20.04.2019, 19.43 Uhr

Bus-Unglück auf Madeira aktuell: SEIN Haus liegt in Trümmern, Queen Elizabeth II. bekundet Beileid

Furchtbare Bilder aus dem Urlaubsparadies: Auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira stürzt ein Reisebus in die Tiefe, 27 Deutsche kommen dabei ums Leben. Der Besitzer, dessen Haus durch das Unglück in Trümmern liegt, meldet sich nun zu Wort.

Auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira stürzt ein Reisebus in die Tiefe. Bild: dpa

"Madeira ist Tradition" - so steht es in großen Lettern auf der Seite des weißen Reisebusses. Tatsächlich wollten die deutschen Touristen zu einem typisch madeirischen Abendessen, doch der heitere Abend kurz vor Ostern endet in einer Katastrophe: Der Bus stürzt die Böschung hinab, scheint sich mindestens einmal zu überschlagen und wird erst von einem mit roten Ziegeln gedeckten Haus gestoppt. Mindestens 29 Menschen kommen bei dem Unglück auf der portugiesischen Atlantikinsel ums Leben, 27 weitere werden verletzt.

Busunglück auf Madeira im News-Ticker:

  • 29 Menschen sterben, 27 davon stammen aus Deutschland
  • Chefarzt der Klinik auf Madeira gibt Statement
  • Suche nach Unfall-Ursache geht weiter

+++ 20.04.2019: Queen Elizabeth II. bekundet Beileid nach Bus-Unglück auf Madeira +++

Queen Elizabeth II. hat nach dem Bus-Unglück von Madeira dem Bundespräsidenten ihr Beileid nach dem Tod der 27 deutschen Urlauber bekundet. In einer offiziellen Mitteilung des Buckingham Palastes erklärte die Queen: "Prince Philip and I were deeply saddened to hear of the coach crash in Madeira. We extend our sincere condolences, and our thoughts and prayers are with the families and loved ones of those affected." Elizabeth R.

Zu deutsch: "Prinz Philip und ich sind in tiefer Trauer über das Bus-Unglück von Madeira. Wir sprechen unser aufrichtiges Beileid aus und unsere Gedanken und Gebete sind bei den Familien und Angehörigen der Betroffenen."Elizabeth R.

+++ 20.04.2019: Silva Eleuterios Haus durch Bus-Unglück auf Madeira zerstört +++

Das Bus-Unglück auf Madeira forderte nicht nur Tote und Verletzte, es kostete auch einen Einwohner von Madeira sein Haus. Silva Eleuterios Haus wurde durch das Bus-Unglück zerstört. gegenüber der "Bild"-Zeitung erklärte er: "Ich kam gerade vom Einkaufen, hatte alles Nötige für den Rest der Woche besorgt. Die Polizei hatte bereits alles abgesperrt und ich dachte mir, das ist doch jetzt nicht wirklich passiert."

Der Reisebus mit den Urlaubern war direkt in das Schlafzimmer und das Bad von Silva Eleuterio gekracht, als er den Hang hinabstürzte. Die Behörden versiegelten das Haus: Es besteht Lebensgefahr! "Jetzt bin ich erst einmal obdachlos und schlafe in einem Drei-Sterne-Hotel in Funchal, das die Behörden mir organisiert haben." Seine Hoffnung ist nun, dass die Versicherung für den Schaden aufkommt.

+++ 20.04.2019: Überlebende von Madeira sind zurück in Deutschland +++

Die meisten Überlebenden der Buskatastrophe von Madeira sind am Karsamstag mit einer Sondermaschine der Bundeswehr in Köln gelandet. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) begrüßte die Verletzten nach Angaben der Staatskanzlei im militärischen Teil des Flughafens in Köln-Wahn.

Die 15 Verletzten an Bord der Maschine stammen aus dem nordrhein-westfälischen Rhein-Erft-Kreis, dem Ruhrgebiet und vom Niederrhein sowie aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg, wie die Stadt Köln mitteilte. Der Rettungsdienst der Domstadt stehe mit seinen Teams und Fahrzeugen für den Weitertransport der unterschiedlich schwer Verletzten bereit.

Mehrere Krankenwagen waren vor der Landung der Maschine im Konvoi zum Flughafen gefahren. Das Flugzeug erreichte Köln nach Angaben der Luftwaffe um kurz nach 17 Uhr. Laschet danke den Rettungssanitätern, Ärzten und der Besatzung der fliegenden Intensiv-Station des Airbus "MedEvac".

+++ 20.04.2019: Luftwaffen-Airbus bringt 15 Verletzte nach Deutschland zurück +++

Der aus Deutschland entsandte Luftwaffen-Airbus bringt 15 Verletzte des Busunglücks auf Madeira zurück. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Samstag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. In Madeira war zunächst von zwölf Heimkehrern die Rede gewesen. Die Maschine war am Samstagmittag gegen 13 Uhr deutscher Zeit (12 Uhr Ortszeit) in Madeira gestartet. An Bord waren auch Ärzte.

+++ 20.04.2019: Luftwaffen-Airbus fliegt zwölf verletzte Deutsche heim +++

Der aus Deutschland entsandte Luftwaffen-Airbus soll im Laufe des Samstags zwölf der bei dem Busunglück auf Madeira verletzten Urlauber in die Heimat zurückfliegen. Ein weiterer deutscher Patient könne aus medizinischen Gründen noch nicht nach Deutschland gebracht werden, berichteten portugiesische Medien unter Berufung auf die Leitung der Klinik Dr Nélio Mendonça in der Hauptstadt Funchal. 29 Insassen des Reisebusses waren bei dem Unglück am Mittwoch ums Leben gekommen.

Der erste von insgesamt zwölf Krankenwagen sei am Morgen gegen 8.45 in Richtung Flughafen abgefahren. In den Ambulanzen seien Ärzteteams aus Portugal und Deutschland im Einsatz. Begleitet würden die Fahrzeuge von Polizei und Zivilschutz. Die Verletzten wurden am Flughafen direkt in den Airbus gebracht, der für medizinische Notfälle speziell ausgerütet ist. Von ursprünglichen 28 Menschen, die das Unglück verletzt überlebten, hatten bis Freitag noch 16 in der Klinik gelegen. Unter ihnen waren auch der Busfahrer und die Reiseleiterin, beides Portugiesen.

+++ 20.04.2019: Autopsie der Opfer des Busunglücks auf Madeira abgeschlossen +++

Rechtsmediziner auf Madeira haben die Autopsie der 29 Todesopfer des Busunglücks auf der portugiesischen Urlaubsinsel abgeschlossen. Die Obduktion der überwiegend aus Deutschland stammenden Toten sei vom Nationalen Institut für Rechtsmedizin und Forensische Wissenschaften (INMLCF) in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgeführt worden, zitierten portugiesische Medien eine Mitteilung des Justizministeriums vom Freitagabend.

Im Laufe des Samstags würden aus Deutschland aber noch Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten erwartet, die die endgültige Identifizierung der Toten ermöglichen sollen, hieß es. Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten bekanntgegeben werden sollen, wurde nicht bekannt.

+++ 20.04.2019: "MedEvac"-Flugzeug der Bundeswehr nach Madeira gestartet +++

Ein "MedEvac"-Airbus der Luftwaffe ist am frühen Samstagmorgen von Köln-Wahn Richtung Madeira gestartet. Er soll dort die Verletzten des Busunglücks vom Mittwoch aufnehmen und zurück nach Deutschland fliegen. Das teilte die Bundeswehr mit. Der Airbus A310 der Flugbereitschaft hob um 6.00 Uhr in der AirMedEvac-Konfiguration ab, also ausgerüstet für den Transport von Verletzten. Die geplante Flugzeit betrage 3 Stunden und 15 Minuten.

Der Airbus A310 MedEvac ist die fliegende Intensivstation der Bundeswehr. Die Luftwaffe bezeichnet die Maschine als "wichtiges Glied in der Rettungskette zur medizinischen Evakuierung schwer und schwerst verletzter Personen über große Distanzen".

An Bord sind bis zu sechs Plätze für intensivmedizinische Behandlung. Zudem gibt es 38 weitere Liegeplätze, wobei für 16 Patienten eine verstärkte medizinische Überwachung mit Monitoren möglich ist. Damit können 44 Patienten liegend transportiert werden. Die medizinische Besatzung kann bis zu 25 Menschen zählen. Die Luftwaffe hält auf dem Flughafen Köln-Wahn immer einen MedEvac-Airbus in 24-Stunden-Bereitschaft.

+++ 19.04.2019: Busunglück auf Madeira: Rücktransport von Verletzten soll beginnen +++

Nach der Bus-Katastrophe auf Madeira mit 29 Toten soll der Rücktransport der überlebenden deutschen Urlauber an diesem Samstag beginnen. Vom Auswärtigen Amt hieß es, ein Flugzeug der Bundeswehr stehe bereit. Das Krankenhaus hatte jedoch empfohlen, die Verletzten nicht schon am Freitag auszufliegen. Insgesamt wurden zwei Tage nach dem Unfall noch 16 der 28 Verletzten im Krankenhaus von Funchal behandelt.

+++ 19.04.2019: Busunglück auf Madeira: Überlebende besuchen Trauerfeier in Funchal +++

Überlebende des Busunglücks auf Madeira und ihre Angehörigen haben am Freitagnachmittag in der Inselhauptstadt Funchal an einem Gedenkgottesdienst teilgenommen. Zu der Trauerfeier hatte die Pfarrerin der Deutschsprachigen Evangelischen Kirche auf der Atlantikinsel, Ilse Everlien Berardo, in der Kirche Igreja Presbiteriana eingeladen. Einige der Gäste hätten deutliche Verletzungen am Körper und im Gesicht gehabt, berichtete die Zeitung "Correio da Manhã" am frühen Abend. Die 45-minütige Veranstaltung, an der auch Portugals Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa teilnahm, fand hinter verschlossenen Türen statt.

"Portugal trauert, Deutschland trauert, und die Solidarität kommt aus dem Herzen beider Nationen, und nicht nur dieser beiden Nationen", sagte Berardo vor Beginn der Trauerfeier. "Wir sind dankbar für alle tröstlichen Worte."

+++ 19.04.2019: Überlebende des Busunglücks auf Madeira fliegen Samstag in die Heimat +++

Die meisten der bei dem Busunglück auf Madeira verletzten Deutschen sollen am Samstag zurück in die Heimat gebracht werden. Das bestätigte Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa nach einem Besuch im Krankenhaus Dr. Nélio Mendonça in der Inselhauptstadt Funchal. Insgesamt wurden am Karfreitag noch 16 Verletzte in der Klinik behandelt, davon 14 Deutsche sowie der Fahrer und die Reiseleiterin, beides Portugiesen. Die besuchten Patienten hätten große Anerkennung und Dankbarkeit für die Helfer zum Ausdruck gebracht, zitierten portugiesische Medien Sousa.

Vom Auswärtigen Amt hieß es zuvor bereits, ein Flugzeug der Bundeswehr stehe für die Rückkehr der Verletzten bereit. Das Krankenhaus empfahl aber, die Verletzten nicht schon am Freitag auszufliegen, wie Miguel Reis von der Klinikleitung sagte.

+++ 19.04.2019: Deutsche Verletzte auf Madeira werden vorerst nicht ausgeflogen +++

Nach dem Busunglück auf Portugals Atlantikinsel Madeira mit 29 Toten werden die noch im Krankenhaus liegenden 14 Deutschen frühestens am Samstag in die Heimat zurückgebracht. Das Krankenhaus empfehle, dass eine Rückkehr nicht schon am Freitag erfolge, sagte Miguel Reis von der Klinikleitung des Hospitals Dr. Nélio Mendonça in der Hauptstadt Funchal auf einer Pressekonferenz. Neben den Deutschen wurden auch zwei Portugiesen weiter stationär behandelt. Der Zustand aller sei "stabil". Zwei der Verletzten lagen demnach aber noch auf der Intensivstation.

Vom Auswärtigen Amt hieß es, ein Flugzeug der Bundeswehr stehe für die Rückkehr der Verletzten bereit. Es werde eingesetzt, wenn ihre Heimreise sinnvoll und möglich sei.

+++ 19.04.2019: 16 Verletzte des Busunglücks auf Madeira noch im Krankenhaus +++

Zwei Tage nach dem tödlichen Busunglück auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira wurden am Karfreitag noch 16 Verletzte im Krankenhaus Dr. Nélio Mendonça in Funchal behandelt. 2 von ihnen lägen weiter auf der Intensivstation, zitierte die Online-Zeitung "Observador" die Klinikdirektion. In Lebensgefahr befinde sich aber niemand mehr.

+++ 19.04.2019: Chefarzt der Klinik auf Madeira: "Es war ein absoluter Ausnahmezustand" +++

Miguel Reis, Chirurg und Chefarzt am Hospital Dr. Nélio Mendonça auf Madeira, sprach mit der "Bild"-Zeitung über das Horror-Unglück von Madeira. Er war es, der die Unfallopfer als erstes behandelte. "Es war ein absoluter Ausnahmezustand. Das war kein Routineeinsatz.Es trat ein Notfallplan in Kraft. Chirurgen, Ärzte, Krankenschwestern aus ganz Madeira wurden zu uns gebracht, damit wir die Situation kontrollieren konnten", erklärte der Chirurg gegenüber der "Bild"-Zeitung.

15 Opfer des Busunglücks befinden sich aktuell noch in der Klinik. "Zwei sind auf der Intensivstation. Drei auf der Intensivüberwachungspflege. Der Rest teilt sich auf die Stationen Kardiologie und Orthopädie auf."

+++ 19.04.2019:Suche nach Ursache des Busunglücks von Madeira geht weiter +++

Auch am zweiten Tag nach dem schweren Busunfall auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira ermitteln die Behörden weiter zur Unfallursache und versuchen, die hauptsächlich deutschen Opfer zu identifizieren. Augenzeugen zufolge könnte das Unglück mit 29 Toten auf ein Bremsversagen zurückgehen. Der verletzte Busfahrer konnte bislang nicht befragt werden.

Der verunglückte Bus war erst fünf bis sechs Jahre alt. Der Mann am Steuer galt als erfahrener Fahrer. Die Behörden warnten vor vorschnellen Festlegungen auf eine Unfallursache, bevor eindeutige Ermittlungsergebnisse vorliegen.

+++ 18..04.2019: 29 Deutsche sterben bei Bus-Drama auf Madeira - Fahrer verliert Kontrolle in Kurve +++

"Mein Gott, ich bin sprachlos", sagt der Bürgermeister der Gemeinde Caniço, Filipe Sousa. Der Fahrer hat offenbar in einer Kurve die Kontrolle über den Bus verloren, der daraufhin den Abhang hinunter in ein Wohnviertel stürzt. Die Windschutzscheibe ist gesplittert, das Dach fast vollkommen abgerissen. Im Fernsehen ist zu sehen, wie Rettungskräfte Verletzte stützen oder auf Tragen den steilen Hang hinaufbringen. Andere hatten weniger Glück: Leichentücher bedecken die Toten. Im Hintergrund heulen Sirenen.

Bei den Opfern soll es sich um Urlauber aus Deutschland handeln. "Mir wurde gesagt, dass es alles Deutsche sind", sagt der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa. Eigentlich will der Staatschef gleich an die Unglücksstelle eilen, doch dann entscheidet er sich gegen einen Flug nach Madeira. Die Militärflugzeuge sollen für mögliche Krankentransporte auf das Festland zur Verfügung stehen. "Es ist viel wichtiger, die Verletzten zu retten, als dass der Präsident heute abreist", sagt er.

Madeira-Unglück: Deutsche Urlauber im Alter zwischen 40 und 50 Jahren

Die Luftwaffe will drei Maschinen nach Madeira schicken. "Wir bereiten zwei Flugzeuge vom Typ Falcon 50 und eine C-295M mit medizinischer Ausrüstung vor, um die Opfer der Tragödie von Madeira zu versorgen und sie - sofern das nötig ist - schnell auf den Kontinent zu transportieren", heißt es in einer Mitteilung der Luftwaffe.

Medienberichten zufolge waren die Urlauber im Alter zwischen 40 und 50 Jahren auf dem Weg von ihrem Hotel in ein Restaurant in der Provinzhauptstadt Funchal. "Mit großer Erschütterung haben wir von dem tragischen Busunglück auf Madeira erfahren. Wir müssen leider davon ausgehen, dass Opfer aus Deutschland sind", twittert das Auswärtige Amt am Mittwochabend. Regierungssprecher Steffen Seibert schreibt: "Entsetzliche Nachrichten erreichen uns aus Madeira. Unsere tiefe Trauer gilt all denen, die in dem verunglückten Bus ihr Leben verloren haben, unsere Gedanken sind bei den Verletzten."

Wahrscheinlich 27 der 29 Todesopfer auf Madeira Deutsche

Unter den 29 Todesopfern des verheerenden Busunglücks auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin wahrscheinlich 27 deutsche Staatsangehörige. Mindestens vier der Schwerverletzten unter den insgesamt 27 im Krankenhaus liegenden Verletzten sollen demnach ebenfalls vermutlich die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Am Mittwochabend war der Reisebus der Urlauber in der Gemeinde Caniço östlich von Funchal in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen. Er überschlug sich und stürzte eine Böschung hinunter auf ein Wohnhaus.

Die Bundesregierung machte am Donnerstag zunächst keine Angaben über die genaue Zahl der deutschen Opfer. Kanzleramtschef Helge Braun begründete das damit, dass zuerst die Angehörigen informiert würden.

Zwei Gäste von Schauinsland-Reisen im Unglücksbus auf Madeira

An Bord des verunglückten Busses auf der Insel Madeira waren zwei Gäste des Veranstalters Schauinsland-Reisen. Das teilte das Duisburger Reiseunternehmen am Donnerstag mit. Angaben, woher die Touristen kamen, wurden nicht gemacht. Die Tour sei von einem anderen Reiseunternehmen angeboten worden. Der Bus sei bei einem örtlichen Anbieter gechartert worden. Ein Mitarbeiter von Schauinsland-Reisen sei auf dem Weg nach Madeira. Unklar war zunächst auch, ob die beiden Gäste zu den Todesopfern oder Verletzten gehören.

Laschet nach Busunglück: Wohl Menschen aus NRW zu Schaden gekommen

Unter den Opfern des schweren Busunglücks auf Madeira vermutet die nordrhein-westfälische Landesregierung auch Menschen aus NRW. "Wir müssen davon ausgehen, dass bei diesem schweren Unglück auch Menschen aus Nordrhein-Westfalen zu Schaden gekommen sind", teilte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag mit. Die Landesregierung machte zunächst keine Angaben, ob auch Tote unter den Opfern aus NRW sind.

Portugal ordnet nach Busunglück auf Madeira drei Tage Staatstrauer an

Die portugiesische Regierung hat nach dem schweren Busunglück auf der Urlaubsinsel Madeira mit 29 Toten eine dreitägige Staatstrauer bis Samstag angeordnet. Portugiesische Medien zitierten am Donnerstag aus einer Mitteilung des Ministerrats, dass Trauer und Solidarität aller Portugiesen mit den Opfern und ihren Angehörigen Ausdruck verliehen werden soll. Die Regionalregierung von Madeira hatte bereits in der Nacht ebenfalls eine dreitägige Trauerzeit für die Insel ausgerufen. Die Flaggen an allen öffentlichen Gebäuden sollen in dieser Zeit auf halbmast gesetzt werden.

Hotel: Opfer des Busunglücks auf Madeira stammen aus ganz Deutschland

Bei den Opfern der Reisebus-Tragödie auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira handelt es sich nach Angaben des Hotels, in dem die Touristen untergebracht waren, um Deutsche aus verschiedenen Teilen der Bundesrepublik. Es habe sich nicht um eine gemeinsame Gruppe gehandelt, sondern um Reisende, die zu verschiedenen Zeitpunkten auf Madeira angekommen seien und über einen deutschen Reiseveranstalter und dessen portugiesischen Partner Ausflüge gebucht hätten, sagte eine Mitarbeiterin des Hotels "Quinta Splendida" in dem Ort Caniço am Donnerstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gäste des Veranstalters reisten normalerweise immer donnerstags und dienstags an, hieß es weiter. Der Bus war am Mittwochabend auf dem Weg vom Hotel zu einem Abendessen in Funchal von der Straße abgekommen und einen Abhang hinuntergestürzt. 29 Menschen starben nach bisherigen Erkenntnissen.

Bus-Tragödie auf Madeira: Von Reisebus getroffenes Haus war zum Unfallzeitpunkt leer

Das Haus, auf das der verunglückte Reisebus auf Madeira gestürzt ist, war zum Unfallzeitpunkt leer. Das bestätigte der Bürgermeister des Ortes Caniço, Filipe Sousa, der portugiesischen Onlinezeitung "Observador". Bewohnt werde es normalerweise von einem Mann, der sich zum Zeitpunkt des Unglück bei Verwandten aufgehalten habe. Er sei über die Tragödie informiert worden. Am Donnerstag sollten Experten die Schäden an dem Haus überprüfen.

Verunglückter Bus auf Madeira war relativ neu

Der auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira verunglückte Reisebus war offenbar relativ neu. Das Fahrzeug sei im Februar 2013 zugelassen worden und damit nur rund sechs Jahre alt gewesen, berichtete die Zeitung "Diário de Notícias" am Donnerstag ohne Nennung von Quellen.

Bei dem Fahrer, der bei dem Unfall verletzt wurde, handele es sich um einen 55-Jährigen mit viel Berufserfahrung, hieß es weiter. Er habe einen von insgesamt drei Bussen gefahren, die die Urlauber vom Hotel "Quinta Splendida" in der Gemeinde Caniço zu einem Abendessen in der Hauptstadt Funchal bringen sollten.

Klinik auf Madeira: Leichen sollen bis Samstag identifiziert werden

Nach dem Busunglück mit 29 Toten auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira sollen die Leichen voraussichtlich bis Samstag identifiziert werden. Das sagte eine Vertreterin des Krankenhauses "Dr. Nélio Mendonça" in der Hauptstadt Funchal bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Man hoffe, am Samstag mehr über die Identität der Todesopfer sagen und dann die Leichen übergeben zu können.

28 Menschen starben nach Informationen des Krankenhauses noch am Ort des Busunglücks vom Mittwochabend. Weitere 28 Verletzte - 18 Frauen und 10 Männer im Alter von 40 bis 60 Jahren - seien ins Krankenhaus gebracht worden, wo dann ein Opfer auf der Intensivstation gestorben sei. Neun von ihnen hätten bereits entlassen werden können.

Unter den Verletzten seien zwei Portugiesen, die bei Bewusstsein und stabil seien, so die Klinik. Über die Staatsangehörigkeit der anderen Opfer lägen der Klinik keine gesicherten Informationen vor; bei der großen Mehrheit handele es sich wohl um Deutsche.

Medien: Einsatz am Unfallort in Madeira beendet

Nach dem schweren Busunglück auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira mit mindestens 29 Toten haben die Rettungskräfte laut Medienberichten ihren Einsatz am Unfallort beendet. Das Wrack des Reisebusses sei kurz nach 5.00 Uhr (6.00 MESZ) am Donnerstag vom Unglücksort geräumt worden, berichteten der Sender SIC Notícias und die Zeitung "Observador".

Unter den Opfern sind nach bisherigen Erkenntnissen viele deutsche Touristen. Der Reisebus war bei dem Unglück am Mittwochabend in der Gemeinde Caniço östlich von Funchal, in der die Urlauber im Hotel "Quinta Splendida" die Osterferien verbrachten, in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen. Er überschlug sich und stürzte eine Böschung hinunter auf ein Wohnhaus.

Polizei sichert weiter Spuren nach Busunglück auf Madeira

Die Polizei auf Madeira ist am Donnerstag nach dem Busunglück mit 29 Toten weiter mit der Spurensicherung beschäftigt gewesen. Wie ein dpa-Reporter von der Unfallstelle berichtete, sammelten Polizisten Ausweise oder andere Dokumente ein - beziehungsweise suchten sie danach.

Unfallursache? Weshalb kam der Unglücks-Bus von der Straße ab?

Die Unglücksursache ist bislang noch unklar. Medien berichten, ein mechanisches Problem sei wahrscheinlich der Grund gewesen - entweder ein Bremsausfall oder ein eingeklemmtes Gaspedal. Die Busfirma SAM will bei der Aufklärung helfen. "Es ist unser Wille und unser Bestreben, dass alle Fakten, Gründe und Verantwortlichkeiten des Unfalls ermittelt werden", heißt es in einer Mitteilung des Verkehrsunternehmens. "Wir werden uneingeschränkt mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten."

Die wegen ihres milden Klimas bei Urlaubern beliebte "Blumeninsel" steht nach dem schweren Busunfall unter Schock. Er empfinde große Trauer, sagt der Bischof von Funchal, Nuno Brás. "Ich empfehle jene, die gestorben sind, in die Hände Gottes und sende ihren Familien mein Beileid."

Überlebende auf Madeira berichten: Bus wurde immer schneller

Überlebende des schweren Busunglücks von Madeira haben ein Bremsversagen als wahrscheinliche Unfallursache bezeichnet. "Ich kann mir keine andere Ursache vorstellen. Der Bus fuhr von der Quinta Splendida los, nach einige Sekunden wurde er immer schneller. Er schlug gegen die Mauer, wir glaubten sofort, dass er außer Kontrolle geraten war. Er wurde immer schneller, und dann überschlug er sich", erzählte ein leicht verletzter Mann nach einem Bericht der Online-Zeitung "Observador".

Der Mann hatte sich demzufolge bei dem Unfall eine Rippe gebrochen, seine Frau wurde am Nacken leicht verletzt. Alter und Herkunft des Ehepaars nannte "Observador" nicht. Die Frau erzählte, dass ein Tipp auf dem Hinflug wohl dafür gesorgt habe, dass sie glimpflich davon kamen. "Im Flugzeug erklärten sie uns, was zu tun war. Wir kauerten uns zusammen wie die Babys. Und das war unser Glück", sagte sie.

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