24.04.2019, 20.03 Uhr

Unwetter-Warnung aktuell: Achtung, Blutregen! HIER drohen uns schwere Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor schweren Gewittern, teilweise sogar mit Starkregen. In einigen Regionen sei sogar Blutregen möglich. Wo die Unwettergefahr am größten ist, lesen Sie hier.

Nach der Frühlingshitze drohen nun heftige Gewitter. Bild: dpa

Nach dem frühsommerlichen Osterwochenende wird das Wetter nun wieder rauer. Petrus ist uns leider nicht gewogen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in einigen Regionen sogar vor Unwettern mit Gewitter und Starkregen.

Unwetterwarnung im April aktuell: HIER drohen heftige Gewitter

Noch wird das Wetter von einem Hoch über Nordosteuropa beeinflusst. Doch von Südwesten setzt sich immer feuchtere Luft durch, vermeldet der DWD. Am späten Mittwochnachmittag kann es dadurch im Südwesten und im Westen zu teils heftigen Gewittern kommen. Auch Sturmböen können die Meteorologen nicht ausschließen. Zudem sei lokal Hagel möglich. Die Gewitterlage soll bis zur ersten Nachthälfte andauern. Zudem warnt der DWD in einigen Regionen wie Franken, Nord-Schwaben, NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen zudem vor lokalem Starkregen.

In folgenden Bundesländern wird nur vor Gewittern gewarnt: Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Achtung, Blutregen! HIER wird das Wetterphänomen erwartet

Doch damit nicht genug: Am Mittwoch könnte ein bizarres Wetterphänomen eintreten. Die Meteorologen von "weather.com" sagen Blutregen voraus. Dieses Phänomen tritt auf, wenn Winde roten Saharastaub nach Mitteleuropa transportieren. Der Himmel sieht dann eher dunstig mit einer leicht gelblich-bräunlichen Färbung aus. Wenn es regnet, gehen die feinen Sandkörner ebenfalls nieder. Dadurch sind die Regentropfen verfärbt und erinnern an Blut.

Vor allem in der Mitte Deutschlands kann mit Blutregen gerechnet werden. Auch im Rheinland besteht die Chance auf den blutroten Niederschlag.

Sturmböen, Sandsturm und Waldbrand: DWD warnt vor Unwetter

In einem breiten Streifen vom Osten Bayerns bis zum Niederrhein wirbelten Sturmböen am Dienstag das Land kräftig durch. Betroffen waren Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen sowie Teile von Thüringen und Bayern. Windgeschwindigkeiten bis zu 75 Stundenkilometer waren möglich. Doch damit nicht genug: In den Höhenlagen der Mittelgebirge wie auf dem Brocken oder dem Fichtelberg musste mit schweren Sturmböen gerechnet werden. In den Alpen wurde vor Föhn gewarnt.

Durch die anhaltende Trockenheit und der aktuellen Unwetterwarnung vor Sturmböen kann es zu Sandstürmen kommen. Bild: dpa

Durch die gleichzeitige Trockenheit konnte es laut DWD am Dienstag im Norden und Osten gebietsweise sogar zu Sand- und Staubstürmen kommen. Dadurch war vor allem für Autofahrer mit erheblicher Sichtbehinderung zu rechnen. Doch die Trockenheit birgt noch einen weiteren Risikofaktor: Waldbrand.

Akute Waldbrandgefahr: HIER herrscht die höchste Warnstufe

In vielen Regionen Deutschlands herrscht inzwischen die höchste Waldbrand-Warnstufe. Das Umweltministerium in Brandenburg rief am Dienstag nun auch flächendeckend für das Bundesland die Stufe 5 aus. Der Waldbrandgefahren-Index des DWD markierte darüber hinaus den Süden Mecklenburg-Vorpommerns, das nördliche Sachsen, den Osten Sachsen-Anhalts sowie die Region um das niedersächsische Celle als sehr stark gefährdet.

In Spremberg bei Cottbus brannten in der Nacht zu Dienstag 4,5 Hektar, wie der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel sagte. Das Feuer sei kurz vor Mitternacht gemeldet worden und in den frühen Morgenstunden gelöscht. Probleme mit Bränden gab es aber auch zum Beispiel in Bayern. In Hersbruck östlich von Nürnberg geriet am Ostermontag ein 1 Hektar großes Waldstück in Flammen. Weil die Fläche schwer zugänglich war, stellten Landwirte ihre Güllefässer für den Wassertransport zur Verfügung, wie Kreisbrandrat Norbert Thiel sagte.

Wetter in Deutschland aktuell: Es regnet, aber nicht genug

Der Deutsche Wetterdienst kündigte am Mittwoch gebietsweise Regen an - doch der sei lange nicht genug.Die Niederschläge der nächsten Tage seien "mancherorts aber wieder nur der sogenannte Tropfen auf dem heißen Stein", sagte Markus Übel von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes.

Schon am Donnerstag ziehen Wolken auf, von Westen her beginnt es zu regnen. Am Nachmittag kann es in den Mittelgebirgen gewittern. Am Freitag "rückt uns das umfangreiche Tiefdruckgebiet von Westen her noch näher auf die Pelle", sagte Übel: "Die dazugehörige Kaltfront sorgt daher im Westen für weitere Regenfälle, die sich auch noch etwas weiter ostwärts ausweiten können."

Wettervorhersage aktuell: Temperaturen sinken deutlich

Im Osten kann es einzelne Wärmegewitter geben. In den übrigen Landesteilen wird es deutlich kühler. Im Südwesten schaffen es die Temperaturen bei längerem Regen nur noch auf 9 bis 14 Grad, nirgendwo werden über 20 Grad erreicht.

Regnerisches letztes April-Wochenende 2019

Auch am Wochenende ziehen immer wieder Regenfronten über Deutschland. "Die Niederschläge kann man aber durchaus auch positiv ansehen. Die Natur und die Landwirtschaft benötigt dringend Regen", sagte Übel. Am meisten Regen falle im Westen und Südwesten, sagte der Experte. Aber auch im Osten regne es etwas - nur leider nicht genug.

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bua/fka/news.de/dpa

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