05.04.2019, 14.56 Uhr

Elefanten-Schlächter in Simbabwe: Widerlich! Jäger töten Jungtiere und grinsen danach in die Kamera

Ein Foto zweier Jäger sorgt für viel Empörung im Internet. Breit grinsend posieren sie hinter einem erschossenen Elefanten-Jungtier. Dieses hätten sie, so die fadenscheinige Begründung der Jäger, aus Notwehr erschossen.

Ein Foto von zwei Jägern mit toten Elefanten-Jungtieren empört das Internet. (Symbolbild) Bild: Holger Hollemann/dpa

Der Elefant ist das größte gegenwärtig lebende Landsäugetier. Sein größter Feind ist, wie so oft, das Säugetier, das sich als allen überlegen ansieht: der Mensch. Vor allem die altbekannte menschliche Sucht nach dem wertvollen Elfenbein wird den Giganten dabei immer wieder zum Verhängnis. Das geht so weit, dass die Elefanten-Populationen rund um den Globus immer weiter schwinden und teils gar vom Aussterben bedroht sind.

Zwei Trophäenjäger erlegen in Simbabwe zwei Elefanten-Jungtiere

Umso trauriger stimmt ein Foto, das seit seinem Erscheinen in den Weiten des Internets für viel Empörung sorgte. Dieses wurde unter anderem von dem Naturschützer Damian Aspinall geteilt und zeigt zwei Jäger, die in lässiger Pose und mit fettem Grinsen hinter einem erlegten Jungtier posen. Aus dessen Kopf fließt aus einer Schusswunde Blut.

Jäger behaupten, sie hätten in Notwehr gehandelt und grinsen breit auf Trophäenfoto

Wie Aspinall zu dem Foto ausführt, gibt es in seinen Augen nur wenige Sachen, die verwerflicher seien als die Jagd nach Trophäen. Und weiter: "Diese zwei Monster erschossen nicht nur einen, sondern gleich zwei Jungtiere – aus Notwehr." Unweigerlich fragt man sich beim Betrachten des Bildes, inwiefern man nach einem Akt der Selbstverteidigung ein derart triumphierendes Foto schießen kann. Da hat die Notwehr anscheinend ganz schön Spaß gemacht...

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Sie können die Jäger mit den beiden toten Tieren nicht sehen? Klicken Sie hier!

Das Problem: Reiseveranstalter bieten legal Großwildjagden an

Diverse Reiseveranstalter bieten ganz legal Reisen an, bei denen Touristen auf Großwildjagd gehen dürfen. Wie "Reisereporter.de" ausführt, müsse man in Simbabwe für eine geführte Jagdtour am Tag 1.000 Dollar berappen. Erlege man dann einen Elefant, würden 18.000 weitere Dollar fällig. Mit einem solchen Anbieter waren die beiden Amerikaner unterwegs. Vor dem Gesetz haben beide Jäger also nichts falsch gemacht. Der Shitstorm war beiden dennoch gewiss. Wie "The Sun" berichtet, sei einer der beiden Männer nach Veröffentlichung der Bilder regelmäßig bedroht worden.

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pap/loc/news.de

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