31.05.2019, 15.07 Uhr

Terrorangst in Lyon: Attentäter von Lyon als Terrorverdächtiger in U-Haft

Mit Fahndungsbildern hat die Polizei nach einem Mann gesucht, der in Lyon vor einer Bäckerei einen Sprengsatz deponiert haben soll. Die Polizei verhaftete mehrere Tatverdächtige. Mutmaßlicher Attentäter gesteht Zugehörigkeit.

In der Innenstadt von Lyon (Frankreich) wurden bei einer Explosion mehrere Menschen verletzt. Bild: Sebastien Erome / AP / picture alliance / dpa

Bei einer Explosion in der Innenstadt der südfranzösischen Stadt Lyon wurden am frühen Freitagabend mindestens 13 Menschen verletzt. Glücklicherweise schwebe niemand in Lebensgefahr. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem Täter.

Mehrere Verletzte nach Explosion in Lyon - Ort des Geschehens abgesperrt

Die Pariser Staatsanwaltschaft bestätigte, Anti-Terror-Spezialisten hätten die Ermittlungen übernommen. Der Sender Franceinfo berichtete unter Berufung auf das französische Innenministerium, dass am Tatort ein Beutel oder Koffer, der einen Sprengsatz mit Schrauben enthalten haben soll, explodiert sei. Die Polizei fahndet nach einem Tatverdächtigen. Die Umstände der Tat müssten nun genau untersucht werden, so Collomb nach dem Klinikbesuch.

Terrorangst nach Explosion in Lyon - Alle Informationen im News-Ticker

+++ 31.05.2019: Explosion von Lyon: Terror-Verdächtiger soll in U-Haft +++

Der mutmaßliche Attentäter von Lyon soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft genommen werden. Der 24 Jahre alte Verdächtige werde nun einem Ermittlungsrichter vorgeführt, teilte der Pariser Anti-Terror-Staatsanwalt Rémy Heitz am Freitag in Paris mit.

Der Tatverdächtige hatte gestanden, am vorherigen Freitag einen selbst gebauten Sprengsatz vor der Filiale einer Bäckerei-Kette in einer Einkaufsstraße der südostfranzöschen Metropole platziert zu haben. Bei den Ermittlern gab der aus Algerien stammende Mohamed M. ebenfalls an, Anhänger der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) zu sein.

Bei dem Anschlag wurden nach neuesten Angaben der Staatsanwaltschaft 14 Menschen verletzt, bisher war von 13 die Rede gewesen. Anti-Terror-Spezialisten ermitteln unter anderem wegen versuchter Tötung in Verbindung mit einem terroristischen Vorhaben.

Der Verdächtige sei im August 2017 mit einem Touristenvisum nach Frankreich gekommen und habe derzeit keine gültigen Papiere, berichtete die Staatsanwaltschaft. Frankreich wird seit Jahren von einer islamistischen Terrorwelle erschüttert. Dabei wurden rund 250 Menschen getötet.

+++ 31.05.2019: Attentäter ist Anhänger der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) +++

Der mutmaßliche Attentäter von Lyon ist eigenen Angaben nach ein Anhänger der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS). Mehrere französische Medien hatten zuvor berichtet, dass der 24 Jahre alte Hauptverdächtige die Tat gestanden habe.

+++ 27.05.2019:Polizei nimmt vier Verdächtige nach Explosion von Lyon fest +++

Knapp drei Tage nach einer Explosion mit 13 Verletzten im französischen Lyon hat die Polizei mehrere Verdächtige festgenommen. Unter ihnen sei auch der mutmaßliche Täter, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Außerdem wurden noch drei weitere Verdächtige festgesetzt - dabei handelt es sich Berichten zufolge um Familienangehörige des Hauptverdächtigen. Dieser soll aus Algerien stammen.

Die Ermittler hatten nach der Explosion am Freitagabend im Zentrum der Stadt im Südosten Frankreichs mit Fotos nach einem Mann gesucht. Der Tatverdächtige habe eine Papiertüte mit dem Sprengsatz vor einer Bäckerei im Zentrum der Stadt abgestellt und sei danach wieder auf sein Fahrrad gestiegen und weggefahren, so die Staatsanwaltschaft. Die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft führt die Ermittlungen.

Frankreich wird seit Jahren von einer islamistischen Terrorwelle erschüttert. Dabei wurden rund 250 Menschen getötet.

