02.07.2019, 18.22 Uhr

Blow-ups 2019 aktuell: Auf diesen Autobahnen gelten wegen der Hitze Tempolimits

Wenn die Temperaturen weiter über die 30 Grad hinausklettern, leiden nicht nur Mensch und Tier, sondern auch Fahrbahnen in Deutschland. Gefährliche Blow-ups sind die Folge. Welche Straßen betroffen sind und wie Sie sich verhalten sollten, lesen Sie hier.

Blow-ups auf Autobahnen können zur tödlichen Gefahr werden. Bild: dpa

Bereits im vergangenen Jahr setzte die Hitze zahlreichen Straßen gehörig zu. Und auch in diesem Jahr scheint die Gefahr nicht gebannt. Die ersten Blow-ups 2019 sorgen für Straßenschäden und Tempolimits auf deutschen Autobahnen.

Blow-ups und Hitzeschäden 2019: Das sollten Autofahrer bei Hitze beachten

Blow-ups treten bei Temperaturen ab etwa 30 Grad auf und stellen eine Gefahrenquelle dar. Durch langanhaltende Hitze verformt sich die Fahrbahn. Während sich Asphalt wölbt, brechen Betonstraßen einfach auf. Betroffen sind vor allem ältere Autobahnabschnitte aus Beton und insbesondere solche mit Fugen, Nahtstellen und Reparaturen. Asphaltfahrbahnen sind von Blow-ups dagegen nicht betroffen. In Deutschland bestehen 30 Prozent der Fahrbahnen aus Beton, in Bayern sogar 50 Prozent. Der ADAC empfiehlt, dass Autofahrer besonders vorsichtig fahren sollten und sowohl Geschwindigkeitsbegrenzung und auch Abstand zum Vordermann einhalten.

Motorradfahrer sollten Blow-up-Straßen meiden

Vor allem Motorradfahrern sollten bei den heißen Temperaturen Straßen meiden, auf denen Blow-ups drohen. Die gefährlichen Rissen und Abplatzungen auf den Straßen entstehen, wenn sich bei Hitze einzelne Betonplatten aufwölben oder übereinander schieben. Damit die Blow-ups nicht zur Unfallfalle werden, ist meist auf den betroffenenStrecken die maximale Geschwindigkeit begrenzt. "Autofahrer sollten sich dringend an das Tempolimit halten", sagte einADAC-Sprecher. "Außerdem sollen sie mehr Abstand zum Vordermann lassen".

Eine Liste von besonders gefährdeten Streckenabschnitten hat der Autoclub nicht, betonte aber, dass in den vergangenen Jahren viele der betroffenem Autobahnen entweder saniert oder durch sogenannte Entlastungsschnitte gegen Hitzeschäden fit gemacht wurden.

Lesen Sie auch:Darf man die Scheibe einschlagen, um ein Kind zu retten?

Blow-ups 2019 aktuell: Sperrungen und Tempolimits auf DIESEN Autobahnen in Deutschland

+++ 01.07.2019:A1 bei Lübeck wegen Hitzeschäden voll gesperrt +++

Hitzeschäden bremsen derzeit vor allem Ostsee-Urlauber: Die A1 in Lübeck ist am Montag in Richtung Norden wegen Hitzeschäden voll gesperrt worden. Die Sperrung zwischen den Anschlussstellen Lübeck-Moisling und Lübeck-Zentrum gilt bis Dienstag, 9.00 Uhr, wie die Polizei mitteilte. Die Umleitung führt durch das Lübecker Stadtgebiet. Aufgrund der Sperrung müsse mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden, teilte die Polizei weiter mit. Ortskundige wurden gebeten, den Bereich großräumig zu umfahren. Nach Angaben der Polizei war durch die Hitze ein Stück Beton gesprungen, dieses drückte sich hoch.

+++ 25.06.2019:Hitzeschäden auf Autobahnen im Osten befürchtet - Neue Tempolimits +++

Wegen der hohen Temperaturen müssen sich Autofahrer im Süden von Sachsen-Anhalt auf zusätzliche Tempolimits auf Autobahnen einstellen. Auf mehreren geschädigten Abschnitten der Autobahnen 9 und 38 gelten bis auf weiteres Geschwindigkeitsbegrenzungen, wie der Chef der Landesstraßenbaubehörde, Uwe Langkammer, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Dies seien Vorsichtsmaßnahmen. Der Hintergrund: Dort können geschädigte Betondecken bei anhaltend hohen Temperaturen abrupt aufbrechen und sich anheben (Blow up).

Betroffen sei die A9 zwischen dem Schkeuditzer Kreuz und Halle - dort gilt Tempo 120. Ein Limit von 100 Kilometern pro Stunde wurde für die A9 in Richtung München zwischen Naumburg und Droyßig sowie rund um Weißenfels festgelegt. Auf der A38 müssen Autofahrer in beiden Richtungen zwischen Merseburg-Süd und Merseburg-Nord langsamer fahren sowie in Richtung Leipzig zwischen Lützen und der Grenze zu Sachsen. Im Sommer 2015 hatte die Hitze die A9 bei Bad Dürrenberg aufgewölbt. Der Abschnitt wurde gesperrt und wochenlang repariert.

bua/fka/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser