02.06.2019, 16.40 Uhr

Katzen: Katzeninvasion! – Unsere Vierbeiner rotten die Vogelwelt aus

Sie sind unterschätzt und gefährlich! Mega-Killer mit Spaß am Töten. Die Katzen.

Katzen rotten Vögel aus Bild: picture alliance/Hauke-Christian Dittrich/dpa

In Deutschland leben zurzeit rund 8,2 Millionen Katzen. Auf 10 Personen kommt also rund 1 Katze. Zu viele für unsere heimischen Vögel. Diese sind vom Überleben bedroht!

Katzen töten aus Spass

Von wegen, liebe Schmusekatzen! Wenn Katzen erst Mal ihrem Instinkt folgen, kennen sie keine Gnade mehr. Trotzdem, dass Katzen hierzulande von ihren Herrchen meist übermässig gehegt, umsorgt und ausreichend gefüttert werden, muss ihr Jagdinstinkt gestillt werden. Sie können natürlich nichts dafür, der Instinkt ist ihnen schliesslich angeboren und auch nach Tausenden Jahren noch immer voll intakt.

Naturschützer fordern Katzenverbot

Nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt, wollen Naturschützer den Katzen an den Kragen. Die Forderungen sind unterschiedlich und reichen von Hausarrest bis komplettes Katzenhaltungsverbot.
Gemäss der Weltnaturschutzunion ist die aus Afrika stammende Hauskatze weltweit auf der Liste der 100 gefährlichsten invasiven Arten. Peter Berthold, Deutschlands bekanntester Ornithologe, meint sogar: «Sie ist der grosse Feind der Artenvielfalt.»

Katzen in Australien leben gefährlich

Besonders prekär ist die Lage in Neuseeland, Australien und Ozeanien. Gab es dort doch bis zur Ankunft der Europäer im 17. Jahrhundert kaum Landraubtiere. Heute sind dort schon rund 30 Vogel-, Reptilien- und Säugetierarten komplett ausgelöscht. Australien fackelt nicht lange und hat nun offiziell die Jagd auf verwilderte Katzen eröffnet. Rund 2 Millionen Katzen will die Regierung bis 2020 durch Gift oder Abschuss eliminiert haben.

 

Gibt es bald keine Amseln und Meisen mehr?


Die süssen Amseln, Meisen und Spatzen sind besonders von den vierbeinigen Raubtieren bedroht. Natürlich sind schwache und kranke Tiere besonders leichte Beute, doch sind Katzen bei ihrer Jagd nicht sonderlich wählerisch und nehmen alles, was sich nicht schnell genug in Sicherheit bringen kann.

 

Was tun, um die Vögel zu schützen?


Auch wenn diese Erkenntnisse erschreckend für die Vogelwelt sind und die Artenvielfalt geschützt werden muss: Katzenhalter müssen ihre Freigänger-Katzen nun nicht dauerhaft in geschlossenen Räumen einsperren. Sie mehr spielerisch zu fordern oder ihnen ein Glöckchen um den Hals zu hängen, wäre ein erster Schritt. Für Katzen ist ein Glöckchen als Begleiter zwar eine Umstellung aber sie gewöhnen sich, gemäss Madeleine Geiger von der Zürcher Forschungsgemeinschaft für Stadtökologie und Wildtierforschung SWILD, schnell daran.

MN/add/news.de

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