07.06.2019, 12.03 Uhr

Flixbus-Crashs auf der Autobahn: 2 Reisebusse auf Autobahn verunglückt - Reisende äußern harsche Kritik

Ein Bus fährt einem Lastwagen auf, ein anderer fängt Feuer: In der Nacht zu Mittwoch bleiben in Deutschland gleich zwei Reisebusse liegen. Dass im brennenden Bus niemand verletzt wird, ist der Fahrerin zu verdanken.

Gleich zwei Reisebusse sind in der Nacht zu Mittwoch nicht wie geplant ans Ziel gekommen. Bild: dpa

Gleich zwei Reisebusse sind in der Nacht zu Mittwoch nicht wie geplant ans Ziel gekommen. Bei Bremen musste eine Fahrerin ihren Bus wegen eines Feuers stoppen, nördlich von Karlsruhe fuhr ein Reisebus einem Lastwagen auf. Das Unternehmen Flixbus, für das beide Busse unterwegs waren, bedauerte beide Zwischenfälle in einer Stellungnahme.

Bei dem Unfall auf der Autobahn 5 bei Weingarten im Landkreis Karlsruhe seien drei Menschen schwer verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen. Ein Schwerverletzter musste demnach von der Feuerwehr aus dem Bus befreit werden. In Lebensgefahr war er nach ersten Informationen nicht. Außerdem seien drei Menschen mittelschwer und und eine Person leicht verletzt worden. Rettungskräfte brachten sie in Krankenhäuser.

Flixbus-Crash auf der Autobahn 5 bei Weingarten: Fahrer trifft keine Schuld

Die Feuerwehr brachte die übrigen 39 Insassen des Busses, der laut Flixbus von München in Richtung Amsterdam unterwegs war, in eine Halle nach Weingarten, wo sie zunächst betreut und später von einem Ersatzbus abgeholt werden sollten. Die A5 war auf Höhe der Unfallstelle in Richtung Nord am Morgen noch vollgesperrt. Wie lange die Sperrung andauern würde, war zunächst nicht absehbar, eine Umleitung war eingerichtet.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei traf den Fahrer des Busses keine Schuld am Unfall. Demnach hatte der Lastwagen auf einen Parkplatz fahren wollen, dann aber wegen eines ungünstig dort geparkten Lastwagens erkannt, dass er nicht auf den Parkplatz einfahren konnte. Daraufhin zog der Fahrer von der Abfahrt zurück auf den rechten Fahrstreifen, wo ihm der Reisebus nicht mehr ausweichen konnte.

Keine Verletzten bei Flixbus-Brand auf Autobahn A1

Keine Verletzten gab es bei einem zweiten Zwischenfall in der Nacht. Ein Reisebus, der von Bremen nach Hamburg fahren sollte, musste nach nur wenigen Kilometern am Bremer Kreuz auf der A1 halten. Die Busfahrerin hatte mehrere aufblinkende Warnleuchten bemerkt und war daraufhin an den Straßenrand gefahren. Zum Glück der Fahrgäste:Denn als sie den Bus von Außen kontrollierte, fiel ihr ein Feuer im Motorraum auf.

Sie evakuierte den Bus, noch bevor das Feuer in den Innenraum vordrang. Alle 26 Insassen blieben deshalb unverletzt. Die Feuerwehr brachte sie zur nächstgelegenen Raststätte, wo ein anderer Bus des Unternehmens sie aufnahm und nach Hamburg brachte. Die Polizei sperrte die A1 für wenige Minuten komplett, ein Fahrstreifen blieb länger gesperrt. Gegen fünf Uhr gaben die Beamten die Autobahn wieder voll frei. Flixbus kündigte an, den Brand in Zusammenarbeit mit den Behörden zu untersuchen.

Bittere Kritik von Reisenden nach Flixbus-Unfall auf Autobahn A5

Nach dem schweren Unfall eines Flixbus-Reisebusses auf der Autobahn A5 wird jetzt seitens der Reisenden Kritik laut. Im "Kölner Stadt-Anzeiger" meldete sich eine Passagierin, die zum Zeitpunkt des Busunfalls an Bord des Reisebusses saß. Demnach hätte sich das Busunternehmen nicht um die Passagiere gekümmert, nachdem ein Lkw mit dem Gefährt auf der Autobahn zusammenstieß. Zwar ließ das Busunternehmen mitteilen, ein Mitarbeiter sei zu der Unglücksstelle geschickt und die Fahrgäste mit Informationen versorgt worden, doch eine angebliche Hotline für die vom Unfall betroffenen Fahrgäste sei nicht erreichbar gewesen. Darüber hinaus habe es sich der jungen Frau zufolge über Stunden hingezogen, bis die Passagiere neue Tickets erhielten.

rut/news.de/dpa

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