des Kleinflugzeuges nicht gesehen hätten, berichteten Medien der spanischen Urlaubsinsel am Dienstag unter Berufung auf die Ermittler. Es gebe keine Hinweise auf ein technisches Versagen. Bis zur Ermittlung der genauen Unfallursache dürften aber Monate vergehen, hieß es.

Beim Unglück waren alle sieben Insassen der beiden Maschinen ums Leben gekommen. Unter den Opfern war eine vierköpfige Familie aus München, die anlässlich des 43. Geburtstages des Vaters einen Inselrundflug über Mallorca gebucht hatte. Das Ehepaar, dessen elfjähriger Sohn und die neunjährige Tochter, die zur bekannten Unternehmerfamilie Inselkammer gehörten, waren nach der Kollision zwischen den Orten Inca und Costitx auf der Stelle tot.

Die anderen Opfern waren Berichten zufolge der italienische Pilot des Hubschraubers der Firma Rotorflug Helicopters aus Friedrichsdorf bei Frankfurt/Main sowie zwei Spanier, die in dem Ultraleichtflugzeug unterwegs waren. Regionalpräsidentin Francina Armengol rief für die Balearen eine dreitägige Trauer bis Mittwoch aus.

+++ 27.08.2019: Augenzeugenberichte zum dramatischen Helikopter-Absturz auf Mallorca +++

Am Sonntag, dem 25. August 2018, wollte die Familie des Münchner Unternehmers August Inselkammer Jr. den 43. Geburtstag des Familienvaters in einem exklusiven Restaurant auf Mallorca feiern - doch die vierköpfige Familie kam bei einem tragischen Flugzeugabsturz ums Leben. Die "Bild" hat die letzten Stunden im Leben der Münchner Familie rekonstruiert. Demnach wollte die Familie des Bauunternehmers die 80 Kilometer Weg vom Hotel zum Restaurant per Helikopter zurücklegen. Vier befreundete Personen der Familie seien aus Platzmangel in einem zweiten Helikopter auf das Auto als Transportmittel ausgewichen. Kurz nach dem Start des Helikopters sei der Hubschrauber dann mit einem Ultraleichtflugzeug kollidiert, das kurz zuvor vom Flughafen Binissalem gestartet war. Augenzeugen schilderten die dramatischen Szenen des Absturzes - der Flügel des Flugzeuges habe die Rotorblätter des Hubschraubers touchiert, woraufhin beide Maschine zerbarsten und abstürzten.

+++ 26.08.2019: Neue Details! Münchner Familie bei Heli-Crash auf Mallorca ums Leben gekommen +++

Nach der tödlichen Kollision eines Hubschraubers mit einem Kleinflugzeug steht die beliebte Ferieninsel Mallorca mitten in der Urlaubssaison unter Schock. Unter den sieben Toten sind auch vier Deutsche, wie das Auswärtige Amt am Montag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Es handele sich um ein Ehepaar aus München sowie dessen elfjährigen Sohn und die neunjährige Tochter, teilte ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamts mit.

Die Familie habe anlässlich des 43. Geburtstages des Vaters einen Inselrundflug gebucht, berichtete die "Mallorca Zeitung". Sie habe wie schon mehrmals zuvor in einer luxuriösen Hotelfinca nahe Manacor im Osten der Baleareninsel Urlaub gemacht, hieß es.

Das Paar und die beiden Kinder gehören zur bekannten Münchner Unternehmerfamilie Inselkammer, der unter anderem eine Brauerei sowie ein Unternehmen zur Produktion von Fertighäusern gehört. "Durch einen tragischen Unfall" habe das Unternehmen Isartaler Holzhaus seinen geschäftsführenden Gesellschafter sowie dessen Frau und deren Kinder verloren, hieß es in einer Stellungnahme der Familie.

Die anderen Opfern waren Berichten zufolge der italienische Helikopterpilot und zwei Spanier, die in dem Ultraleichtflugzeug unterwegs waren. Der Italiener, der mit einer Deutschen verheiratet gewesen sein soll, arbeitete für die Firma Rotorflug Helicopters aus Friedrichsdorf bei Frankfurt/Main, die den tödlichen Absturz eines ihrer Hubschrauber bestätigte. Die Ursache für die Kollision zwischen den Orten Inca und Costitx im Inselinneren war am Tag nach der Tragödie weiter unklar. Die Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen.

Derweil kommen immer mehr Details zu dem Horror-Crash ans Tageslicht. Der Hubschrauber mit den Deutschen war demnach vom Flugplatz Son Bonet in der Nähe der Hauptstadt Palma gestartet, wo die bei Touristen beliebten Inselrundflüge üblicherweise beginnen. Das Ultraleichtflugzeug ging in Binissalem nordöstlich davon in die Luft. Besonders schrecklich: Die Ehefrau des erfahrenen Flugzeugpiloten, der aus Valencia stammt, musste den Zusammenstoß vom Boden aus mitansehen, wie mallorquinische Medien übereinstimmend schrieben.

Der Zusammenstoß passierte in einer ländlichen Region. Wrackteile des Helikopters lagen in der Nähe einer alten Landstraße. Das Kleinflugzeug stürzte auf das Gelände einer Finca, wie Sebastià Oriol, Dezernent für Sicherheit der Gemeinde Inca, dem Lokalsender IB3 sagte. Naheliegende Häuser wurden nur knapp verfehlt. Einzelteile der Fluggeräte wurden später in weitem Umkreis gefunden: Reste der Rotorblätter, Teile der Türen, ein Flugbuch auf einem Dach, ein kleiner blauer Höhenmesser neben einem verdorrten Zweig auf dem Boden.

"Ich habe einen Hubschrauber über meinem Haus fliegen gesehen, wenige Sekunden später ist ein tieffliegendes Flugzeug aufgetaucht und die beiden sind zusammengestoßen", zitierte das "Diario de Mallorca" einen Augenzeugen. Es habe einen schrecklichen Knall gegeben. "Das Flugzeug ist auf einer Finca hinter meinem Haus heruntergekommen", sagte der Mann. Ein anderer Anwohner erzählte, er habe beobachtet, wie der Hubschrauber mit seinen Rotorblättern einen Flügel des Ultraleichtfliegers berührt habe, der daraufhin zerbrochen sei.

Die Zeitung "Ultima Hora" zitierte einen weiteren Zeugen: "Einige junge Leute sind losgerannt, um den Opfern zu helfen." Das Kleinflugzeug habe in Flammen gestanden, und sie hätten versucht, es zu löschen. "Als die Feuerwehrmänner ankamen, hatten die Jungs das Feuer bereits mehr oder weniger unter Kontrolle." Für die Insassen sei aber jede Hilfe zu spät gekommen.

Rundflüge mit Helikoptern oder Kleinflugzeugen über Mallorca werden mittlerweile von zahlreichen Firmen angeboten. Dabei geht es, so schreibt "Rotorflug" auf seiner Homepage, "von Palma, entlang der beeindruckenden Steilküste im Westen, durch die Serra de Tramuntana, über kilometerlange Strände, versteckte Buchten, quirlige Häfen, pittoreske Bergdörfer und unentdeckte Landschaften im Landesinneren". Die Kosten auf drei Routen von 15 bis 30 Minuten liegen zwischen 87 bis 167 Euro - Heli-Rundflüge sind also längst nicht mehr nur für Millionäre erschwinglich.

Regionalpräsidentin Francina Armengol rief am Montag offiziell drei Tage Trauer in der Region aus. Am Montagmittag wurde am Regierungssitz von Mallorca eine Schweigeminute abgehalten, auch die Verwaltung der Nachbarinsel Ibiza beteiligte sich. Neben dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez haben mehrere spanische Spitzenpolitiker den Familien der Toten ihr Beileid ausgedrückt.

+++ 26.08.2019: LKA: Oberbayerische Familie stirbt bei Unfall auf Mallorca +++

Bei den vier Deutschen, die bei einem Unfall mit einem Hubschrauber auf Mallorca gestorben sind, handelt es sich um eine Familie mit Wohnsitzen in den Landkreisen München und Bad Tölz-Wolfratshausen. In dem Helikopter, der am Sonntag nahe der Stadt Inca im Inneren der Mittelmeerinsel mit einem Kleinflugzeug kollidiert war, befanden sich ein Ehepaar im Alter von 43 und 41 Jahren sowie dessen elfjähriger Sohn und neunjährige Tochter, wie ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamts am Montag mitteilte.

Das Kleinflugzeug mit laut Balearen-Regierung zwei Menschen an Bord - vermutlich Spanier - war aus zunächst unklaren Gründen mit dem Hubschrauber zusammengestoßen. Der Pilot des Helikopters war Berichten zufolge Italiener. Beide Fluggeräte gingen in Flammen auf. Überlebende gab es nicht. Die deutsche Firma Rotorflug Helicopters bestätigte den Absturz eines ihrer Hubschrauber. "Die Unfallursache ist noch völlig unklar", teilte das Unternehmen mit Hauptsitz in Friedrichsdorf bei Frankfurt/Main mit.

+++ 26.08.2019: Trauer um Münchner Unternehmer-Familie nach Hubschrauber-Absturz +++

Bei den vier Deutschen, die bei dem Hubschrauber-Absturz auf Mallorca ums Leben kamen, soll es sich dem "Focus" zufolge um Angehörige einer namhaften Unternehmer-Familie aus München handeln. Der tödlich verunglückte Familienvater, der Medieninformationen zufolge der Chef einer Fertighausfirma gewesen sein soll, sei an seinem 43. Geburtstag mit seiner Ehefrau und den beiden Töchtern gestorben. Die verunglückten Personen seien mit weiteren bekannten Unternehmern aus dem Raum München verwandt, darunter Brauerei-Inhaber und Oktoberfest-Wirte.

+++ 26.08.2019: Hubschrauber-Absturz auf Mallorca - vier Deutsche unter den Opfern +++

Der Pilot des Hubschraubers, in dem sich die vier Deutschen befanden, war Berichten zufolge Italiener. In dem Flugzeug saßen laut Balearen-Regierung zwei Menschen - vermutlich Spanier. Das Unglück hatte sich am frühen Sonntagnachmittag aus zunächst unbekannter Ursache nahe der Stadt Inca im Inneren der Mittelmeerinsel ereignet. Beide Fluggeräte gingen in Flammen auf. Überlebende gab es nicht.

+++ 26.08.2019: Ursache für Helikopter-Absturz auf Mallorca bisher unbekannt +++

Die deutsche Firma Rotorflug Helicopters bestätigte den tödlichen Absturz eines ihrer Hubschrauber. "Die Unfallursache ist noch völlig unklar", teilte das Unternehmen mit Hauptsitz in Friedrichsdorf bei Frankfurt/Main mit. "Das Luftfahrt-Bundesamt sowie das Bundesamt für Flugunfalluntersuchung wurden bereits durch die Rotorflug informiert. Die Behörden nehmen die Ermittlungen auf." Rotorflug bietet laut Webseite Rundflüge über Mallorca an - auf drei Routen von 15 bis 30 Minuten für 87 bis 167 Euro.

+++ 26.08.2019: Spanische Regierung äußert sich bestürzt zum Hubschrauber-Absturz +++

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb auf Twitter: "Meine Solidarität und mein Beileid für die Familien der Opfer dieses tragischen Unfalls." Balearen-Präsidentin Francina Armengol erklärte: "Wir sind besorgt und entsetzt über den Unfall. Unsere Gedanken sind bei den Opfern."Sie rief in der Region eine dreitägige Trauer aus.

+++ 26.08.2019: Deutsche Millionärsfamilie kam vom Mittagessen auf Finca +++

Wrackteile des Helikopters lagen in der Nähe einer alten Landstraße. Das Kleinflugzeug stürzte auf das Gelände einer Finca, wie Sebastià Oriol, Dezernent für Sicherheit der Gemeinde Inca, dem Lokalsender IB3 sagte. Nahe liegende Häuser seien nicht getroffen worden, schrieb die Zeitung "Ultima Hora". Laut "Bild"-Zeitung kam die deutsche Familie gerade vom Mittagessen auf einer Finca.

Unter den Bewohnern der Region herrsche Bestürzung, berichtete das "Diario de Mallorca". Ein Mann berichtete von einem "schrecklichen Knall". Augenzeugen seien mit eigenem Gerät zur Unglücksstelle gelaufen und hätten begonnen, die Flammen zu löschen, bevor die Rettungsdienste eintrafen. Zur Unfallstelle geeilte Ärzteteams hätten aber nichts mehr für die Verunglückten tun können.

fka/bua/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser