08.03.2019, 08.56 Uhr

Keine Rettungsgasse bei Unfall gebildet: Polizei fordert 23.000 Euro Bußgeld von 100 Autofahrern

Die Polizei geht jetzt gegen mehr als 100 Autofahrer vor, die nach einem schweren Unfall auf der Autobahn A 5 keinen Platz für Rettungsfahrzeuge gemacht haben. Die Rettungsgassen-Sünder sollen 23.000 Euro Bußgeld zahlen.

Die Polizei greift rigoros gegen Autofahrer vor, die keine Rettungsgasse bilden (Symbolfoto). Bild: Patrick Seeger / picture alliance / dpa

Nach einem schweren Unfall auf der Autobahn 5 in der Nähe von Bruchsal bei Karlsruhe hat die Polizei hart gegen Fahrer durchgegriffen, die keine Rettungsgasse gebildet hatten. Mehr als 100 Fahrer werden zusammen etwa 23.000 Euro an Bußgeld zahlen müssen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Eine halbe Stunde lang hatten die Beamten die Strecke in Richtung Heidelberg überwacht.

Polizei greift durch: 23.000 Euro Bußgeld, weil keine Rettungsgasse gebildet wurde

Bei dem Unfall am Donnerstagmittag war ein 47-jähriger Lkw-Fahrer an einem Stau-Ende auf einen anderen Lastwagen aufgefahren. Durch die Wucht des Aufpralls wurde dieser Lastwagen auf den nächsten aufgeschoben. Der 47-Jährige wurde schwer verletzt in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Der materielle Schaden beträgt etwa 50.000 Euro.

Widerlich! Gaffer behindern Verkehr nach Autobahn-Crash bei Bruchsal/Karlsruhe

Aufgrund der Vollsperrung bildete sich hinter der Unfallstelle ein Stau von zeitweise mehr als 20 Kilometern Länge. Auf der Gegenfahrbahn entstand laut Polizei ein Stau von etwa zwei Kilometern Länge, weil Gaffer die Rettungsarbeiten beobachten wollten.

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loc/news.de/dpa

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