29.05.2019, 13.30 Uhr

Leichenfund in Wien: Rätselhafter Hungertod! Leichen dreier Frauen in Wiener Wohnung aufgefunden

Ein mysteriöser Leichenfund beschäftigt die Polizei in der österreichischen Hauptstadt Wien: Drei tote Frauen sind in einer Wohnung im Wiener Bezirk Floridsdorf entdeckt worden. Eine Obduktion soll die Todesursache klären.

Die Polizei in Wien muss den mysteriösen Fund dreier Frauenleichen aufklären (Symbolbild). Bild: Hans Punz / APA / picture alliance / dpa

Die Leichen von drei Frauen sind in der vergangenen Woche in einer Wohnung inWien gefunden worden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, gingen die Ermittler zunächst davon aus, dass es sich bei den Toten aus dem Bezirk Floridsdorf um eine 45 Jahre alte Frau und ihre etwa 17 Jahre alten Zwillingstöchter handelt.

3 Frauen-Leichen in Wien gefunden - Obduktionen angeordnet

Nähere Hintergründe sowie die Todesursachen waren nach dem Auffinden der Leichen noch völlig unklar, auch die Identitäten der drei Frauen waren nach Polizeiangaben noch nicht bestätigt. Die Obduktionen sollten in den Tagen nach dem Leichenfund durchgeführt werden.

Verweste Leichen beschäftigen Wiener Polizei

Die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete, dass die Leichen schon verwest waren und entsprechend schon länger in der Wohnung lagen. Offensichtliche Verletzungen wiesen sie dem Bericht zufolge nicht auf. Die Polizei sprach in ihrer Mitteilung von "bedenklichen Todesfällen".

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Obduktionsergebnis: Drei Frauen in Wiener Wohnung verhungert

Die drei Frauen, die am Dienstag tot in einer Wohnung in Wien entdeckt wurden, sind verhungert. "Eine gerichtliche Obduktion wurde durchgeführt. Nach aktuellem Stand kann von einem Tod durch Verhungern ausgegangen werden", sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer am Donnerstag der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Spuren einer Vergiftung seien nach einer ersten toxikologischen Untersuchung bei den Leichen, die seit rund zwei Monaten in der Wohnung gelegen haben sollen, nicht entdeckt worden.

Bei den drei Frauen handelte es sich um eine 45 Jahre alte Mutter und ihre 18 Jahre alten Zwillingstöchter, die gebürtige aus Serbien stammten, wie sich im Zuge der Ermittlungen herausstellte. Die Familie war dem Jugendamt bekannt. Den letzten Kontakt gab es im März 2017 wegen des Verdachts der Vernachlässigung. Wie Andrea Friemel von der Wiener Kinder- und Jugendhilfe der APA berichtete, habe sich dieser Verdacht aber nicht bestätigt. "Es waren schüchterne Kinder, ruhige Mädchen in der Pubertät." Die beiden Kinder hätten eine "Entwicklungsverzögerung" aufgewiesen, sagte Friemel.

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loc/news.de/dpa

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