28.03.2019, 12.31 Uhr

Leverkusen: Schockierend! Unbekannter vergiftet Essen der Kinder einer Kita

In der Leverkusener Kindertagesstätte Schlebusch wurden in einer Woche gleich zweimal die Essen der Kinder vergiftet. Noch fehlt jedes Motiv für die schockierende Tat. Eine Mitarbeiterin der Kita steht unter Tatverdacht.

In der Leverkusener Kita Schlebusch wurde in einer Woche zweimal das Essen der Kinder vergiftet. Bild: Roland Weihrauch/dpa

Zweimal sind in einer Leverkusener Kindertageseinrichtung Speisen offenbar bewusst verunreinigt worden. Kinder wurden zum Glück nicht verletzt, weil die Verunreinigungen rechtzeitig bemerkt wurden.

Essen in Leverkusener Kita vergiftet

Es ist ein echter Schock für die Eltern, als die Leitung einer Leverkusener Kita mitteilt, dass das Essen für ihre Kinder innerhalb einer Woche gleich zweimal vergiftet worden sein soll. "Wir haben die Verunreinigungen vor der Essensausgabe entdeckt, kein Kind hat etwas davon gegessen. Die Kinder waren nicht in Gefahr", sagte Nadja Georgi, Fachbereichsleiterin des Kita-Trägers gegenüber RP-Online.

Hohe kriminelle Energie: Spülmittel wurde bewusst ins Essen der Kinder gemischt

Demnach sei im Februar (am 12. und 18. Februar) vor der Ausgabe eine fremde Substanz in den Speisen (Paprika-Rahmsoße und Gemüsesuppe)bemerkt wurden, die zudem seltsam gerochen habe. Der Caterer der Kita konnte keine Unregelmäßigkeiten an seinen Anlagen feststellen, weshalb die Proben ins Labor gingen. Hier wurde festgestellt, dass es sich bei der Substanz um ein Reinigungsmittel gehandelt habe, das in der Kindertagesstätte verwendet wurde.

Die Polizei nahm die Ermittlungen auf und stellte fest, dass in einem Fall das Spülmittel gezielt mittels einer Spritze ins Essen gemischt wurde. Das Mittel sei in etwa sieben Litern Essenssoße verdünnt gewesen. Seit den Vorfällen werde in der Kita das Essen nach dem Sechs-Augen-Prinzip geprüft.

Hintergründe für die Vergiftungsversuche komplett unklar

Im Fall der verunreinigten Mahlzeiten geht der evangelische Träger von einer mutwilligen Verunreinigung aus und rätselt über die Hintergründe. "Das ganze Kita-Team genießt ein hohes Vertrauen in der Elternschaft. Es ist im Moment unerklärlich", sagte Nadja Georgi am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Mitarbeiterin unter Verdacht

"Es gibt einen vagen Anfangsverdacht gegen eine Kita-Mitarbeiterin", sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Frau solle befragt werden. Sie lasse sich anwaltlich vertreten, sagte Bremer. Nach Polizeiangaben handelt es sich bei der Verdächtigen um eine Küchenhilfskraft, die noch in der Küche selbst das nach Reinigungsmitteln riechende Essen gemeldet habe. Sie sei nicht mehr in der betroffenen Kita tätig.

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pap/news.de/dpa

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