16.07.2019, 14.00 Uhr

Suzanne Eaton tot auf Kreta: Mord an Dresdner Wissenschaftlerin aufgeklärt - Täter (27) hat gestanden

Nachdem die Wissenschaftlerin Suzanne Eaton auf Kreta tot aufgefunden worden, ermittelten die Behörden mit Hochdruck in dem Mordfall. Jetzt hat ein Verdächtiger den Mord an der gebürtigen US-Amerikanerin gestanden.

Dr. Suzanne Eaton wurde tot auf Kreta aufgefunden. Dort befand sie sich auf einer wissenschaftlichen Konferenz. Bild: picture alliance/Biotechnologisches Zentrum der TU Dresden/dpa

Der Mord an der Dresdner Wissenschaftlerin Suzanne Eaton ist offenkundig geklärt: Ein 27 Jahre alter Mann von der griechischen Insel Kreta hat den Mord gestanden, wie die Polizei der westkretischen Hafenstadt Chania am Dienstag mitteilte.

Die Leiche der gebürtigen US-Amerikanerin war Montag vergangener Woche gefunden worden. Eaton stammte aus Oakland im Bundesstaat Kalifornien. Sie arbeitete im Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden.

"Er hat gestanden und wird (am Dienstagnachmittag) der Justiz vorgeführt", erklärte ein Polizeisprecher bei einer Pressekonferenz auf Kreta, die vom Fernsehen übertragen wurde. Eaton hatte an einem Expertentreffen in der kleinen Hafenstadt Kolymbari teilgenommen und war am 4. Juli zu einer Wanderung aufgebrochen, von der sie nicht zurückkehrte. Wanderer fanden die Leiche in der Grotte nahe der Ortschaft Maleme, rund achteinhalb Kilometer von Kolymbari entfernt.

Mit Suzanne Eaton verliert die Wissenschaft eine wertvolle Forscherin

Eaton stammte aus Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien. Sie hatte im Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden gearbeitet. Im Gründungsjahr des Instituts kam sie nach Dresden, wo ihr Mann einer der Direktoren ist. Mit ihrem Team forschte sie an Fruchtfliegen, wie Zellen miteinander kommunizieren, um Gewebe einer bestimmten Größe und Form zu bilden.

Das Max-Planck-Institut sprach der Familie Beileid aus. "Wir können diese schockierende und schreckliche Tragödie immer noch nicht begreifen." Weiter heißt es im Statement: "Wir können die Untersuchungen am besten unterstützen und ihren Erfolg gewährleisten, indem wir helfen, wichtige und akkurate Informationen zu finden und zu kommunizieren und irreführende oder spekulative Verwirrung zu vermeiden."

luj/loc/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser