23.05.2019, 14.58 Uhr

Zu Tode geliebt: Extra eingeschläfert! Tote Besitzerin mit Hund bestattet

Die Liebe zum Tier scheint ungebrochen, auch nach dem Tod? In der US-Stadt Richmond hat eine Hundebesitzerin ihren Vierbeiner einschläfern lassen, um ihn auch unter der Erde bei sich zu haben. Ist das wirklich legal?

In Richmond hat eine Hundebesitzerin ihren Vierbeiner einschläfern lassen, um gemeinsam beerdigt zu werden. Bild: dpa

Ist das wirklich noch Liebe? Wenn persönliche Bedürfnisse über dem Wohlergehen des Tieres stehen, wird es schwer von Tierliebe zu sprechen. Wenn ein gesundes Tier aber eingeschläfert werden muss, um mit dem Herrchen oder Frauchen in die Kiste zu wandern, dann wird es grotesk.

Mein letzter Wille: Tötet Emma!

In Richmond im US-Bundestaat Virginia hat die Besitzerin eines Hundes in ihrem Testament verfügt, nach ihrem Tod den gesunden Shih Tzu-Mischling zu töten und gemeinsam mit ihr zu beerdigen. Das Tierheim "Chesterfield Animal Shelter", welches den kleinen Vierbeiner nach dem Tod der Besitzerin beherbergte, versuchte noch den Tod von Hundedame Emma zu verhindern. Sie wollten den Testamentsvollstrecker davon überzeugen, dass es nicht richtig sei, ein gesundes Tier aus solchen Gründen einzuschläfern. Aber keine Chance! "Letztendlich sind sie am 22. März zurückgekommen und haben den Hund eingelöst", zitiert die Nachrichtenseite "NBC12" die Leiterin des Tierheims. Ein Szenario, das den Mitarbeitern das Herz gebrochen habe.

Wir müssen draußen bleiben

Während der "Virginia Cemetery Code" das Begraben von Haustieren mit Menschen auf kommerziellen Friedhöfen verbietet, gibt es Ausnahmen für private und familiengeführte Friedhöfe. Es werden jedoch bereits Stimmen laut, die fordern Gesetze zu erlassen, um die Lücken zu schließen und diese Praxis in Virginia für immer zu beenden.

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kjf/bua/news.de

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