11.03.2019, 10.03 Uhr

Unwetterwarnung aktuell für März 2019: Tote und Verletzte! Tief "Eberhard" sorgt für Chaos in Deutschland

Rasante Windböen fegten am Sonntag einmal quer über die Republik, mancherorts sogar in Orkanstärke. Nachdem Sturmtief "Eberhard" Deutschland ordentlich durchgepustet hat, müssen Pendler zu Wochenbeginn teilweise noch mit unangenehmen Folgen rechnen.

Deutschland wird derzeit von einer Sturmserie heimgesucht. Bild: dpa

Nach den heftigen Sturmböen am Sonntag wird sich die Lage im Bahnverkehr am Montagmorgen wohl erst allmählich normalisieren. Es werde "immer noch starke Einschränkungen" sowohl im Fern- als auch im Regionalverkehr geben, sagte eine Bahnsprecherin am frühen Montagmorgen. Im Laufe des Tages solle aber der Fernverkehr in und aus dem Ruhrgebiet wieder rollen. Auch der Regional- und S-Bahn-Verkehr in NRW habe seinen Betrieb wieder aufgenommen. Die Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Frankfurt sei wieder frei und könne eingeschränkt befahren werden, hieß es weiter.

Sturm-Chaos durch Tief "Eberhard": Bahnreisende sitzen fest

Weil etliche Bäume auf die Gleise gestürzt waren und für einen Stromausfall im wichtigen Stellwerk Essen gesorgt hatten, war der Zugverkehr in NRW am Sonntagnachmittag komplett gestoppt worden. Zahlreiche Reisende strandeten an den Bahnhöfen. In Städten wie Dortmund, Duisburg, Köln oder auch in Berlin hatte die Bahn Aufenthaltszüge bereitgestellt, in denen gestrandete Fahrgäste auch die Nacht verbringen konnten.

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Tote und Verletzte durch Sturmtief "Eberhard"

Sturm "Eberhard" war am Sonntag mit Böen bis Windstärke 11 und 12 erst über NRW und Teile von Niedersachsen hinweggefegt, bevor es am Abend Thüringen und Sachsen erreichte. In Bestwig im Hochsauerlandkreis starb ein Autofahrer, als ein entwurzelter Baum während der Fahrt auf sein Auto fiel. In Chemnitz wurde ein Mann schwer verletzt, als sein Kleintransporter umgeweht wurde.

Dorf in Thüringen von Außenwelt abgeschnitten

Einsatzkräfte kämpften landesweit bei Tausenden von Einsätzen mit umgestürzten Bäumen und abgedeckten Hausdächern. In Thüringen wurde ein Dorf durch quer liegende Bäume vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Da die versuchte Räumung am Sonntag weitere Bäume zum Einsturz brachte, vertagte man die Arbeit aus Sicherheitsgründen. Auch in Bayern und Baden-Württemberg kam es zu mehreren hundert Einsätzen wegen des Sturms, während die nördlichen Bundesländer weitestgehend von "Eberhard" verschont blieben.

Umgestürzte Bäume beseitigt: Dorf Mönchsberg ist wieder erreichbar

Das vom Sturm "Eberhard" von der Außenwelt abgeschnittene Dorf Mönchsberg in Thüringen ist wieder erreichbar. Die Feuerwehr habe am frühen Montagmorgen die umgestürzten Bäume von der einzigen Zufahrtsstraße beseitigt, sagte Michael Volk, Sprecher des Landratsamtes in Sonneberg. Seit acht Uhr könne der Ort wieder angefahren werden.

Am Sonntagabend waren gut ein Dutzend Bäume auf die einzige Verbindungsstraße nach Föritztal-Mönchsberg gestürzt. Während des Sturms habe die Gefahr bestanden, dass weitere Bäume umfallen. Deswegen habe die Feuerwehr ihre Arbeit in der Nacht aus Sicherheitsgründen auf den Morgen vertagt. Auch der Strom im Dorf sei wieder da, sagte Volk.

Deutscher Wetterdienst hebt Unwetterwarnung auf

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hob seine Unwetterwarnungen in der Nacht zum Montag auf. Die Experten warnten lediglich noch vor orkanartigen Böen, insbesondere in Hochlagen. "Es ist noch ein bisschen windig, aber weitgehend vorbei", sagte ein DWD-Sprecher am frühen Morgen.

Wetter im März 2019: Die aktuelle Wettervorhersage für Deutschland

Trotz der aufgehobenen Unwetterwarnung bleibt das Wetter in Deutschland ungemütlich. Am Montag ziehen erneut Schnee- und Graupelschauer durchs Land, die Temperaturen bewegen sich weiter im einstelligen Bereich. In der Nacht zum Dienstag ziehen die Schauer laut "wetter.de" zum Südosten hin ab, stellenweise droht Gefahr durch Glätte. Nachdem der Dienstag zunächst sonnig beginnt, drohen vom Nordwesten aus weitere Regenfälle. Am Oberrhein sind Temperaturen bis zu elf Grad möglich.

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