30.04.2019, 14.01 Uhr

Maifeuer am 30.04.2019: Macht die Waldbrandgefahr die Hexenfeuer zunichte?

Vielerorts gehört es zum Brauchtum, in der Nacht zum 1. Mai ein Hexenfeuer zu entzünden. In diesem Jahr sorgten jedoch trockenes Wetter und erhöhte Waldbrandgefahr für Sorge, die Maifeuer könnten abgesagt werden.

Das Maifeuer, auch Hexenfeuer genannt, wird in weiten Teilen Deutschlands gefeiert. Bild: Patrick Pleul / ZB / picture alliance / dpa

Traditionell wird in etlichen Regionen Deutschlands der Monat Mai mit Maifeuern begrüßt, die am Abend des 30. April angezündet werden. Doch in diesem Jahr ist nicht überall in Deutschland sicher, ob die Hexenfeuer stattfinden können - die Trockenheit der vergangenen Wochen hat die Waldbrandgefahr zuletzt ansteigen lassen.

Waldbrandgefahr in Deutschland: Müssen Hexenfeuer ausfallen?

Bereits in der Woche vor dem 1. Mai hielten sich die Behörden zurück, offizielle Entscheidungen bekanntzugeben, ob die Hexenfeuer in der Nacht zum 1. Mai planmäßig stattfinden können. In Hessen beispielsweise gestaltete sich die Wettersituation zuletzt riskant, doch inzwischen können sich Fans des Maifeuer-Spektakels auf die Feierlichkeiten zum 1. Mai freuen.

Entwarnung! Maifeuer können nach Regentagen stattfinden

Dem aktuellen Waldbrand-Gefahrenindex zufolge herrscht in weiten Teilen der Bundesrepublik derzeit die Waldbrandwarnstufe 1, lediglich im Nordosten und Westen Deutschlands gilt aktuell die Waldbrandwarnstufe 2, gebietsweise auch Stufe 3. Demnach herrscht Ende April, wenn die geplanten Maifeuer stattfinden sollen, eine sehr geringe bis geringe Gefahr für Waldbrände in Deutschland - zu verdanken ist dies den Regenfällen am vergangenen Wochenende.

Das ist bei Maifeuern am 30.04.2019 zu beachten

Für die Veranstaltung von Maifeuern gelten übrigens spezielle Vorschriften, wie der MDR Thüringen berichtet. Demnach müssen die Feuerstellen für Maifeuer mit Sicherheitsabstand zu Gebäuden, Straßen und Waldgebieten errichtet werden, außerdem ist eine offizielle Anmeldung der Veranstaltung beim zuständigen Ordnungsamt nötig. Ein Maifeuer dürfen lediglich Vereine oder ähnliche Organisationen veranstalten, Privatpersonen ist die Ausrichtung eines Hexenfeuers nicht gestattet. Neben Löschmitteln für den Ernstfall müssen die Veranstalter dafür sorgen, dass das Feuer bewacht wird.

Was darf beim Hexenfeuer verbrannt werden?

Auf dem "Scheiterhaufen" eines Maifeuers darf neben unbehandeltem Holz auch in Ausnahmefällen Gartenabfall landen, so beispielsweise Abschnitt von Sträuchern. Als nicht gestattetes Brennmaterial wird beispielsweise lackiertes Holz, Müll oder Plastik eingestuft, Brandbeschleuniger wie Benzin oder Öl sind aus Naturschutzgründen ebenfalls tabu. Zudem gelten ähnliche Vorsichtsmaßnahmen wie bei Osterfeuern.

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loc/news.de

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