10.03.2019, 12.58 Uhr

Explosion in Stockholm: Bus im Stockholmer Zentrum explodiert - Fahrer verletzt

Ein lichterloh brennender Bus schreckt die schwedische Hauptstadt auf. Dann die Entwarnung: Es war ein Verkehrsunfall, Passagiere waren nicht an Bord. Hat der Busfahrer eine falsche Route genommen?

In Stockholm ist ein Bus explodiert. Bild: AdobeStock / YuliaB

Kurzzeitiger Schreck mitten in Stockholm: Im Zentrum der schwedischen Hauptstadt ist ein Bus explodiert und in Flammen aufgegangen. Wie die Polizei bereits kurz nach dem Unglück am Sonntag mitteilte, handelte es sich um einen Verkehrsunfall und keine terroristische Tat. Passagiere waren zur Unglückszeit nicht an Bord. Der Busfahrer erlitt Brandverletzungen. Bilder in schwedischen Medien zeigten, wie der Bus vor einem Tunnel komplett in Flammen stand. Dicker, schwarzer Rauch stieg auf.

Explosion in Stockholm! Bus steht lichterloh in Flammen

Den Polizeiangaben zufolge ereignete sich die Explosion in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs im Stadtteil Norrmalm. Bis zum Reichstagsgebäude der Stadt sind es von hier aus nur knapp 500 Meter, das Königsschloss befindet sich nur einige Meter hinter dem Parlament. Das Gebiet um den Explosionsort wurde weiträumig abgesperrt.

Bilder in schwedischen Medien zeigen, wie der Bus komplett in Flammen steht. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

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Kein Terror! Ist der Erdgastank auf Busdach explodiert?

Die Ermittler gingen dem Verdacht nach, der Bus könnte in der Einmündung eines Tunnels in eine Höhenbegrenzung gefahren sein. Daraufhin soll der Gastank auf dem Dach des Fahrzeugs explodiert sein. Ein Bild zeigte, wie der Bus völlig ausgebrannt unter der Höhenbegrenzung stand. Daneben standen Feuerwehrleute neben einem Gastank, der offenbar vom Busdach heruntergefallen war.

Die Stockholmer Nahverkehrsbehörde erklärte, der Bus sei auf dem Weg zu seinem Startpunkt für den Linienverkehr gewesen. Aus unbekannter Ursache habe der Fahrer eine andere Route genommen, sagte ein Behördensprecher schwedischen Medien. Deshalb sei er in die Höhenbegrenzung des Tunnels gefahren. Die Polizei teilte mit, eine Anzeige wegen Verursachung körperlicher Schäden, Vergehen am Arbeitsplatz und Fahrlässigkeit im Straßenverkehr angefertigt zu haben.

Stockholm hatte im April 2017 einen schweren Terroranschlag erleben müssen. Damals war ein Attentäter mit einem gestohlenen Lastwagen in die belebte Einkaufsstraße mitten in der Stadt gerast. Fünf Menschen wurden getötet, 15 verletzt. Der Täter, ein Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat, wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Zuletzt war am Freitag ein 46-Jähriger zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er einen Terrorangriff im Raum Stockholm geplant haben soll.

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bua/news.de/dpa

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