Pflegedrama in Hamburg: 47-Jährige Koma-Patientin in Badewanne verbrüht - tot

In einer Hamburger Pflegeeinrichtung musste eine Frau qualvoll sterben, nachdem sie von ihren Betreuern in eine Wanne mit viel zu heißen Badewasser gesetzt wurde. Die Wachkomapatientin konnte sich nicht wehren und verstarb wenige Tage später.

In einer Pflegeeinrichtung in Hamburg starb eine Koma-Patientin an ihren schweren Verbrühungen (Symbolbild). Bild: leno2010/Adobe Stock

Nach dem Tod einer Frau in einer Hamburger Pflegeeinrichtung haben Polizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Zwei Pfleger werden beschuldigt, eine Komapatientin in einer Badewanne so schwer verbrüht zu haben, dass sie an ihren schweren Verletzungen verstarb.

Pflegedrama in Hamburg: Koma-Patientin in Badewanne verbrüht

Laut einem Bericht der "MOPO" sollen die beiden Pfleger zunächst die Wassertemperatur geprüft haben, bevor sie die 47-Jährige Koma-Patientin mit einem Lift in die Badewanne heben wollten. Dabei kam es offenbar zu einer Verzögerung, sodass in der Zwischenzeit weiteres heißes Wasser in die Wanne lief. Zwar hätten sie ihren Fehler rasch bemerkt und die Frau aus dem Wasser gezogen, doch ihre Verletzungen waren zu diesem Zeitpunkt bereits lebensbedrohlich.

Koma-Patientin stirbt nach Verbrühung mit heißem Badewasser in Hamburg

Obwohl die Patientin sofort in eine Spezialklinik gebracht wurde, konnten die Ärzte das Leben der Frau nicht mehr retten. Laut "MOPO" erlitt sie Verbrühungen an rund 70 Prozent ihrer Haut, acht Tage später verstarb die Frau schließlich an ihren schweren Verletzungen. Der Geschäftsführer sprach der Familie des Opfers sein Beileid aus. Er verwies jedoch darauf, dass es sich bei den betroffenen Mitarbeitern um erfahrene Pflegekräfte handeln würde und dass im Pflegeberuf selbst kleinste Fehler massivste Folgen haben könnten. Der Staatsanwalt muss nun entscheiden, ob gegen die beiden Pfleger ermittelt wird.

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jat/fka/news.de

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