02.05.2019, 19.15 Uhr

Halima Aden: Muslimin in Hidschab und Burkini ziert "Sports Illustrated"-Cover

Das somalisch-amerikanische Model Halima Aden (21) wird als erste Muslimin in Ganzkörper-Schwimmanzügen - den Burkinis - und mit Hidschab in einer Sonderausgabe des US-Magazins "Sports Illustrated" zu sehen sein.

Sports Illustrated Swimsuit: Muslimisches Modell Halima Aden in Burkini abgebildet Bild: picture alliance/Sonia Moskowitz/Globe Photos via ZUMA Wire/dpa

Halima Aden fühle sich sehr geehrt, dass sich die Zeitschrift entschieden habe, die Schönheit zu zeigen, die "sittsam gekleidete" Frauen besäßen, zitierte der britische Sender BBC das muslimische Modell am Dienstag. Die Fotos werden im jährlichen Bademoden-Magazin "Sports Illustrated Swimsuit" veröffentlicht, das am 08. Mai herauskommt. Auf dessen Titelseite posierten schon Heidi Klum und Popstar Beyoncé. "Sports Illustrated" hat eine vorwiegend männliche Leserschaft.

Halima Aden: Muslimisches Modell in Burkini für "Sports Illustrated"-Cover

Aden wuchs im Flüchtlingslager Kakuma in Kenia auf und kam mit sieben Jahren in die USA. Die Burkini-Fotos entstanden dem Magazin zufolge in Kenia am Strand Watamu Beach nördlich von Mombasa. "Ich denke daran zurück, wie ich als Sechsjährige in dem Land in einem Flüchtlingslager war", sagte das Topmodel demnach während des Shootings. Sie sei aufgewachsen, um den amerikanischen Traum zu leben, und kehre jetzt zurück, um an den schönsten Orten Kenias fotografiert zu werden. "Ich glaube nicht, dass das eine Geschichte ist, die sich irgendjemand ausdenken kann."

Bild: YuTsai Photographer

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Halima Aden auch schon in der "Vogue" abgelichtet

Laut CNN schrieb Aden bereits zuvor Geschichte als muslimisches Model mit Hidschab: Im April 2018 bildete sie die britische "Vogue" auf ihrem Cover als erste Frau mit bedecktem Haar ab. Auch bei der Wahl der Miss Minnesota hatte sie als damals 19-Jährige als erste Frau einen Hidschab getragen und internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Aden habe bewiesen, dass es einen Platz für zurückhaltend auftretende muslimische Frauen in der Modeindustrie gebe, schreibt "Sports Illustrated" auf seiner Webseite.

kum/news.de/dpa

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