26.07.2019, 14.01 Uhr

Krankheitserreger im Wasser: Schöne Sch****! Fäkalien im Bodensee machen Schwimmer krank

Bei den aktuellen Temperaturen sind die Einwohner von Friedrichshafen am Bodensee eigentlich zu beneiden, da sie mit dem See eine tolle Möglichkeit haben, sich abzukühlen. Nun meldet das örtliche Gesundheitsamt aber ein Vielzahl von Erkrankungen. In den Stadtteilen Manzell und Fischbach ergingen Badeverbote.

Am Bodensee gilt stellenweise ein Badeverbot wegen krankheitserregenden Fäkalien im Wasser. Bild: picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Je größer ein Gewässer ist, umso länger dauert es, bis es sich in der Sonne aufheizt. Davon profitieren in der Regel die Einwohner von Friedrichshafen am Bodensee jeden Sommer. Doch nun wurde das gewohnte kühle Nass für viele Schwimmer zum Auslöser von Erbrechen und Durchfall, wie in der "Bild" zu lesen ist.

Schnelle Maßnahmen konnten Schlimmeres verhindern

Nachdem sich die Meldungen häuften, schaltete sich das Gesundheitsamt ein und reagierte schnell und konsequent. Schnell wurde entdeckt, dass aus einem zulaufenden Bach dunkles und schlecht riechendes Wasser in den See einfloss. Daraufhin wurden sofort entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

In Kooperation mit dem Landratsamt und der Wasserschutzpolizei wurden dann nahegelegene Strandabschnitte gesperrt. Währenddessen klagten immer mehr Menschen über Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. In de Regel scheinen die Symptome aber nach einem Tag wieder zu verschwinden.

Um welchen Erreger es sich handelt ist bisher unbekannt

Im Rahmen der Ursachenermittlung wurden auch Wasserproben genommen. Diese werden im Labor analysiert. Doch bisher lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, welche Infektion sich die über 100 Badegäste zugezogen haben. Als Ursache wird ein verstopfter Mischwasserkanal angenommen, der inzwischen gereinigt wurde. So sollte kein weiteres Klärwasser in den See fließen.

Die Labore konnten bisher die gefährlicheren Erreger ausschließen, sind sich aber nicht sicher, um was es sich genau handelt. Deswegen bleiben die Badeverbote vorerst bis Montag den 29. Juli bestehen. Auch Ärzte und Krankenhäuser in der Region sind angewiesen, die Laborergebnisse ihrer Untersuchungen an die entsprechenden Behörden weiterzuleiten.

luj/loc/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser