10.07.2019, 09.19 Uhr

Baby in Sachsen-Anhalt ausgesetzt: Ausgesetztes Neugeborenes - Mutter gefunden, Ermittlungen dauern an!

Ein neugeborener Säugling wurde in Osterwieck in einem Hauseingang liegend gefunden. Das Kind konnte vor den kühlen Temperaturen gerettet werden. Die Polizei ermittelt nun nach der Mutter.

In Sachsen-Anhalt wurde ein ausgesetztes Neugeborenes gefunden. Was eine Mutter zu so einer Tat treibt, bleibt meist ungeklärt.  Bild: picture alliance/Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

In Sachsen-Anhalt ist ein neugeborenes Kind ausgesetzt worden. Der männliche Säugling wurde am Dienstagmorgen im Hauseingang eines Mehrfamilienhauses in Osterwieck im Landkreis Harz gefunden, wie die Polizei mitteilte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Körpertemperatur des Jungen sei auf 29 Grad gesunken, es habe aber keine Lebensgefahr bestanden.

Inzwischen Mutter ermittelt - Hintergrund unklar

Wenige Stunden nach dem Fund des Säuglings ist die Mutter des Jungen ermittelt worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers vom Dienstag ist davon auszugehen, dass die 30 Jahre alte Mutter selbst das Kind ausgesetzt hat. Was genau passiert ist, sei aber noch unklar und müsse ermittelt werden.

Eltern sind nicht bekannt - Polizei bat um Mithilfe

Wer den Säugling ausgesetzt hatte, blieb zunächst ebenso unbeantwortet wie die Frage nach der Mutter des Kindes. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung habe man die Mutter noch nicht ermitteln können, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagnachmittag. "Die Ermittlungen dauern an."

Die Beamten der Polizeiinspektion Magdeburg bitten Zeugen, sich telefonisch unter der Rufnummer 0391 / 546 5196 zu melden. Jeder Hinweis sei wichtig und werde genau geprüft, sagte der Polizeisprecher. Die Beamten hoffen, dass jemand gesehen hat, wer das Kind in dem Hauseingang abgelegt hat, und die Person möglicherweise beschreiben kann. Auch sonstige Hinweise zu den möglichen Eltern seien wichtig, betonte der Polizeisprecher. Es handele sich um einen sehr ungewöhnlichen Fall.

Der Fall erinnert an ein Fall von Kindstod vor zwei Jahren

Der Säugling bleibe zunächst in der Klinik. Es gehe ihm gut, er sei stabil, sagte der Polizeisprecher.

Vor rund zwei Jahren hatte in Sachsen-Anhalt der Fund eines toten Babys in Weißenfels für Aufsehen gesorgt. Die Mutter konnte bis heute nicht ermittelt werden. Auch Reihengentests, für die mehrere Hundert Frauen Speicheltests abgeben mussten, brachten keinen Erfolg. Die Babyleiche war im April 2017 entdeckt worden.

luj/loc/news.de/dpa

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