01.04.2019, 11.01 Uhr

Rebecca Reusch aus Berlin vermisst: "Warum sollte ich trauern?" Schwester wehrt sich gegen Hater

Seit dem 18. Februar 2019 fehlt von Rebecca aus Berlin jede Spur. Die mediale Präsenz von Rebeccas Familie schmeckt allerdings nicht jedem, weshalb sich die Familie vermehrt negativen Kommentaren ausgesetzt sieht. Jetzt wehrt sich Rebeccas Schwester Vivien gegen die Hater.

Rebecca Reusch wird seit Februar 2019 vermisst. Bild: picture alliance/---/Polizei Berlin/dpa

Seit dem 18. Februar 2019 wird Rebecca Reusch nun bereits vermisst. Eine Öffentlichkeitsfahndung und ein Special bei "Aktenzeichen XY... ungelöst" brachten zwar mehr als 2.000 Hinweise, aber konkretisieren ließen sich diese, beispielsweise bei den Suchaktionen der Polizei, leider nicht. Mehr und mehr gerät nun die Familie von Rebecca in den Fokus der Aufmerksamkeit.

Versucht sich die Familie über den Vermisstenfall Rebecca Reusch medial zu profilieren?

Wie beispielsweise Rebeccas Mutter, Brigitte Reusch, in einem Interview mit RTL erklärte, sehe sich die Familie vermehrt Hater-Kommentaren ausgesetzt. Denen würde die mediale Omnipräsenz des Falles Rebecca sauer aufstoßen. So mancher meine gar, die Familie wolle sich über Rebecca medial profilieren und genieße das augenblickliche "Rampenlicht" etwas zu sehr.

Unsinn, sagt die Familie Reusch. In erster Linie gehe es darum, das Schicksal von Rebecca aufzuklären. Mehr noch: Die ganze Familie Reusch hofft nach wie vor, Rebecca lebend wiederzusehen. Ein kämpferisches neues Instagram-Posting von Rebeccas Schwester Vivien macht dies noch einmal überdeutlich.

Rebeccas Schwester Vivien wehrt sich gegen Hater: "Aus welchem Grund sollte ich trauern?"

In dem Posting beschreibt Vivien ähnliche Vorfälle wie ihre Mutter Brigitte. Dass sie Nachrichten bekäme wie: "Sieht so eine trauernde Mutter aus?" Und das nur, weil sie es gewagt habe, Bilder von sich und ihrem Sohn zu posten, die Zuversicht und Lebensfreude ausstrahlten.

"Aus welchem Grund sollte ich trauern?", beginnt Vivien ihre Reaktion und führt aus, dass sie sehr wohl zutiefst erschüttert sei von der Ungewissheit rund um ihre Schwester. Dass sie traurig sei. Aber trauern, das werde sie nicht. Für sie bedeute das Trauern um eine Person, dass jene aus dem Leben des Trauernden gegangen und jedwede Hoffnung auf ein Wiedersehen aufgegeben sei. Und genau dafür sehe sie noch keinen Grund.

Ihr Sohn gibt der Schwester von Rebecca Kraft und Hoffnung

Im weiteren Verlauf gibt sie einen Einblick in ihr Seelenleben, spricht von einem unendlich langen Tunnel, in dem es permanent dunkel zu sein scheine. Und in dieser Situation gebe ihr vor allem ihr Sohn viel Kraft und sei ihr Licht: "Für mich ist er die pure Hoffnung. Auch an den dunkelsten Tagen."

"Und ja. Auch ich lache. Ich lache, obwohl meine kleine Schwester nicht da ist. Würde Becci wollen, dass wir alle den Kopf in den Sand stecken, nur noch weinen, nie wieder lachen? Nein!", schließt sie ihr Statement ab. Zumindest ihre Follower können das nur zu gut verstehen und wünschen Vivien, ihrer Familie und natürlich auch Rebecca nur das Beste.

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Ich bekomme Nachrichten wie: "Sieht so eine trauernde Schwester aus?" Aber wie genau sieht jemand trauerndes für dich aus? Und aus welchem Grund sollte ich trauern? Ich bin traurig, ja. Zu tiefst erschüttert um ehrlich zu sein. Aber heißt es nicht, dass jemand trauert, weil eine Person für immer aus ihrem Leben gegangen ist? Ist dann nicht all die Hoffnung verloren? So sehe ich das. Ich bin traurig, jedoch trauere ich nicht. Eigentlich bin ich ein zutiefst positiver Mensch. Versuche in den dunkelsten Momenten das Licht zu sehen. Aber ja, auch mir fällt das zur Zeit mehr als schwer. Es ist alles dunkel. Ein unendlich langer Tunnel. Keiner kann sagen wann dieser endet. Es ist als wäre über alles ein Schleier. Wie in einer Traum-Sequenz in einem Film. Mein Sohn, ein Licht welches scheint, ob Tag, ob Nacht. Für mich ist er die Pure Hoffnung. Auch an den dunkelsten Tagen. Er, mein Glaube, meine Familie. Das gibt mir die Kraft. Die Kraft zu hoffen. Die Kraft zu Leben. Und ja. Auch ich lache. Ich lache obwohl meine kleine Schwester nicht da ist. Würde Becci wollen, dass wir alle den Kopf in den Sand stecken, nur noch weinen, nie wieder lachen? Nein! Ich denk an dich Prinzessin und ich denke an unsere Momente und ich werde lachen ❣ #findbecci

Ein Beitrag geteilt von Viva La Vida - Vivien Reusch (@viiiivaaa_) am

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pap/loc/news.de

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