05.06.2019, 23.11 Uhr

Sexarbeit: Internationaler Hurentag – ein Statement gegen Diskriminierung und Ausbeutung

Es geht nicht nur um Lust und Sex! Es geht um Anerkennung, Wertschätzung und Rechte! Der internationale Hurentag ist immer noch nicht allen Menschen geläufig, obwohl die Tradition schon seit rund 45 Jahren besteht.

Sexarbeit Bild: picture alliance / Patrick Seeger/dpa

Der Hurentag ist denen gewidmet, die oftmals unter ausbeuterischen Lebens- und Arbeitsbedingungen ihrem Gewerbe nachgingen und -gehen. Auch heute gibt es noch Zwangsprostituierte, die unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten müssen. Doch das Geschäft mit der Liebe wird mittlerweile auch von Menschen betrieben, die sich gerne und freiwillig als SexarbeiterInnen betätigen. Die gesellschaftliche Stigmatisierung ist jedoch immer noch groß und der breite Diskurs leider oftmals wenig differenziert.

Lohnt sich Sexarbeit?

Eine Pauschalantwort kann man nicht geben. Es kommt ganz darauf an, welche Praktiken angeboten und wie viele Freier empfangen werden. Ein problematischer Punkt: Das Aussehen bestimmt den Preis. Selbstverständlich gilt jedoch auch hier, dass verschiedene Menschen verschiedene Vorlieben haben. Allerdings hat eine Studie aus den USA bewiesen, dass vor allem blonde Personen mit einer Körbchengröße von mindestens D die besten Preise erwirtschaften. Des Weiteren kann eine erfahrene Escort-Lady, die über einen konstanten Kundenstamm verfügt, ganz andere Preise verlangen, als zum Beispiel eine Person, die ausschließlich Oralsex mit Kondom anbietet. Das Spektrum der Verdienstmöglichkeiten ist genauso vielfältig, wie die Praktiken, die angeboten werden.

Prominente Kunden zahlen für Diskretion

Auch zahlreiche prominente Menschen gehen zu SexarbeiterInnen. Dabei ist absolute Diskretion gewünscht. Eine weitere Sichtweise ergibt sich, wenn man Menschen – ebenfalls Prominente – betrachtet, die unter Sexsucht leiden. Bekannte Hollywoodgrößen, wie Charlie Sheen oder Michael Douglas, bekannten sich schon vor einiger Zeit zu ihrer Sucht und den Besuchen von SexarbeiterInnen. An der darauffolgenden Medienreaktion konnte man sehen, wie undifferenziert das Thema Sexarbeit betrachtet wird.

guru/add/news.de

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