13.06.2019, 14.21 Uhr

Mord auf Zypern: Serienkiller auf Ferieninsel! Leiche von Mädchen (6) gefunden

Auf Zypern hat ein Serienkiller sein Unwesen getrieben. Taucher haben in einem See nun sein siebtes Opfer geborgen. Das sechsjährige Mädchen wurde in einem Beton-Koffer versenkt. Welches Motiv hat der Mörder?

Taucher haben in einem See auf Zypern das siebte Opfer eines Serienmörders geborgen. Bild: PhilipposChristou/dpa

In einem Baggersee auf der Mittelmeerinsel Zypern sind am Mittwoch (12.06.2019) die Überreste eines sechsjährigen Mädchens geborgen worden. Berichten der zyprischen Polizei zufolge, sei sie das siebte Opfer eines Serienmörders. Ein 35-jähriger Hauptmann der Nationalgarde hatte im Vorfeld exakt sieben Morde gegenüber der Polizei gestanden. Fast zwei Monate dauerte die Suche nach den Leichen.

Serienkiller versenkt Mädchenleiche in See versenkt

Taucher entdeckten am Mittwoch in einem Baggersee bei Nikosia die Überreste der Sechsjährigen. Sie war dort in einem mit Beton beschwerten Koffer versenkt worden. Die Funksprüche der beiden Unterwasser-Experten, welche den See nach der Leiche durchsuchten, zeigt wie emotional dieser Fall die Zyprioten trifft. "Zünde eine Kerze an", funkte am Mittwochmittag einer der beiden seinem Kollegen am Ufer des Sees. "Mache ich - aber warum?" - "Für das Kind. Ich halte es in meinen Armen, Eduard. Ich halte es im Arm, sage ich dir."

Opfer nur"Menschen zweiter Klasse"?

Bereits seit 2016 soll der35-jährige mutmaßliche Täter unentdeckt gemordet haben. Bei den Opfern handelt es sich um fünf Haushaltshilfen aus Asien und Rumänien, von denen zwei jeweils eine Tochter im Alter von sechs und acht Jahren hatten. Den Behörden wurde im Zusammenhang dessen vorgeworfen, sie hätten frühzeitige Vermisstenmeldungen ignoriert, weil es sich bei den Ausländerinnen um "Menschen zweiter Klasse" gehandelt habe. Im Zuge dessen ist der zyprische Justizminister bereits im Mai zurückgetreten, und der Polizeichef von Nikosia wurde gefeuert.

Täter kontaktierte Opfer zuvor im Internet

In einer verlassenen Erzgrube sind am 14. April Touristen auf die erste Leiche gestoßen. Nur fünf Tage später ist der Hauptmann der Nationalgarde festgenommen und verhört worden. Da er im Internet Kontakt zum ersten Opfer, wie auch zu weiteren vermissten Frauen aufgenommen hatte sind die Beamten ihm auf die Spur gekommen. Anschließend wurden weitere Leichen in zwei Baggerseen gefunden.

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kjf/bua/news.de/dpa

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