Bei dem nun festgenommen mutmaßlichen Täter handelt sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um einen 24-Jährigen. Er wurde am Montagmorgen an einem Busausgang aufgegriffen. Einsatzkräfte durchsuchten seine Wohnung. Der Lyoner Bürgermeister Gérard Collomb sagte dem Sender BFMTV, dass der Tatverdächtige Informatikstudent sei und der Polizei zuvor nicht bekannt war. Er soll aus Algerien stammen - die Staatsanwaltschaft äußerte sich dazu nicht.

Medienberichten zufolge handelt es sich bei den anderen beiden Verdächtigen um die Mutter und den Vater des mutmaßlichen Täters und einen jüngeren Bruder. Dieser sei am Montag an seiner Oberschule festgenommen worden. Auch eine Schwester wurde verhört, hieß es.

Die Hintergründe der Tat waren noch unklar. Allein die Tatsache, dass jemand mitten am Tag in einer belebten Straße eine solche Tat verübe, reiche für Anti-Terror-Ermittlungen aus, hatte Staatsanwalt Rémy Heitz am Samstag erklärt. Die Explosion wurde mit einem Fernzünder ausgelöst. In der abgestellten Tüte waren Objekte aus Metall. Bei der Detonation wurden insgesamt 13 Menschen verletzt - darunter auch ein Kind. Elf Menschen mussten in Kliniken gebracht werden, die meisten von ihnen wurden aber schnell wieder entlassen.

Die Explosion traf Frankreich kurz vor der Europawahl. Im Land wurden auch Erinnerungen an den Terroranschlag in Straßburg vom Dezember wach. Der mutmaßliche Islamist Chérif Chekatt hatte in der Innenstadt der elsässischen Metropole das Feuer eröffnet - es starben fünf Menschen, zudem wurden zahlreiche verletzt.

+++ 27.05.2019: Zweiter Verdächtiger nach Explosion von Lyon festgenommen +++

Nach einer Explosion mit mehreren Verletzten im französischen Lyon sind zwei Verdächtige festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft teilte am Montag mit, dass der mutmaßliche Täter gefasst sei. Der 24-Jährigen sei am Montagmorgen in Lyon festgenommen worden. Später ergänzte der Lyoner Bürgermeister Gérard Collomb, eine "zweite Person" sei festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft bestätigte dies.

Der Sender Franceinfo berichtete, bei dem Tatverdächtigen handele es sich um einen Studenten aus Algerien. Seine Wohnung werde durchsucht. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich dazu nicht.

Bei der Explosion am Freitagabend im Zentrum der südostfranzösischen Stadt waren 13 Menschen verletzt worden. Die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. Mithilfe von Sicherheitskameras konnte ein Teil des Weges des mutmaßlichen Täters nachverfolgt werden, wie Chef-Ermittler Rémy Heitz erklärt hatte.

Der Tatverdächtige habe eine Papiertüte mit dem Sprengsatz vor der Bäckerei im Zentrum der Stadt abgestellt und sei danach wieder auf sein Fahrrad gestiegen und habe denselben Weg zurück genommen. Die Ermittler veröffentlichten mehrere Fotos des mutmaßlichen Täters.

+++ 27.05.2019: Mutmaßlicher Täter nach Explosion von Lyon festgenommen +++

Nach einer Explosion mit mehreren Verletzten im französischen Lyon ist der mutmaßliche Täter festgenommen worden. Der 24-jährige Mann sei seit Montagmorgen in Polizeigewahrsam, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Er werde verdächtigt, Urheber des Anschlags zu sein, und wurde in Lyon festgenommen. Zuvor hatte Innenminister Christophe Castaner erklärt, dass die Polizei einen Verdächtigen festgenommen habe, ohne weitere Details zu nennen.

Bei der Explosion am Freitagabend im Zentrum der südostfranzösischen Stadt waren 13 Menschen verletzt worden. Die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein. Mithilfe von Sicherheitskameras konnte ein Teil des Weges des mutmaßlichen Täters nachverfolgt werden, wie Chef-Ermittler Rémy Heitz erklärt hatte.

Der Tatverdächtige habe eine Papiertüte mit dem Sprengsatz vor der Bäckerei im Zentrum der Stadt abgestellt und sei danach wieder auf sein Fahrrad gestiegen und habe denselben Weg zurück genommen. Die Ermittler veröffentlichten mehrere Fotos des mutmaßlichen Täters.

