30.06.2019, 21.13 Uhr

Altersarmut: Es wird NOCH schlimmer als Sie denken!

Liebe ArbeitnehmerInnen: Gehören Sie auch zu denjenigen, die 40 Stunden die Woche arbeiten und unter 2.000 Euro Brutto im Monat verdienen? Herzlichen Glückwunsch zur Altersarmut!

Armut im Alter Bild: picture alliance/Martin Gerten/dpa

"Was läuft in Deutschland falsch?", fragt sich so manch einer. Die Grenzen zwischen Arm und Reich scheinen immer weiter auseinanderzudriften. Laut einer Studie gibt es in unserem Land knapp 1,4 Millionen MillionärInnen, die sich mit Sicherheit wenig Sorgen um ihre Absicherung im Alter machen. Dem gegenüber stehen beispielsweise HandwerkerInnen, VerkäuferInnen oder FriseurInnen. Dies sind ehrbare Berufe, die der Allgemeinheit dienen und die den Motor unserer Wirtschaft und unseres Wohlstandes darstellen. Aber reich wird von diesen ArbeitnehmerInnen keiner. Hinzu kommt, dass es dank des kärglichen Lohns, der sich im Bereich von 1.500 bis 2.000 Euro monatlich bewegt, kaum möglich ist, etwas für das Alter beiseitezulegen.

Hätte man nur "etwas Gescheites" gelernt!

Durch die Presse ging unlängst die Aussage einer Mutter, die ihre Tochter mit erhobenen Zeigefinger im Supermarkt ermahnte, sie solle lieber besser in der Schule aufpassen, sonst müsste sie später als Wurstverkäuferin hinter der Theke arbeiten. Sicherlich ist es nicht die feine englische Art, eine dermaßen herablassende Äußerung zu machen, dennoch zeigt sie uns auch die bittere Realität.

Es ist noch schlimmer, als Sie denken

In Wahrheit ist es nämlich so, dass die Verkäuferin in unserem Beispiel vermutlich bis 67 in ihrem Beruf arbeiten wird, im Durchschnitt 18.000 Euro Bruttojahresgehalt haben wird und sich je nach Jahrgang mit einer Rente zwischen 622 und 724 Euro zufriedengeben muss. Ja, da kann man die Mutter schon verstehen, dass sie ihre Tochter vor diesen düsteren Zukunftsaussichten bewahren möchte. Die Lösung scheint ja in Sicht zu sein: die Respektrente. Hubertus Heil ist hier der "Heilbringer" für rund 3,7 Millionen Beschäftigte. Vielleicht sollte jedoch einfach recht schaffende Arbeit vernünftig bezahlt werden?

guru/add/news.de

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