29.07.2019, 11.18 Uhr

Falkensteiner Höhle auf der Schwäbischen Alb: Rettung geglückt! Auch zweiter Mann aus Wasserhöhle befreit

Starker Regen ließ das Wasser in der Falkensteiner Höhle auf der Schwäbischen Alb ansteigen - zwei Männer wurden darin eingeschlossen. Am Morgen danach konnte das Rettungsteam die beiden Männer schließlich aus der Höhle befreien.

In der Falkensteiner Höhle in Baden-Württemberg sind zwei Menschen von ansteigenden Wassermassen überrascht und dadurch eingeschlossen worden. Bild: Krytzner / SDMG / picture alliance / dpa

Aufatmen im Höhlen-Drama in Baden-Württemberg: Nachdem am Morgen bereits der Höhlenführer (37) aus der Falkensteiner Höhle bei Reutlingen gerettet werden konnte, ist nun auch der Tourist (25) wieder frei. Das sagte der Einsatzleiter der Bergwacht an der Falkensteiner Höhle in Baden-Württemberg der Deutschen Presse-Agentur am Montagvormittag. Steigende Wassermassen hatten den beiden Höhlengängern in Baden-Württemberg am Sonntagabend den Rückweg ins Freie abgeschnitten und einen Großeinsatz von Rettungskräften ausgelöst.

2 Männer in Falkensteiner Höhle eingeschlossen - Rettungsaktion auf der Schwäbischen Alb geglückt

Die beiden Männer saßen den Angaben zufolge etwa 650 Meter tief in der Falkensteiner Höhle fest. Vier Höhlenretter drangen zu ihnen vor und versorgten sie in der sogenannten Reutlinger Halle, einem größeren Hohlraum, mit Wärmedecken und warmem Essen. Etwa 80 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Höhlenrettung waren zum Einsatzort bei Grabenstetten geeilt.

Zweiter Höhlengänger wurde am Vormittag gerettet

Der zweite in einer Höhle auf der Schwäbischen Alb eingeschlossene Mann wurde am Montagvormittag gerettet. Das sagte der Einsatzleiter der Höhlenrettung, Michael Hottinger, am Morgen. Die Polizei teilte bei Twitter mit, dass der Mann von Rettungstauchern betreut werde und es ihm gut gehe. Steigende Wassermassen hatten zwei Höhlengängern in Baden-Württemberg am Sonntagabend den Rückweg ins Freie abgeschnitten und einen Großeinsatz von Rettungskräften ausgelöst. 

Höhlen-Guide und Tourist in Not - Höhenrettung übt Kritik

Bei den Eingeschlossenen handelte es sich laut Polizei um einen 37-jährigen Höhlen-Guide aus der Region sowie einen Kunden (25). Für den Einstieg bei steigendem Wasser kritisierte Jens Hornung von der Malteser Höhenrettung den verantwortlichen Höhlenführer: "Da kommt man als Profi nicht drauf", erklärte er.Auch der Bürgermeister von Grabenstetten, Roland Deh (parteilos), kritisierte die Aktion. "Das war eine Dummheit", sagte er am Montagmorgen. Die Tour sei "ein bissle leichtsinnig und nicht gut durchdacht" gewesen, fügte er hinzu.

Zwei Männer in beliebtem Touristenziel wegen Wasseranstieg eingeschlossen

Die Falkensteiner Höhle liegt auf der Schwäbischen Alb zwischen Grabenstetten und Bad Urach und ist ein beliebtes Touristenziel. Auf der Tourismus-Webseite der Stadt Bad Urach heißt es, sie sei eine "aktive Wasserhöhle", aus der der Fluss Elsach ins Freie entspringe. Und: Touren in die Höhle seien nicht ungefährlich. "Bei erwartetem Starkregen und Gewittern sind keine tiefen Touren in die Falkensteiner Höhle möglich. Zu empfehlen ist eine Tour (...) mit einem erfahrenen Höhlen-Guide."

Um die Höhle begehen zu dürfen, bedarf es laut der Polizeiverordnung von Grabenstetten einer Genehmigung. Höhlengänger müssen dafür eine geeignete Versicherung vorweisen. Die Genehmigung ist für ein Jahr gültig. Sie kostet kommerzielle Anbieter 200 Euro und Privatleute 20 Euro.

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loc/news.de/dpa

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