Judith Kerr ist tot

Kinderbuchautorin stirbt mit 95 Jahren

Das Kinderbuch "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" machte sie in Deutschland bekannt; die Engländer liebten ihre Bilderbuchgeschichten um einen Tiger und den Kater "Mog". Nun ist Judith Kerr im Alter von 95 Jahren gestorben.

mehr »

Terror in Sri Lanka: 15 Tote nach neuen Explosionen in umstelltem Haus gefunden

Eine verheerende Serie von Explosionen erschütterte das Urlaubsparadies Sri Lanka, Hunderte Menschen sterben und werden verletzt. Nun steht fest: Es waren Selbstmordattentäter, wohl mit internationaler Hilfe. Alle aktuellen Entwicklungen in unserem News-Ticker.

Soldaten der sri-lankischen Armee sichern das Gebiet um den St. Antonius-Schrein nach einer Explosion in Colombo. Bild: Eranga Jayawardena / Ap / picture alliance / dpa

Bei mutmaßlichen Anschlägen auf katholische Kirchen und Luxushotels in Sri Lanka sind Hunderte Menschen getötet und unzählige weitere verletzt worden, darunter auch Ausländer. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Innerhalb einer halben Stunde ereigneten sich demnach am Sonntagvormittag (Ortszeit) Explosionen in drei Kirchen in drei verschiedenen Städten sowie in drei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo. In den Kirchen fanden zu dem Zeitpunkt Ostergottesdienste statt.

Terror in Sri Lanka: Explosionen erschüttern katholische Kirchen

Staatspräsident Maithripala Sirisena sprach von "Angriffen". Die Streitkräfte und die Polizei würden der "Verschwörung" auf den Grund gehen. Die Oberbefehlshaber der Streitkräfte hielten mit mehreren Ministern eine Krisensitzung ab, wie der Minister für Wirtschaftsreform, Harsha de Silva, auf Twitter schrieb. Er habe in einer Kirche in Colombo "schreckliche Szenen" erlebt. Diese sei mit Körperteilen übersät gewesen. Er rief dazu auf, die Ruhe zu bewahren und zu Hause zu bleiben. Rettungsmaßnahmen liefen.

Explosionen auf Sri Lanka: Kirchen und Hotels zu Ostern angegriffen

Sri Lankas Minister für Wirtschaftsreform, Harsha de Silva, schrieb auf Twitter von zahlreichen Opfern, unter ihnen Ausländer. Er rief dazu auf, die Ruhe zu bewahren und zu Hause zu bleiben. Medienberichten zufolge trafen die Explosionen unter anderem Ostergottesdienste.

Der südasiatische Inselstaat ist ein beliebtes Touristenziel, auch für Europäer. Nur etwa sieben Prozent der Bevölkerung sind Christen. Die Mehrheit sind Buddhisten.

Sri Lankas 26-jähriger Bürgerkrieg war 2009 zu Ende gegangen. Die Rebellengruppe Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) hatten für einen unabhängigen tamilischen Staat im Norden des Landes gekämpft. Die Armee besiegte die Aufständischen schließlich mit aller Härte. Die UN wirft beiden Seiten Kriegsverbrechen vor.

Terror in Sri Lanka: Alle Entwicklungen im News-Ticker

+++27.04.2019: Sri Lankas Polizei findet 15 Tote nach Explosionen in umstelltem Haus

Nach mehreren Explosionen in einem von Sicherheitskräften umstellten Haus im Osten Sri Lankas sind dort 15 Leichen entdeckt worden. Das Haus in der Küstenstadt Sainthamaruthu sollte im Zuge einer Anti-Terror-Razzia von Polizisten und Soldaten gestürmt werden, als es nach Aussagen eines Polizeisprechers vom Samstag zu den Detonationen kam. Unter den Toten sind demnach sechs Kinder und drei Frauen.

Das Gebäude war dem Sprecher zufolge am späten Freitagabend (Ortszeit) umzingelt worden. Grund des Einsatzes waren Ermittlungen nach den verheerenden Anschlägen vom Ostersonntag mit mehr als 250 Toten, darunter Dutzende Ausländer. Die Sicherheitskräfte wurden den Angaben zufolge aus dem Haus beschossen. Kurz darauf sei es in dem Gebäude zu mindestens drei Explosionen gekommen. Die Polizei vermutet, dass die Detonationen auf einen oder mehrere Selbstmordattentäter zurückgehen.

Einige Stunden zuvor waren in einem wenige Kilometer entfernten Wohnhaus bei mutmaßlichen Islamisten unter anderem mehrere Sprengstoffwesten, Material zur Herstellung von Bomben und eine Drohne gefunden worden, wie die Polizei mitteilte. Zudem sei eine Flagge der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) und Kleidung gefunden worden, die von einem angeblichen Bekennervideo der Attentäter vom Ostersonntag stammen könnten, die das Sprachrohr des IS verbreitet hatte. Sieben junge Muslime wurden bei der Razzia in der Ortschaft Sammanthurai festgenommen.

