06.03.2019, 11.44 Uhr

Maddie McCann: Freund der Familie McCann erhebt schwere Vorwürfe

Seit fast zwölf Jahren wird Maddie McCann vermisst. Immer wieder müssen Kate und Gerry McCann bangen, dass die Suche eingestellt wird. Ein Freund der Familie erhebt nun schwere Vorwürfe gegen den damaligen Polizeichef.

Maddie McCann wird seit dem 3. Mai 2007 vermisst. Bild: dpa

Auch fast zwölf Jahre nach dem Verschwinden von Maddie McCann herrscht keine Gewissheit über das Schicksal des Mädchens. Was passierte tatsächlich am 3. Mai 2007 im Portugal-Urlaub der Familie McCann? Immer wieder gibt es neue Spuren, doch keine führte bisher zum Erfolg. Maddies Eltern, Kate und Gerry McCann, haben auch nach zwölf Jahren die Hoffnung nicht aufgegeben, ihre Tochter lebend wiederzusehen.

Vermisstenfall Maddie McCann: Wird die Suche bald eingestellt?

Dabei steht die Suche immer wieder auf der Kippe und droht eingestellt zu werden. Immer wieder müssen sich die Ermittler um neue Finanzspritzen kümmern, um die Suche nach Maddie McCann weiter zu finanzieren. Ein Umstand, der nicht bei allen Briten auf Begeisterung stößt. Zuletzt mussten Gerry und Kate McCann Anfang März bangen, dass die Suche nach ihrer Tochter nun endgültig eingestellt wird. Bislang hat der Vermisstenfall Maddie laut "Mirror" bereits 11,7 Millionen britische Pfund(etwa 13,5 Millionen Euro) verschlungen.

Freund von Kate und Gerry McCann erhebt Vorwürfe gegen Polizeichef

In alle dem Trubel um die Finanzierung der Suche meldet sich nun ein Freund von Maddie McCanns Familie zu Wort und erhebt schwere Vorwürfe gegen den damaligen Polizeichef, der sich inzwischen zur Ruhe gesetzt hat. Wie die britische "Daily Mail" berichtet, hatte eben jener Polizeichef Zweifel an der Geschichte von Maddies Eltern gestreut und sie damit an den Pranger gestellt und angeklagt. Er war derjenige, der es für unwahrscheinlich hielt, dass ein Entführer sich Zutritt zu dem Apartment der Familie im Ferienort Praia da Luz verschafft habe.

Polizeichef streut Zweifel an der Aussage von Maddie McCanns Eltern

"Das Fenster ist nur maximal 50 cm breit, in Wirklichkeit 46 cm breit und bereits einen Meter über dem Boden.Ich habe mir das angesehen und meine Schultern sind breiter als dieses kleine Fenster. (...) Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es möglich ist. (...) Du müsstest dir das Kind schnappen, ohne es aufzuwecken oder die beiden anderen Kinder zu wecken", erklärte der Polizeichef in einem Interview. Diese Aussagen sollen nun in einem neuen Podcast den Fall Maddie McCann betreffend erneut Verwendung finden. Experten, die damals an dem Fall mitgearbeitet haben, sollen darin zu Wort kommen.

Podcast zum Vermisstenfall Madeleine McCann - Empörung bei Freund der Familie

Für den Freund der McCanns eine bodenlose Frechheit. "Jeder kann einen Podcast machen. Das bedeutet nicht, dass es richtig ist", so der Freund gegenüber der "Sun". Den Anschuldigungen, die McCanns hätten etwas mit der Entführung ihrer Tochter zu tun, widersprach er vehement.

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fka/bua/news.de

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