16.06.2019, 14.03 Uhr

Verkehrssicherheit: Verkehrsstrafen - Sorgt die finanzielle Bestrafung wirklich für Ihre Sicherheit?

Sind Verkehrsstrafen gerecht? Zum "Tag der Verkehrssicherheit" wurde über Sicherheit und Vergleichbarkeit von Geldstrafen gesprochen.  

Ordnungsgelder als Verwarnung Bild: picture alliance/Christoph Soeder/dpa

Am Samstag, dem 15. Juni 2019, fand erneut der alljährliche Tag der Verkehrssicherheit statt. Das Motto lautete auch diesmal wieder: „Gemeinsam für mehr Sicherheit". Schließlich ist die Liste der Verkehrsdelikte lang. Interessant sind jedoch auch das Ranking der Delikte und die Höhe der Strafen für Ordnungswidrigkeiten.

Was verdient der Staat an Ordnungswidrigkeiten?

Die Liste der häufigsten Ordnungswidrigkeiten wird von Parkverstößen angeführt. Hier greift der Staat mit fünf bis 35 Euro pro Ordnungswidrigkeit zu. Lassen die Beamten das betreffende Fahrzeug abschleppen, kommen noch weit höhere Ausgaben auf die Falschparker zu. An zweiter Stelle stehen Geschwindigkeitsüberschreitungen, welche die Bürger fünfzehn bis 680 Euro kosten können sowie im schlimmsten Fall vier Punkte in Flensburg und ein dreimonatiges Fahrverbot nach sich ziehen. An dritter Stelle im Ranking folgt die Missachtung der Vorfahrt. Zehn bis 360 Euro werden bei Verstößen in diesem Bereich fällig. Vier Punkte und ein Monat Fahrverbot können die Folge sein. Für viele Menschen sind jedoch die Kriterien bei der Punkteverteilung und der Ermessensspielraum der Zuständigen nur schwer nachvollziehbar. Auch die Länge der Fahrverbote scheint einigen zu kurz und anderen zu lang zu sein. Können hier die Organisatoren des bekannten Verkehrssicherheitstags für Klarheit und Verständnis sorgen?

Sorgt die finanzielle Bestrafung wirklich für Ihre Sicherheit?

Es ist schwer nachvollziehbar, wenn Parkverstöße finanziell schwerer ins Gewicht fallen als die genommene Vorfahrt. Schließlich möchten Sie ja eventuell lediglich Brötchen vom Bäcker holen – aus drei Minuten sind vier geworden – und plötzlich ist das Knöllchen unter dem Scheibenwischer festgeklemmt oder kommt gar noch per Post.

Das Fazit des unnötig teuren Brötchenkaufs

In solchen Fällen werden die Organisatoren des Tages der Verkehrssicherheit wohl noch einige Überzeugungsarbeit leisten und verständlich erklären müssen, warum Sie beim Brötchenholen den Verkehr gefährden und gegebenenfalls härter bestraft werden, als derjenige, der die Vorfahrt von rechts missachtet.

guru/add/news.de

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