+++ 25.05.2019, 12.49 Uhr: Chef-Ermittler: Hintergrund der Explosion in Lyon noch unklar +++

Nach der Explosion mit mehreren Verletzten in Lyon ist der Hintergrund der Tat noch unklar. Es habe sie noch niemand für sich beansprucht, sagte Staatsanwalt Rémy Heitz in einem Statement am Samstagmittag. Aber allein die Tatsache, dass jemand mitten am Tag in einer belebten Straße eine solche Tat verübe, reiche für Anti-Terror-Ermittlungen aus. Die Staatsanwaltschaft ermittle wegen versuchten Mordes im Zusammenhang mit einem terroristischen Hintergrund.

Zur Identität des mutmaßlichen Täters machte Heitz keine Angaben. Die Ermittler fahnden nun nach einem Verdächtigen. Bei der Explosion im Zentrum von Lyon waren am Freitag 13 Menschen verletzt worden. Die Ermittler fahnden nun nach einem Verdächtigen.

+++ 25.05.2019, 10.20 Uhr: Bürgermeister von Lyon: Noch drei Verletzte nach Explosion in Klinik +++

Nach Angaben des Bürgermeisters der französischen Großstadt noch drei Verletzte in einem Krankenhaus behandelt. Zwei von ihnen hätten leichte Verletzungen, einer etwas schwerere erlitten, sagte das Stadtoberhaupt und ehemaliger französischer Innenminister Gérard Collomb am Samstag nach einem Besuch in der Klinik dem Fernsehsender BFMTV. Die Menschen hätten bei der Explosion einen Schock erlitten. Sie könnten das Krankenhaus bald verlassen. Collomb zeigte sich angesichts der geringen Zahl an Verletzten erleichtert: "Es hätte schlimmer kommen können."

+++ 25.05.2019: Ermittler suchen nach Explosion in Lyon Tatverdächtigen +++

Die örtliche Präfektur in Lyon hat Gerüchte dementiert, wonach es in der südostfranzösischen Stadt weitere Explosionen gegeben haben soll. Das teilte die Präfektur der Region Auvergne-Rhône-Alpes am Freitagabend via Twitter mit. Nutzer wurden aufgefordert, keine falsche Informationen über die sozialen Netzwerke zu verbreiten. Die Präfektur hatte zuvor bestätigt, dass bei einer Explosion in der Lyoner Innenstadt mindestens acht Menschen verletzt wurden.

Nach einer Explosion in Lyon mit mehreren Verletzten wird immer noch nach einem Tatverdächtigen gefahndet. Die französische Justizministerin Nicole Belloubet sagte am Freitagabend dem Nachrichtensender BFMTV, es sei zu früh zu sagen, ob es sich um einem Terroranschlag handele. Zuvor hatte die Pariser Staatsanwaltschaft bestätigt, dass Anti-Terror-Spezialisten die Ermittlungen übernommen hätten. Die Regierung sei "äußerst schockiert" über die Tat in Lyon, sagte die Ressortchefin.

Polizei veröffentlicht nach Explosion in Lyon Foto von Verdächtigem

Nach einer Explosion in der Innenstadt von Lyon fahndet die französische Polizei mit einem Foto nach einem Verdächtigen. Auf dem am späten Freitagabend veröffentlichtem Bild ist ein Mann zu sehen, der eine dunkle Sonnenbrille trägt und ein Fahrrad schiebt. Seine Mundpartie ist vermummt. Er trägt kurze, helle Hosen und ein langärmeliges dunkles Oberteil. Das Motiv des Mannes, der laut Medien rund 30 Jahre alt sein soll, blieb zunächst unklar. Es handelt sich um das Standbild der Aufnahme einer Sicherheitskamera. Die Polizei rief Zeugen, die Hinweise zu dem Mann geben können, dazu auf, sich zu melden.

Ein Mann mit einem Fahrrad soll in der Nähe einer Bäckerei einen Sprengsatz deponiert haben. Der Verdächtige sei von Überwachungskameras gefilmt worden, sagte der Bezirksbürgermeister von Lyon, Denis Broliquier, dem TV-Sender BFM kurz vor der offiziellen Veröffentlichung des Bildes. Das Foto kursierte zuvor bereits in französischen Medien.

Explosion in der Innenstadt von Lyon - Macron spricht von "Angriff"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach der Explosion in Lyon von einem "Angriff" gesprochen. Es sei zum jetzigen Zeitpunkt nichts über Todesopfer bekannt, sagte er im Interview des YouTubers Hugo Travers. Nach Angaben der Präfektur wurden bei der Explosion in der ostfranzösischen Stadt am frühen Abend acht Menschen verletzt. Die Staatsanwaltschaft geht nach Medienberichten dem Verdacht einer Briefbombe nach.

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loc/news.de/dpa

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