+++ 26.04.2019: Tui holt Gäste aus Sri Lanka zurück +++

Nach den Selbstmordanschlägen zu Ostern in Sri Lanka bieten deutsche Reiseveranstalter kostenfreie Umbuchungen und Stornierungen für Urlauber an. Aufgrund neuer Warnungen vor möglichen Angriffen auf Gotteshäuser organisiert Tui zudem die Rückreise für alle Gäste, die sich derzeit in Sri Lanka aufhalten. Außerdem sagt der Veranstalter alle Reisen nach Sri Lanka bis einschließlich 31. Mai ab.

Tui reagiert nach eigenen Angaben auf die aktualisierte Lageeinschätzung des Auswärtigen Amtes: "Es besteht grundsätzlich die Gefahr von weiteren Anschlägen. Reisenden wird vor diesem Hintergrund zu erhöhter Wachsamkeit geraten, insbesondere wird von nicht notwendigen Reisen nach Colombo abgeraten", heißt es darin.

+++ 26.04.2019: Neue Warnungen vor Anschlägen in Sri Lanka +++

Nach den Anschlägen vom Ostersonntag gibt es in Sri Lanka neue Warnungen vor möglichen Angriffen auf Gotteshäuser. Die Polizei teilte am Freitag auf Twitter mit, dass Islamisten Geheimdienstinformationen zufolge Moscheen der Sufisten angreifen wollten. Der Sufismus ist eine Strömung im Islam mit mystischen Traditionen und Riten. Radikale Islamisten betrachten Sufisten wegen ihrer Toleranz auch anderen Religionen gegenüber als Feinde. Die Sicherheitsvorkehrungen an den Moscheen wurden laut Polizei erhöht.

Auch die US-Botschaft in Sri Lanka warnte vor möglichen weiteren Anschlägen auf Gotteshäuser. Diese sollten von Freitag bis Sonntag gemieden werden, twitterte die Botschaft am Donnerstag unter Berufung auf die sri-lankischen Behörden. "Bleiben Sie weiter wachsam und meiden Sie größere Menschenmengen", hieß es. Sri Lankas Minister für muslimische Angelegenheiten, Abdul Haleem, hatte die Muslime des Inselstaates aufgerufen, nicht zu Freitagsgebeten zu gehen - als Geste der Solidarität mit den Christen, deren Kirchen seit den Anschlägen geschlossen bleiben.

+++ 26.04.2019: Zahl der Toten in Sri Lanka um mehr als 100 nach unten korrigiert +++

Das Gesundheitsministerium in Sri Lanka hat die Zahl der Toten bei den Anschlägen vom Ostersonntag um mehr als 100 nach unten korrigiert. Bei den Anschlägen seien 253 Menschen ums Leben gekommen, nicht wie zuletzt angegeben 359. Der Generaldirektor der Gesundheitsdienste, Anil Jayasinghe, teilte am Donnerstagabend mit, die genaue Zahl sei unklar, weil die Körper extrem verstümmelt worden seien. Auch die Zahl der Verletzten korrigierte er von früher 485 auf 149 nach unten.

Nach den jüngsten Zahlen des Außenministeriums Sri Lankas waren 40 Ausländer unter den Todesopfern. Es war zunächst unklar, ob sich auch diese Zahl ändern wird.

+++ 25.04.2019: 16 weitere Verdächtige in Sri Lanka festgenommen +++

Nach den verheerenden Terroranschlägen mit Hunderten Toten in Sri Lanka haben die Ermittler 16 weitere Verdächtige festgenommen. Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben vom Donnerstag nun 76 Verdächtige in Gewahrsam. Zudem wurden mehrere Fahrzeuge beschlagnahmt und neue Sicherheitsvorkehrungen erlassen, darunter ein Flugverbot für Drohnen. Unterstützt werden die einheimischen Ermittler von eigens angereisten Teams der US-Bundespolizei FBI und Interpol.

+++ 24.04.2019: Minister: Attentäter von Sri Lanka hatten im Ausland studiert +++

Die Selbstmordattentäter vom Ostersonntag in Sri Lanka waren wohlhabend und hatten im Ausland studiert. Die meisten von ihnen seien gebildet gewesen und hätten der oberen Mittelschicht angehört, sagte Sri Lankas Vize-Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene am Mittwoch in einer Pressekonferenz. Einer der Attentäter habe vermutlich in Großbritannien und Australien studiert und sei danach nach Sri Lanka zurückgekehrt.

Es seien insgesamt neun Selbstmordattentäter an den Anschlägen beteiligt gewesen, darunter eine Frau. Acht von ihnen seien bislang identifiziert worden, sagte Wijewardene.

+++ 24.04.2019: Kontrollierte Explosion in einem Kino in Colombo (Sri Lanka)

Am Mittwochmorgen kam es laut der britischen "Sun" in einem Kino in Colombo in Sri Lanka zu einer kontrollierten Explosion. In einem geparkten Roller wurde ein Sprengsatz gefunden, der durch Bomben-Spezialisten kontrolliert zu Detonation gebracht wurde.

+++ 24.04.2019:Opferzahl steigt weiter: Inzwischen 359 Tote in Sri Lanka +++

Die Zahl der Todesopfer nach den Selbstmordanschlägen vom Ostersonntag in Sri Lanka ist auf 359 gestiegen. Darunter waren 38 Menschen, die in der Nacht zum Mittwoch in Krankenhäusern ihren Verletzungen erlagen, wie die Polizei mittelte. Mehr als 400 wurden noch behandelt - manche seien in kritischem Zustand.

Es gab den Angaben zufolge seit Dienstagabend zudem 18 neue Festnahmen - deren Zahl stieg damit auf 60. Premierminister Ranil Wickremesinghe hatte am Dienstag erklärt, es seien noch Verdächtige auf der Flucht, von denen manche im Besitz von Sprengstoff seien. Angaben dazu, ob diese unter den jüngst Festgenommenen waren, gab es zunächst nicht.

Die Zahl der ausländischen Todesopfer lag nach den jüngsten Zahlen des sri-lankischen Außenministeriums bei 34. Sie stammten aus vielen verschiedenen Ländern - darunter Indien, Großbritannien, die USA, China, die Niederlande, Spanien und die Türkei. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes war auch ein Deutsch-Amerikaner ums Leben gekommen. 14 Ausländer galten noch als vermisst. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte die Selbstmordanschläge für sich reklamiert.

+++ 23.04.2019: IS reklamiert Anschläge in Sri Lanka für sich +++

Die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) hat die Anschläge auf Hotels und christliche Kirchen in Sri Lanka für sich reklamiert. Das IS-Sprachrohr Amak berichtete am Dienstag in den sozialen Netzwerken, dass die Angreifer, die die Attacken auf «Bürger der Koalition und die christliche Gemeinschaft» durchgeführt haben, Kämpfer des Islamischen Staates gewesen seien. Mit «Bürgern der Koalition» bezeichnet der IS Staatsbürger von Ländern, die der internationalen Anti-IS-Koalition angehören, die die Terrormiliz in Syrien und im Irak bekämpft.

Die Echtheit der Bekennernachricht ließ sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Sie erfolgte aber über die üblichen Kanäle in den sozialen Netzwerken, in denen der IS auch bereits in der Vergangenheit Anschläge für sich reklamiert hatte. Der IS gilt in seinem Stammgebiet in Syrien und dem Irak als besiegt. Experten warnen aber weiterhin vor der Gefahr von Anschlägen durch die Extremisten.

+++ 23.04.2019:Unicef: 45 Kinder unter den Toten der Anschläge von Sri Lanka +++

Bei den Anschlägen in Sri Lanka sind nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef auch 45 Kinder ums Leben gekommen. Das jüngste der 13 in Batticaloa gestorbenen Kinder sei erst 18 Monate alt gewesen, teilte Unicef-Sprecher Christophe Boulierac am Dienstag in Genf mit. In Negombo seien 27 Kinder getötet worden. Außerdem sei der Tod von fünf ausländischen Kindern bestätigt worden, hieß es.

Die Anschläge in Kirchen und Luxushotels waren nach ersten Erkenntnissen der Regierung als Vergeltung für den Anschlag auf Moscheen im neuseeländischen Christchurch im März gedacht. Das erklärte Vize-Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene am Dienstag im Parlament. Die Zahl der Toten stieg ihm zufolge auf 311 - darunter 37 Ausländer. Mehr als 500 Verletzte wurden nach Angaben der Polizei noch in Krankenhäusern behandelt.

+++ 23.04.2019: Terror-Anschläge offenbar Vergeltung für Christchurch-Attentat +++

Die Anschläge in Sri Lanka waren nach ersten Erkenntnissen der Regierung als Vergeltung für den Anschlag auf Moscheen im neuseeländischen Christchurch im März gedacht. Das erklärte Vize-Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene am Dienstag im Parlament.

+++ 23.04.2019: Inzwischen 310 Tote nach Anschlägen in Sri Lanka - Notstand erklärt +++

Zwei Tage nach der Serie von Selbstmordanschlägen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka ist die Zahl der Todesopfer auf 310 gestiegen. Das erklärte die Polizei am Dienstag auf Anfrage. Mehr als 500 Verletzte wurden demnach noch in Krankenhäusern behandelt. Es habe inzwischen rund 35 Festnahmen gegeben. Mehr als 20 Häuser seien durchsucht worden, hieß es.

In der Nacht zum Dienstag traten Notstandsbestimmungen in Kraft. Staatspräsident Maithripala Sirisena erklärte den öffentlichen Notstand im Interesse der öffentlichen Sicherheit, der Wahrung der öffentlichen Ordnung und der Sicherung der Versorgung mit Waren und Dienstleistungen für die Bürger, wie es in einer Erklärung des Präsidenten hieß. Mit den Regelungen erhalten Sicherheitskräfte erweiterte Befugnisse, etwa für Durchsuchungen und zur Festnahme von Personen.

Der Dienstag wurde zudem zu einem nationalen Trauertag erklärt. Am Morgen wurden drei Schweigeminuten abgehalten. Zahlreiche Bestattungen waren geplant.

+++ 23.04.2019:Suche nach Hintermännern der Anschläge in Sri Lanka +++

In Sri Lanka sind nach den verheerenden Selbstmordanschlägen auf Kirchen und Luxushotels in der Nacht zum Dienstag Notstandsbestimmungen in Kraft getreten. Staatspräsident Maithripala Sirisena verhängte sie, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu bewahren sowie die Versorgung mit Waren und Dienstleistungen für die Bürger sicherzustellen, hieß es in einer Erklärung des Präsidenten. Mit den Regelungen erhalten Sicherheitsbehörden erweiterte Befugnisse, etwa für Durchsuchungen und zur Festnahme. Sirisena berief zudem ein dreiköpfiges Untersuchungsteam ein, auch Interpol will Experten entsenden. Unterdessen sorgen sich deutsche Politiker um die Lage der Christen in aller Welt.

Die Anschläge gingen nach Einschätzung der Regierung auf das Konto einer einheimischen radikal-islamischen Gruppe. Die Regierung ist jedoch überzeugt, dass die verdächtigte Gruppe National Thowheeth Jamaath die Attacken nur mit Unterstützung eines internationalen Netzwerks verübt haben kann, wie ein Sprecher sagte.

Das von Sirisena einberufene dreiköpfige Team soll die Anschlagsserie untersuchen und in zwei Wochen einen ersten Bericht vorlegen. Die internationale Polizeiorganisation Interpol kündigte die Entsendung von Spezialisten mit Expertise in den Bereichen Tatortuntersuchung, Sprengstoff, Terrorismusbekämpfung und Opferidentifizierung an. Einem Bericht der "Washington Post" zufolge entsandte auch die US-Bundespolizei FBI Ermittler nach Sri Lanka und bot offiziell Unterstützung an, etwa bei Laboruntersuchung von Sprengstoffresten. Die Zeitung beruft sich auf Ermittlerkreise.

+++ 22.04.2019: Sprengsatz und Dutzende Zünder in Colombo gefunden +++

In der Nähe eines der Anschlagsorte vom Ostersonntag in Sri Lanka ist ein Sprengsatz in einem geparkten Auto gefunden worden. Bombenentschärfer sprengten das Fahrzeug am Montag in der Nähe der St.-Antonius-Kirche in der Hauptstadt Colombo, nachdem darin ein Sprengkörper entdeckt worden war, wie die Polizei mitteilte. An einem anderen Ort der Stadt seien an einer Bushaltestelle 87 Zünder sichergestellt worden.

Ein Mann wurde den Angaben zufolge in der Gegend um die Kirche festgenommen. Der Fund des Sprengsatzes und die Sprengung lösten in der Umgebung eine Panik aus, wie Videos in sozialen Medien zeigten. Zeugen berichteten auf Twitter zudem, dass die Polizei den Festgenommenen vor einer aufgebrachten Menge schützen musste.

+++ 22.04.2019:Papst: "Terroristische Taten" in Sri Lanka sind zu verurteilen +++

Papst Franziskus hat nach der verheerenden Anschlagsserie mit Hunderten Toten und Verletzten in Sri Lanka Unterstützung für das Land gefordert und die Taten verurteilt. "Ich bete für die zahlreichen Opfer und Verletzten und fordere alle dazu auf, nicht zu zögern, dieser lieben Nation all die notwendige Hilfe anzubieten", sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Ostermontag vor Gläubigen auf dem Petersplatz. "Ebenso hoffe ich, dass alle diese terroristischen Taten, (diese) unmenschlichen, unentschuldbaren Taten verurteilen."

+++ 22.04.2019:Radikal-islamische Gruppe aus Sri Lanka soll Anschläge verübt haben +++

Sri Lankas Regierung hat eine einheimische radikal-islamische Gruppe für die Anschläge vom Ostersonntag verantwortlich gemacht. Die Regierung sei fest davon überzeugt, dass die Gruppe National Thowheeth Jama'ath die Selbstmordattentate verübt habe, sagte Kabinettssprecher Rajitha Senaratne am Montag. Zuvor habe es Hinweise auf Anschlagspläne der Gruppe gegeben.

+++ 22.04.2019:Polizei in Sri Lanka hatte vor Anschlägen auf Kirchen gewarnt +++

Mehr als eine Woche vor der Serie von Selbstmordanschlägen in Sri Lanka hatte die Polizei des Landes Hinweise auf mögliche Angriffe auf Kirchen. Der stellvertretende Polizeichef Priyalal Dissanayake verfasste am 11. April ein Schreiben, in dem er von Anschlagsplänen einer einheimischen radikal-islamischen Gruppe auf katholische Kirchen sowie die indische Botschaft in Sri Lanka warnte. Namentlich genannte Verdächtige hätten nach dem Anschlag auf zwei Moscheen im März im neuseeländischen Christchurch gegen andere Religionen gehetzt, hieß es.

Der Sprecher des sri-lankischen Kabinetts, Rajitha Senaratne, bestätigte am Montag in einer Pressekonferenz die Echtheit des an mehrere Polizeieinheiten adressierten Schreibens, das Telekommunikationsminister Harin Fernando auf Twitter veröffentlicht hatte. Premierminister Ranil Wickremesinghe sei jedoch nicht informiert worden.

Senaratne, der auch Gesundheitsminister ist, kritisierte das angespannte Verhältnis zwischen Wickremesinghe und den Sicherheitsdiensten unter Staatspräsidenten und Verteidigungsminister Maithripala Sirisena. Sirisena hatte Wickremesinghe Ende vergangenen Jahres überraschend entlassen und ersetzt. Wickremesinghe gewann aber den Machtkampf und blieb im Amt. «"Dies ist das einzige Land, wo, wenn der Premierminister den Sicherheitsrat einberuft, sie (gemeint sind deren Mitglieder) nicht erscheinen", sage Senaratne. Nur rund zehn Prozent der Bevölkerung Sri Lankas sind Muslime. Islamistische Terrorangriffe hatte es bisher in dem Inselstaat nicht gegeben.

+++ 22.04.2019:Angriffe in Sri Lanka waren Selbstmordanschläge +++

Die sechs Anschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka sind von Selbstmordattentätern ausgeführt worden. Das teilte ein Forensiker des Verteidigungsministeriums Sri Lankas am Montag mit. Es handelte sich demnach um die nahezu zeitgleichen Explosionen in drei Kirchen und drei Luxushotels am Sonntagvormittag (Ortszeit).

+++ 22.04.2019:Zahl der Opfer nach Anschlagsserie in Sri Lanka steigt weiter an +++

Nach der verheerenden Anschlagsserie auf christliche Kirchen und Luxushotels in Sri Lanka steigt die Zahl der Opfer weiter an. Mittlerweile seien 290 Tote und mehr als 450 Verletzte registriert worden, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Zuletzt waren mindestens 215 Opfer gemeldet worden. Die Ausgangssperre wurde derweil am Morgen aufgehoben. Schulen und Universitäten allerdings blieben zunächst weiter geschlossen.

Am Sonntag hatte es mindestens acht Detonationen gegeben, darunter drei in Kirchen und drei weitere in Luxushotels. In den Kirchen wurden Ostergottesdienste gefeiert. Unter den Opfern sollen mindestens 35 Ausländer sein. Ob Deutsche dabei sind, war zunächst noch unklar.

Nach Polizeiangaben gab es 24 Festnahmen, es bekannte sich jedoch zunächst niemand zu den Angriffen. Alle Festgenommenen waren demnach Einheimische.

Laut Premierminister Ranil Wickremesinghe lagen Sri Lankas Geheimdienst Hinweise auf einen möglichen Anschlag vor. Es müsse untersucht werden, warum keine entsprechenden Maßnahmen ergriffen worden seien, sagte Wickremesinghe.

+++ 21.04.2019: Minister: Eine Niederländerin unter Toten in Sri Lanka +++

Unter den Opfern der Anschläge in Sri Lanka ist auch ein Niederländerin. Das teilte Außenminister Stef Blok am Sonntag in Den Haag mit. Die 54-Jährige sei bei einer Explosion im Cinnamon Grand Hotel in der Hauptstadt Colombo getötet worden, erklärte ein Ministeriumssprecher. Minister Blok twitterte, er empfinde Abscheu angesichts der schrecklichen Attacke. Die Behörden stünden im Kontakt mit der Familie des Opfers.

+++ 21.04.2019: Polizei: Inzwischen 207 Tote bei Anschlagsserie in Sri Lanka +++

Die Zahl der Toten bei der verheerenden Anschlagsserie in Sri Lanka ist auf 207 gestiegen. Das gab ein Polizeisprecher am Sonntag bekannt. Nach seinen Angaben wurde die Attacke auf die Kirche in Negombo vermutlich von einem Selbstmordattentäter ausgeführt.

+++ 21.04.2019: Anschläge in Sri Lanka: Regierung meldet sieben Festnahmen +++

Nach einer Serie von Anschlägen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mehr als 190 Toten sind sieben Verdächtige festgenommen worden. Das teilte der Minister für Wirtschaftsreformen, Harsha de Silva, am Sonntag mit und berief sich dabei auf das Verteidigungsministerium.

+++ 21.04.2019: Trump spricht Menschen in Sri Lanka Mitgefühl aus +++

Nach der schweren Anschlagserie auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka hat US-Präsident Donald Trump den Menschen des Inselstaats sein Mitgefühl ausgesprochen. Er bot in einer Nachricht auf Twitter zugleich die Unterstützung der USA an. "Wir stehen bereit, um zu helfen", schrieb der US-Präsident am Sonntag. Er sprach von "schrecklichen Terrorattacken".

Bei acht Anschlägen auf drei christliche Kirchen, drei Fünf-Sterne-Hotels, ein kleines Hotel sowie in einer Wohngegend waren in Sri Lanka am Sonntag nach Krankenhausangaben mindestens 191 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt worden. Zunächst bekannte sich niemand zu den Angriffen. Trump sprach in seinem Tweet fälschlicherweise von 138 Millionen Toten.

+++ 21.04.2019: Ausgangssperre in Sri Lanka in Kraft getreten +++

Nach einer Anschlagserie auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mehr als 180 Toten ist eine landesweite Ausgangssperre in Kraft getreten. Die Regierung sperrte am Sonntag zudem vorübergehend den Zugang zu sozialen Medien, wie Vize-Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt des Inselstaates, Colombo, erklärte. Er gab an, die für die Anschläge Verantwortlichen seien identifiziert worden. Er sprach von einem "terroristischen Vorfall" und sagte, die Regierung werde künftig verhindern, dass religiöse Extremisten in Sri Lanka agierten.

Bei sechs Anschlägen auf drei christliche Kirchen und drei Fünf-Sterne-Hotels waren am Vormittag des Ostersonntags nach Behördenangaben binnen einer halben Stunde mindestens 185 Menschen getötet und mehr als 450 weitere verletzt worden. Unter den Toten waren demnach mindestens elf Ausländer. Zunächst bekannte sich niemand zu den Angriffen. Einige Stunden später gab es zwei weitere Explosionen in zwei Vororten von Colombo - in einem Hotel und einer Wohngegend. Dabei kamen nach Polizeiangaben insgesamt mindestens zwei weitere Menschen ums Leben.

+++ 21.04.2019: "Dramatisch": Papst beklagt "grausame Gewalt" in Sri Lanka +++

Papst Franziskus hat am Ostersonntag der Opfer der "schweren Attentate" in Sri Lanka gedacht. Er habe die Nachricht über die Anschlagsserie "mit Trauer und Schmerz" vernommen, sagte der Pontifex vor Zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz. "Ich möchte der christlichen Gemeinschaft, die getroffen wurde, als sie im Gebet versammelt war, und allen Opfern von so grausamer Gewalt meine innige Nähe ausdrücken." Das Oberhaupt der katholischen Kirche sprach von einem "dramatischen Ereignis". Ostern ist das wichtigste Fest für Christen und eigentlich Anlass zur Freude. Bereits bei der Ostermesse am Morgen war der Pontifex aber mit sehr ernster Miene zu sehen.

+++ 21.04.2019:Vizeminister: Verantwortliche für Anschläge in Sri Lanka identifiziert +++

Die Verantwortlichen für die Anschlagsserie auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka sind nach Angaben des stellvertretenden Verteidigungsministers Ruwan Wijewardene identifiziert worden. Er sprach bei einer Pressekonferenz am Sonntag von einem "terroristischen Vorfall" und von «extremistischen Gruppen». Zudem kündigte er eine zwölfstündige, landesweite Ausgangssperre ab 18 Uhr (1430 MESZ) an.

+++ 21.04.2019: Achte Explosion in Sri Lanka - Wohngegend betroffen +++

In Sri Lanka hat sich nach einer Serie von Anschlägen auf Kirchen und Hotels eine weitere Explosion ereignet. Sie geschah am Sonntagnachmittag (Ortszeit) in einer Wohngegend in Dematagoda, einem Vorort der Hauptstadt Colombo, wie die Polizei mitteilte. Es gab zunächst keine Angaben über Opfer oder weitere Einzelheiten. Es war bereits die achte Explosion am Ostersonntag in dem südasiatischen Inselstaat.

Zuvor waren bei sechs Anschlägen auf drei christliche Kirchen und drei Fünf-Sterne-Hotels binnen einer halben Stunde am Vormittag nach Behördenangaben mindestens 185 Menschen getötet und mehr als 450 weitere verletzt worden. Unter den Toten waren demnach mindestens elf Ausländer. Zunächst bekannte sich niemand zu den Angriffen. Später gab es eine siebte Explosion in einem kleinen Hotel in Dehiwala-Mount Lavinia, einem weiteren Vorort von Colombo. Dabei kamen nach Polizeiangaben zwei Menschen ums Leben.

+++ 21.04.2019: Putin zu Sri Lanka: Schuldige müssen bestraft werden +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Anschläge auf christliche Kirchen und Hotels in Sri Lanka scharf verurteilt. "Das ist ein grausames und zynisches Verbrechen inmitten der Osterfeiertage", hieß es in einem Schreiben des Kremlchefs an den Präsidenten von Sri Lanka. "Ich gehe davon aus, dass Täter und Auftraggeber eine verdiente Strafe bekommen." Russland stehe im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite von Sri Lanka. Das Land trauere mit der Bevölkerung von Sri Lanka, gleichzeitig hoffe Putin auf eine schnelle Genesung der Verletzten.

Der russische Außenpolitiker Leonid Sluzki betonte der Agentur Interfax zufolge, dass Terroristen nur gemeinsam erfolgreich bekämpft werden könnten. "Wenn es eine solche Anfrage an Russland gibt, wird die russische Seite sicherlich alle notwendige Unterstützung bei der Suche nach den Verbrechern geben und den Opfern helfen", schrieb der Vorsitzende des Außenausschusses im russischen Parlament.

+++ 21.04.2019: Regierungschefin May verurteilt "entsetzliche" Anschläge in Sri Lanka +++

Die britische Premierministerin Theresa May hat die Serie von Anschlägen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka als "entsetzlich" bezeichnet. "Wir müssen zusammenhalten und sicherstellen, dass niemand seinen Glauben in Furcht praktizieren muss", teilte May am Sonntag in London mit. Bei den Anschlägen in dem südasiatischen Inselstaat waren nach offiziellen Angaben Hunderte Menschen getötet oder verletzt worden. Auch Ausländer kamen bei den Explosionen am Ostersonntag um.

+++ 21.04.2019: Weitere Explosion in Hotel in Sri Lanka +++

Nach der Serie von Anschlägen in Sri Lanka hat es am Sonntag in einem Hotel in einem Vorort der Hauptstadt Colombo eine siebte Explosion gegeben. Dabei kamen nach Angaben der Polizei zwei Menschen ums Leben. Es handelte sich demnach um ein kleines Hotel in Dehiwala-Mount Lavinia.

Zuvor waren am Ostersonntag bei Anschlägen auf drei christliche Kirchen und drei Fünf-Sterne-Hotels in dem südasiatischen Inselstaat nach Behördenangaben mindestens 185 Menschen getötet und mehr als 450 weitere verletzt worden. Unter den Toten waren demnach mindestens elf Ausländer. Zunächst bekannte sich niemand zu den Angriffen.

+++ 21.04.2019: Mehr als 180 Tote bei Anschlägen in Sri Lanka - darunter 11 Ausländer +++

Bei einer Serie von Anschlägen auf drei Kirchen und drei Hotels sind am Ostersonntag in Sri Lanka mindestens 185 Menschen ums Leben gekommen, darunter mindestens elf Ausländer. Zudem wurden mehr als 450 Menschen verletzt, wie aus Angaben der örtlichen Krankenhäuser hervorgeht. Woher die Ausländer stammten, war zunächst unklar.

+++ 21.04.2019: Bundespräsident entsetzt über "feige Terroranschläge" in Sri Lanka

Nach der Serie von Angriffen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mindestens 185 Toten hat sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier tief betroffen gezeigt. "Fassungslos und voller Entsetzen verfolge ich die schrecklichen Nachrichten über die feigen Terroranschläge in Sri Lanka, bei denen so viele unschuldige Menschen den Tod fanden und viele mehr verletzt wurden", erklärte er am Ostersonntag in Berlin. "Besonders niederträchtig ist, dass zahlreiche friedlich Betende in Gotteshäusern am Ostersonntag Ziel dieser hinterhältigen Angriffe wurden."

Deutschland stehe an der Seite des Landes "in der Entschlossenheit, dem menschenverachtenden Terror entgegenzutreten". Den Verletzten wünschte Steinmeier Kraft und schnelle Genesung. "Meine Gedanken sind auch bei den Hinterbliebenen und Freunden der Opfer und den Helfern vor Ort."

+++ 21.04.2019: Erdogan zu Sri Lanka: "Angriff auf die gesamte Menschheit" +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Anschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka scharf verurteilt. "Das ist ein Angriff auf die gesamte Menschheit", schrieb Erdogan am Sonntag auf Twitter. Im Namen der Türkei spreche er den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und wünsche den Verletzten schnelle Genesung.

Außenminister Mevlüt Cavusoglu schrieb auf Twitter, was auch immer die Motivation sei, der "niederträchtige Anschlag" in Sri Lanka sei "feige, barbarisch und kaltblütig", genau so wie der Mitte März im neuseeländischen Christchurch verübte Angriff auf Moscheen. "Terror hat keine Religion, keine Nation, keine Geografie."

+++ 21.04.2019: Nach Anschlagserie: Außenamt aktualisiert Reisehinweise für Sri Lanka +++

Nach der Serie von Angriffen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mindestens 185 Toten hat das Auswärtige Amt seine Reisehinweise für den südasiatischen Inselstaat aktualisiert. "Reisende werden gebeten, die Anschlagsorte weiträumig zu meiden, die lokalen Medien zu verfolgen, engen Kontakt zu Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu halten und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten", schrieb das Ministerium in Berlin am Sonntag. Die Lage sei unübersichtlich. "Mit weitreichenden Sicherheitsmaßnahmen wie Absperrungen, aber auch Einschränkungen im Flugverkehr und verstärkten Kontrollen vor dem Betreten des Flughafengebäudes und dem Abflug ist zu rechnen." Militär und Polizei seien sichtbar präsent.

+++ 21.04.2019: EKD-Ratsvorsitzender zu Sri Lanka: Keine Kapitulation vor dem Hass +++

Der Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat seine Betroffenheit über die Anschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mehr als 130 Toten geäußert. "Ich denke an die Menschen in Sri Lanka, die weinen wie Maria am Grab Jesu", sagte er am Ostersonntag einer Mitteilung der EKD in Hannover zufolge. "Ich denke an die vielen Toten und Verletzten, an all die Menschen, die jetzt Tränen der Verzweiflung vergießen."

Wer zu Ostern die Auferstehung Jesu feiere, wisse um die Abgründe des Leidens, sagte der bayerische Landesbischof. Er fügte hinzu: "Auch die schlimmste Gewalt wird uns nicht dazu bringen, vor dem Hass zu kapitulieren. Gerade jetzt gilt: Christus ist auferstanden und nimmt alle Opfer von Hass und Gewalt mit ins neue Leben." Bedford-Strohm ging auch in seiner Osterpredigt in München auf die mutmaßlichen Terroranschläge in Sri Lanka ein.

+++ 21.04.2019: Mehr als 130 Tote bei Explosionen in Sri Lanka - darunter 9 Ausländer +++

Bei einer Serie von Angriffen auf drei Kirchen und drei Hotels in Sri Lanka sind mindestens 138 Menschen ums Leben gekommen, darunter mindestens neun Ausländer. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Woher die Ausländer stammten, war zunächst unbekannt.

+++ 21.04.2019: Israels Staatspräsident verurteilt Angriffe in Sri Lanka +++

Israels Staatspräsident hat die Angriffe auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mehr als 130 Toten als "abscheuliches Verbrechen" verurteilt. Sie hätten auch jenen gegolten, die am Ostersonntag beteten, schrieb Reuven Rivlin auf Twitter. "Wir sind alle Kinder Gottes; eine Attacke auf eine Religion ist eine Attacke auf uns alle." Das israelische Außenministerium teilte mit, bislang gebe es keine Informationen zu israelischen Opfern bei den Attacken.

+++ 21.04.2019: Außenminister Maas "fassungslos" über Anschläge in Sri Lanka +++

Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich bestürzt über die Serie von Angriffen auf Kirchen und Hotels mit mehr als 130 Toten in Sri Lanka geäußert und sie aufs Schärfste verurteilt. "Die Nachrichten aus Sri Lanka machen fassungslos. Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen der Opfer und hoffen mit den Verletzten", schrieb er am Sonntag auf Twitter. Am Osterfest so viel Hass zu erleben, schmerze. "Ostern ist ein Fest der Liebe, das uns lehrt: Hass unsererseits kann nie die Lösung sein."

Weiter erklärte der SPD-Politiker: "Diese niederträchtige Tat richtete sich offenbar gezielt gegen Menschen, die sich am Ostersonntag in der Kirchen dem Gebet und der Besinnung widmeten, sowie gegen Reisende. Nichts kann die gezielte Ermordung unschuldiger Menschen rechtfertigen."

Die deutsche Botschaft in Sri Lanka stehe mit den lokalen Behörden in Kontakt und bemühe sich mit Hochdruck um Aufklärung, ob auch Deutsche betroffen sind. "Deutsche, die sich in Sri Lanka aufhalten, sollten sich von den Anschlagsorten fernhalten und den Anweisungen der Behörden Folge leisten", riet Maas. Das Auswärtige Amt richtete einen Krisenstab ein. Besorgte Angehörige können sich unter 030-50000 melden. Maas versicherte, Deutschland stehe Sri Lanka als Partner zur Seite.

+++ 21.04.2019: Bundesregierung entsetzt über mutmaßliche Anschläge in Sri Lanka +++

Die Bundesregierung hat tief betroffen auf mutmaßliche Terroranschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mehr als 100 Toten reagiert. "Entsetzen über die Nachricht, dass Christen auf Sri Lanka während der Ostermessen angegriffen und getötet wurden", schrieb der Sprecher von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Steffen Seibert, am Sonntag auf Twitter. "Wir trauern um sie und beten für die Verletzten und Familien. Terrorismus, religiöser Hass und Intoleranz dürfen nicht siegen."

Das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amts teilte mit, die Situation sei unübersichtlich. "Die Botschaft Colombo bemüht sich mit Hochdruck um Aufklärung, ob Deutsche betroffen sind. Wenn Sie vor Ort sind: Bleiben Sie den Anschlagsorten fern. Folgen Sie Anweisungen der Behörden."

+++ 21.04.2019: Mehr als 100 Tote bei mutmaßlichen Anschlägen in Sri Lanka +++

Bei mutmaßlichen Terroranschlägen sind in Sri Lanka mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Das teilten die Polizei und Krankenhäuser mit. In drei katholischen Kirchen und drei Luxus-Hotels hatten sich am Ostersonntag binnen einer halben Stunde Explosionen ereignet.

Auch lesenswert: Urlaubsparadies sucht Henker per Zeitungsannonce

Folgen Sie News.de schon bei Facebook? Hier finden Sie brandheiße News und den direkten Draht zur Redaktion.

loc/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser