29.07.2019, 09.02 Uhr

Mann in New York vor Gericht: Babys sterben qualvollen Hitzetod im Auto, während Vater arbeiten geht

Immer wieder wird in den Medien davor gewarnt, dass es im Sommer in Autos lebensbedrohlich heiß werden kann. Ein junger Vater verdammte seine Zwillingstöchter zum Tod, als er sie auf dem Rücksitz vergaß und arbeiten ging. Nun steht er vor Gericht.

Das Kind bei den Temperaturen im Auto zu vergessen ist für die meisten Eltern eine Horrorvorstellung. Bild: adobestock/tiagozr

Juan Rodriguez muss sich vor Gericht dafür verantworten, seine beiden Töchter Luna und Phoenix getötet zu haben. Die kleinen Mädchen waren gerade einmal ein Jahr alt. Doch wie konnte es passieren, dass der junge Vater seine Töchter dem Hitzetod preisgab?

Vater vergisst Zwillinge in überhitzem Auto - Babys sterben qualvoll

Als der Vater nun tränenüberströmt vor Gericht stand, erklärte er dem Richter, dass es sich um einen grauenvollen Unfall handelt, berichtet der britische "Mirror". Ihm werden Totschlag und fahrlässiger Mord in zwei Fällen vorgeworfen. Doch es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass er den Tod zu verantworten hat.

Als Rodriguez am Morgen zur Arbeit fuhr, vergaß er, dass sich seine Töchter noch im Auto befanden und trat eine 8-Stunden-Schicht an, während draußen die Sommersonne bei 30 Grad Celsius das Auto in einen Kochtopf verwandelte. "Ich dachte, ich hätte sie in der Kita abgesetzt, bevor ich mich zur Arbeit gemacht habe", sagte der am Boden zerstörte Mann der Polizei.

Von den Nachbarn als liebevoller Vater wahrgenommen

Als der Vater nach dem Ende seiner Schicht zum Auto zurückkehrte und losfuhr, bemerkte er die Kinder mit Schaum vor dem Mund. Er stoppte umgehen, rief den Notarzt und bat um Hilfe. Doch für die beiden Mädchen kam jede Hilfe zu spät. Der Pathologe stellte später eine Körperkerntemperatur von 42 Grad Celsius fest.

Die Nachbarn des Mannes beschrieben Juan Rodriguez als fürsorglichen Vater. Seine Frau befürchtet, dass er ohne psychologische Hilfe Probleme bekommen wird, mit dieser Tragödie weiterzuleben. Bis zu seiner Verhandlung am 1. August wurde er für 100.000 US-Dollar Kaution auf freien Fuß gesetzt.

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luj/news.de

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