27.06.2019, 12.10 Uhr

The Masked Singer: Völlig verrückt, aber besser als GNTM

Wenn ProSieben ein neues Format gleich auf dem Sendeplatz des Quotenhits GNTM ausstrahlt, muss an der Sendung etwas dran sein. Und wirklich: Die Musikshow "The Masked Singer" hat das Zeug, zur Kultsendung zu werden. Was ist das Besondere an der irren Primetime-Unterhaltung aus Südkorea?

"The Masked Singer" stammt ursprünglich aus Südkorea. Dort läuft die Sendung unter dem Namen The King of Mask Singer bereits seit dem Jahr 2014. Für deutsche Fernsehzuschauer ist das Spektakel auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig. Das Format kommt schrill, laut und leicht absurd daher: Maskierte Promis – die nicht zwangsläufig Sängerinnen oder Sänger sein müssen – werben bei schrägen Gesangsauftritten um die Gunst des Publikums und der Jury. Mindestens ebenso schräg wie die Kostümierung der maskierten Stars ist das Drumherum. Überraschungsgäste sorgen für unerwartete Aha-Momente.

Wer steckt hinter der Maske?

Ähnlich wie bei GNTM oder IBES bleibt auch bei "The Masked Singer" am Ende nur Eine/Einer übrig. Der Weg dahin ist gepflastert mit Überraschungen am laufenden Band. Die Zuschauer bestimmen nach jeder Show, welcher maskierte Star den Heimweg antreten muss – selbstverständlich ohne zu wissen, um wen es sich handelt. Es darf also munter drauflos spekuliert werden, wer hinter der Maske steckt. Die Demaskierung am Ende der Show ist das Highlight der Sendung. Der abgewählte Star zeigt sein wahres Gesicht.

Matthias Opdenhövel lockt auch konservative Zuschauer vors Gerät

ProSieben hat sich für das Erfolgsformat "The Masked Singer" die Dienste von Matthias Opdenhövel gesichert. Der sympathische Moderator sorgt dafür, dass die Show bei aller Schrillheit nicht völlig entgleitet. Selbst konservative Zuschauer, die es traditionell eher etwas ruhiger mögen, kommen bei der Moderation Opdenhövels auf ihre Kosten. Schließlich möchte ProSieben, dass das Format wie bereits zuvor in Südkorea, China, Thailand und den USA zu einer Erfolgsstory à la GNTM oder IBES wird.

guru/add/news.de

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