28.07.2019, 07.19 Uhr

Wetter im Juli 2019 aktuell: Alarmstufe ROT nach Hitze-Rekord! HIER drohen heute heftige Unwetter

Die Temperaturen sinken. Das geht mit teils heftigen Gewittern einher. Für kommende Woche wird ganz normaler Sommer erwartet. Das verrät die aktuelle Wettervorhersage für Deutschland.

Die Unwetter-Gefahr steigt in den kommenden Tagen. Bild: AdobeStock/ Stephanie Eichler

Nach den Rekordhitze-Tagen sind die Temperaturen in Deutschland zurückgegangen - allerdings begleitet von teils heftigen Gewittern. Besonders in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hatten schon am Freitagabend und Samstagvormittag heftiger Regen und Sturm Schäden angerichtet. Es blieb zunächst bei umgestürzten Bäumen und abgedeckten Hausdächern. Vorsorglich wurden in Trier zwei Open-Air-Konzerte vom Amphitheater kurzfristig in die Arena Trier verlegt, wie der Veranstalter am Samstag mitteilte.

Nach Prognosen des Deutsche Wetterdienstes bleibt es am Sonntag nur im Nordwesten meist trocken. In der Südhälfte sowie östlich der Elbe kann es Schauer und Gewitter geben, die wie schon am Samstag unwetterartig ausfallen können. Im Süden sowie an der Ostsee werden 21 bis 27 Grad, überall sonst 25 bis 32 Grad erreicht.

Hitze in Deutschland! Hitzerekord aus dem Jahr 2015 eingestellt

Die historische Hitze der vergangenen Tage hat auch bei der Deutschen Bahn einige Probleme wie Verspätungen und Zugausfälle verursacht. "Der Hitzerekord mit über 40 Grad hat auch unsere Technik an die Grenzen gebracht - sowohl bei den Zügen, als auch im Schienennetz", sagte ein Bahn-Sprecher. Deshalb habe es am Freitag auch mehr Störungen als sonst gegeben. Am Samstag seien der Fern-, Nah- und Güterverkehr indes sehr stabil angelaufen.

Entgegen ersten Ankündigungen muss das Atomkraftwerk Grohnde in Niedersachsen trotz der Hitzewelle nicht abgeschaltet werden. Die Temperatur in der Weser sei weniger stark gestiegen als befürchtet, teilte der Betreiber Preussen Elektra am Samstag mit.

Wetter im Juli 2019 aktuell: Hitze grillt Deutschland

Der DWD selbst schrieb zu den Ergebnissen am Abend: "Heiß, heißer, Deutschland - Ein Tag für die Wettergeschichte". Demnach wurden an 25 Messstationen 40 Grad oder mehr gemessen, an 15 Stationen wurde der Rekordwert aus Kitzingen übertroffen. Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg twitterte: "Vorläufiger neuer deutscher Hitzerekord... 42,6°C! Über 2° wärmer als der alte Rekord. Der gestern aufgestellt wurde..."

Die Grünen fordern hitzefrei und Homeoffice-Recht

Angesichts der Rekordhitze schreiben die Grünen in einem "Hitzeaktionsplan", die Klimakrise sei eine Gefahr für die menschliche Gesundheit - und fordern Konsequenzen etwa für Arbeitnehmer. Das Recht auf Arbeit von Zuhause wollen die Grünen demnach für alle Beschäftigten, "sofern dem keine betrieblichen Gründe entgegenstehen". Wer im Freien arbeite und deswegen der Hitze besonders ausgesetzt sei, müsse "bei gesundheitsgefährdender Hitze" ein Recht auf Hitzefrei bekommen.

Wettervorhersage für Deutschland aktuell: DWD warnt vor heftigen Gewittern

Die neue Woche startet am Montag im Westen und Südwesten oft überwiegend trocken. Auf Gewitter und lokale Unwetter mit Starkregen und Hagel müssen sich die Menschen in Ostbayern und zwischen Erzgebirge und Mecklenburg-Vorpommern einstellen. Die Höchstwerte liegen zwischen 24 und 30 Grad, wobei es im Osten örtlich auch etwas heißer werden kann.

Der Dienstag wird den Meteorologen zufolge bei Werten bis 32 Grad generell wieder freundlicher - meist heiter bis wolkig, im Bereich der Oder sowie östlich davon kann es aber auch einzelne Schauer und Gewitter geben. Ab Mittwoch greift dann ein neues Tief auf Deutschland über und bringt erneut Schauer und Gewitter.

FOTOS: Hitze-Sommer 2019 SO schwitzt Deutschland
zurück Weiter Bei der Hitze im Park zu liegen ist für viele der optimale Umgang mit der Hitze, wenn keine Arbeit anliegt. (Foto) Foto: picture alliance/Jörg Carstensen/dpa Kamera

Unwetter-Gefahr steigt! HIER erwartet der DWD Starkregen und Gewitter

Vor allem im Südwesten und Westen Deutschlands steigt laut "weather.com" die Unwetter-Gefahr. Ab dem Nachmittag erwartet man Starkregen, Hagel und Gewitter. Auch stürmische Böen oder Sturmböen (65 bis 85 km/h) sind laut DWD möglich. Zudem warnte der Deutsche Wetterdienst für den Westen, Südwesten und Süden Deutschlands erneut vor extremer Hitze.

fka/sba/news.de/dpa

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