"Event Horizon" verkündet Forschungsdurchbruch: Weltsensation! Erstes Foto eines schwarzen Lochs

Schwarze Löcher sind Massemonster, sie sind unfassbar schwer. Aber wie sehen sie eigentlich aus? Bislang wurde noch kein Schwarzes Loch direkt gesehen. Nun sind die ersten Aufnahmen gelungen. Sehen sie HIER das Foto.

Erstes Foto eines Schwarzen Lochs veröffentlicht Bild: picture alliance/Event Horizon Telescope (EHT)/dpa

Das Team des Teleskopnetzwerks Event Horizon verkündete heute auf gleich sechs Pressekonferenzen rund um den Globus ein "bahnbrechendes Ergebnis". Das Netzwerk ist angetreten, die weltweit erste, direkte Aufnahme des Phänomens zu machen. Bislang konnte die Existenz von Schwarzen Löchern nur auf Umwegen nachgewiesen werden.

Erste Aufnahme eines Schwarzen Lochs gelungen

Schwarze Löcher sind Orte der Extreme. Die Masse ist in ihnen so stark zusammengepresst, dass nichts ihrer enorm hohen Anziehungskraft entkommt - auch das Licht nicht. Schwarze Löcher sind also quasi unsichtbar. Allerdings verraten sie sich über die Materie, die sie verschlucken. Sie wird extrem heiß und strahlt dann hell. Dieses charakteristische Leuchten können Teleskope registrieren.

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Schwarzes Loch: Zwei Jahre Arbeit für dieses Foto

Vor zwei Jahren haben die Event-Horizon-Astronomen ihr Teleskopnetzwerk auf gleich zwei Schwarze Löcher gerichtet - eines davon im Zentrum der Milchstraße. Seitdem haben sie die Daten dazu ausgewertet.

Schwarze Löcher sind unglaublich schwer, sehr klein und extrem weit entfernt

Schwarze Löcher sind auch deshalb schwer abzulichten, weil sie trotz ihrer unvorstellbar großen Masse relativ klein sind. Ein Schwarzes Loch mit der Masse unserer Erde wäre beispielsweise nur so groß wie eine Kirsche. Zudem sind die Schwarzen Löcher sehr weit weg. Um trotzdem eine Aufnahme machen zu können, haben die Forscher von Event Horizon acht Radioteleskope miteinander kombiniert. So erreichen sie eine Detailschärfe, mit der sich umgerechnet noch von Berlin aus eine Zeitung in New York lesen lassen würde.

sit/jat/news.de/dpa

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