18.03.2019, 21.25 Uhr

Norovirus in Allgäuer Hotel: Über 40 Hotelgäste erkranken an Magen-Darm-Grippe

Mehr als 40 Gäste sind von einem Magen-Darm-Infekt betroffen, der sich in einem Allgäuer Hotel ausgebreitet hat. Die zuständigen Behörden glauben, es sei das Norovirus.

Wie ein Sprecher der Kreisbehörde erläuterte, werden die Kranken nun in dem Hotel medizinisch versorgt. (Symbolbild) Bild: Alexander Rüsche/dpa

Im Allgäu sind rund 40 Gäste eines Hotels an einer Magen-Darm-Infektion erkrankt. Das Gesundheitsamt ordnete am Montag umfangreiche Desinfektionsmaßnahmen für das Hotel in Bad Hindelang an. Wie das Landratsamt Oberallgäu berichtete, sind nur Gäste und keine Mitarbeiter des Hauses erkrankt. Die Behörden vermuten, dass Noroviren in dem Hotel grassieren. Die Ergebnisse der Tests werden allerdings erst in den kommenden Tagen erwartet.

Kollektiver Brechdurchfall: Das Gesundheitsamt ermittelt

In dem Hotel waren am Samstag zahlreiche Urlauber neu angekommen. Bei einigen von ihnen hatten sich am Sonntag Krankheitszeichen gezeigt, am Montag wurde das Gesundheitsamt eingeschaltet. Wie ein Sprecher der Kreisbehörde erläuterte, werden die Kranken nun in dem Hotel medizinisch versorgt.

Es gibt kein Medikament gegen das Norovirus

Das Norovirus ist sehr leicht übertragbar und gehört zu den weltweit häufigsten Erregern für plötzlich auftretenden Brechdurchfall. Ansteckungsfälle sind das ganze Jahr über möglich, in den Wintermonaten aber wesentlich wahrscheinlicher. Wer sich erst einmal infiziert hat, hat gegebenenfalls bis zu 3 Tage lang mit den mehr als unangenehmen Symptomen zu leben, eine medikamentöse Behandlung gibt es nicht. Nur Ruhe und viel Flüssigkeit helfen.

Nur größtmögliche Hygiene, viel Trinken und Ruhe helfen

Kranke können, wie Untersuchungen zeigen, das Virus allerdings noch bis zu 2 Wochen lang ausscheiden. Höchste Hygienestandards sind also einzuhalten, um die Gefahr der Ansteckung anderer zu minimieren. Regelmäßiges langes Händewaschen mit warmem Wasser und Seife und gründliche Desinfektion von Oberflächen, wie etwa der im Badezimmer, sollten für Erkrankte selbstverständlich sein, ebenso wie die Vermeidung des Kontakts zu Lebensmitteln anderer.

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sit/loc/news.de/dpa

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