25.07.2019, 11.43 Uhr

Dreiste Krebs-Lüge: Über 16.000 Euro! Betrügerin wollte sich Traumhochzeit erschwindeln

Der Wohltätigkeitsverein "Wish For A Wedding" ermöglicht es todkranken Menschen, noch vor dem Ende ihres Lebens zu heiraten. Doch diese Hilfsbereitschaft wurde nun ausgenutzt. Mit gefälschten Dokumenten wollte eine Frau eine Traumhochzeit im Wert von über 16.000 Euro bekommen.

Mit einer Krebs-Lüge versuchte ein Frau in GB sich für ihre Hochzeit Geld zu erschleichen. Bild: adobestock/simonovstas

Die Wünsche von Sterbenden oder Todkranken haben für ihre Mitmenschen ein besonderes Gewicht. Besonders Schwerkranke, die ihren Todeszeitpunkt absehe können, wollen oftmals noch einen Meilenstein im Leben erreichen. Eine weit entfernte Insel sehen, mit einem Fallschirm springen oder eine Hochzeit sind dann mögliche Wünsche.

Wohltätigkeitsverein von Krebs-Lüge erschüttert

Um den Wunsch, das Leben nicht unverheiratet zu beenden, zu erfüllen, unterstützen Projekte wie "Wish For A Wedding" die Betroffenen sowohl organisatorisch als auch finanziell. Doch auch solche Organisationen sind nicht sicher vor Betrügern, die bereit sind, sich schamlos jeden möglichen Vorteil zu erschleichen.

Der "DailyStar" berichtete jetzt von Carla Louise Evans aus Newport, die sich bei dem Projekt meldete und behauptete, Blasenkrebs zu haben, dem ein Leberversagen folgt. Eine Hochzeit ohne Hilfe sei für sie aussichtslos, da sie nur über eine kleinen Geldbetrag verfüge.

Krebs-Lüge fliegt auf, als gefälschte Dokumente geprüft werden

Auf Grund von Routine-Checks und Rücksprachen mit dem Krankenhaus und dem behandelnden Arzt stellte sich jedoch schnell heraus, dass Carla Louise Evans weder in Behandlung ist, noch dass sie überhaupt eine Krebs-Erkrankung habe. Daraufhin informierte das Wohltätigkeitsprojekt die Polizei.

Das örtliche Gericht sieht den Fall sehr Ernst. Wegen der hohen Summe, um die es bei dem Betrug geht, ist der Fall keine Bagatelle. Deswegen wurde die Sache an den "Crown Court" weitergereicht, der sonst nur für Gewalttaten wie Raub oder Mord herangezogen wird. Im schlimmsten Fall drohen ihr bis zu drei Jahren Haft. Ohne Vorstrafen kann sie aber auch auf Bewährung freikommen.

luj/fka/news.de

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