17.05.2019, 12.42 Uhr

Vermisstenfall Rebecca Reusch im News-Ticker:                                        Rebecca R. weiter vermisst: Experte enthüllt Fehler bei der Ermittlung

Rebecca wird seit dem 18. Februar 2019 vermisst. Bild: dpa

Im Gespräch mit dem "Focus" hat ein Experte über mögliche Missstände bei der Suche nach der vermissten Rebecca R. aus Berlin gesprochen. Lars Bruhns, der Leiter der "Initiative Vermisste Kinder", merkte an, dass die Beteiligung von Angehörigen bei Suchaktionen nach vermissten Personen "die Suche behindern" könne, indem Spuren verwischt werden. Zudem bergen private Suchbemühungen die Gefahr, dass Zeugenaussagen beeinflusst werden: "Die Gefahr besteht, dass ein solcher Zeuge andere, möglicherweise wichtige Hinweise aus seinem Gedächtnis löscht, weil er sie nicht für relevant hält", mahnt der Experte für Vermisstenfälle im "Focus". Weiterhin sei es bei Fällen wie dem von Rebecca R. unerlässlich, dass die Kommunikation mit der Öffentlichkeit in den Händen der Ermittler liege. "Es ist nicht hilfreich, wenn der Eindruck entsteht, dass Familie und Polizei nicht mit einer Stimme sprechen", zitiert der "Focus" Lars Bruhns. Weiterhin kritisierte der Experte den Auftritt des Chefermittlers bei "Aktenzeichen XY... ungelöst" im ZDF: "Das kam (...) zu spät. Natürlich gehen dadurch viele Hinweise ein. Aber die Stunden unmittelbar nach einem Verschwinden sind entscheidend, da ist die Erinnerung möglicher Zeugen viel besser", so der Spezialist für Vermisstenfälle.

+++ 12.03.2019: Suche nach Rebecca in Brandenburg vorläufig beendet +++

Die Suche nach der Leiche der verschwundenen Rebecca ist von der Berliner Polizei am Dienstagabend vorläufig abgebrochen worden. Nach Einbruch der Dunkelheit verließen die Kriminaltechniker den Wald bei Rieplos nahe der Autobahn zwischen Berlin und Frankfurt (Oder), wie Fotografen vor Ort berichteten. Auch das Technische Hilfswerk (THW) packte zusammen. Ob am Mittwoch dort weiter gesucht wird, konnte die Polizei nicht sagen.

Hinweise aus der Bevölkerung sollen in die Gegend geführt haben. Das Auto des verdächtigen Schwagers des 15-jährigen Mädchens war am Tag des Verschwindens und am Tag danach auf der Autobahn erfasst worden.

+++ 12.03.2019: Experten von Polizei und THW suchen in Brandenburg nach Rebecca +++

Auf der Suche nach der verschwundenen Rebecca hat die Berliner Polizei ihre Suche in Brandenburg wieder aufgenommen. An mehreren Stellen in der Nähe des Suchgebiets der vergangenen Woche bei Storkow waren am Dienstag erneut Kriminalpolizisten und Suchhunde unterwegs. Auch der nahe gelegene Wolziger See und sein Ufer sollten untersucht werden. Unterstützt wurde die Mordkommission diesmal vom Technischen Hilfswerk (THW), wie eine Sprecherin sagte.

25 Leute seien insgesamt dort im Einsatz, so die Polizei: 12 vom THW, außerdem Mitglieder der Mordkommission, Kriminaltechniker und Hundeführer mit drei Leichenspürhunden sowie einem weiteren Suchhund. Das THW habe "Spezialtechnik" dabei, sagte eine Sprecherin der Polizei. Dazu sage man aber nichts. "Es geht jetzt darum, sich auszutauschen und zu sehen, wo kann man noch mal intensiv suchen. Da hat das THW andere Erfahrungen als unsere Leute."

Die THW-Männer waren zeitweise mit Schaufeln und Rechen am und im Wald bei dem Ort Rieplos unterwegs. Dort bauten sie am Nachmittag auch eine Art kleinen Pavillon auf. Das Technische Hilfswerk (THW) soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auch Boote für den Einsatz auf dem See dabei haben, die Polizei bestätigte das nicht. Klar sei aber, dass der See in die Suche miteinbezogen werden müsse, hieß es.

+++ 12.03.2019: Polizei sucht an Brandenburger See nach Rebecca +++

Die Berliner Polizei hat ihre Suche nach der Leiche der verschwundenen Rebecca in Brandenburg wieder aufgenommen. Am Dienstag war die Polizei am Wolziger See 50 Kilometer südöstlich von Berlin unterwegs. Dabei war nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auch das Technische Hilfswerk (THW) mit Booten. Die Pressestelle der Polizei konnte das zunächst noch nicht bestätigen. Der RBB hatte zuvor darüber berichtet.

Bereits von Donnerstag bis Samstag hatten Polizei-Hundertschaften sowie Experten mit speziellen Leichensuchhunden einen Wald in der Gegend durchkämmt. Der Wolziger See liegt in der Nähe des Waldstücks und des angrenzenden kleinen Ortes Kummersdorf. Gefunden wurde allerdings nichts.

Hinweise aus der Bevölkerung sollen in die Gegend nahe der Autobahn zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) geführt haben. Das Auto des verdächtigen Schwagers des 15-jährigen Mädchens war am Tag des Verschwindens und am Tag danach auf der Autobahn erfasst worden.

+++ 12.03.2019: Ermittlungen im Fall Rebecca stocken +++

Die Berliner Polizei tritt bei der Suche nach der verschwundenen Rebecca auf der Stelle. Es gebe derzeit nichts Neues, weiterhin würden die Hinweise aus der Bevölkerung ausgewertet, sagte ein Sprecher am Dienstag. Der verdächtige Schwager des 15-jährigen Mädchens sitzt weiter in Untersuchungshaft.

Ob ein Anwalt des 27-jährigen Deutschen bereits einen Antrag auf Haftprüfung gestellt habe, sagte der Polizeisprecher nicht. Mit so einem Antrag können Rechtsanwälte ihre Mandanten aus der Untersuchungshaft holen.

+++ 11.03.2019: Rebecca seit drei Wochen verschwunden - vorerst keine neue Suchaktion +++

Drei Wochen nach ihrem Verschwinden fehlt von der Berliner Schülerin Rebecca (15) weiter jede Spur. Die Ermittler konzentrierten sich jetzt darauf, die Hinweise aus der Bevölkerung weiter auszuwerten, sagte eine Polizeisprecherin am Montag auf Anfrage. "Das wird noch viel Zeit kosten." Bislang gingen demnach mehr als 1.200 Hinweise ein. Von weiteren geplanten Suchaktionen sei derzeit nichts bekannt.

+++ 11.03.2019: Kommt Rebeccas Schwager bald wieder frei? +++

Im Fall der vermissten Rebecca hat sich der verdächtige Schwager bislang nicht zu der Tat geäußert. Offenbar hat auch die Polizei kein belastendes Material gegen ihn in der Hand. Wie "Bild" berichtet, könnte er möglicherweise bald wieder freigelassen werden. Mit einer Haftprüfung könnte ihn seine Anwältin aus der U-Haft holen, ein entsprechender Antrag wurde bislang jedoch nicht nicht gestellt. Laut "Bild" könnte der Tatverdächtige im Zweifel bis zu sechs Monate in Untersuchungshaft bleiben. Anschließend müsse er entlassen oder Anklage erhoben werden.

+++ 11.03.2019: Medienbericht – War Rebeccas Schwager wegen Drogen unterwegs? +++

Laut einem Bericht von "Bild.de" soll sich der tatverdächtige Schwager von Rebecca gegenüber der Polizei zu seiner Autofahrt durch Brandenburg geäußert haben. Wie das Blatt behauptet, soll er mit dem Auto nach Polen unterwegs gewesen, um einen Drogendeal abzuwickeln. Wie Rebeccas Vater gegenüber "Bild.de" berichtet, wertet die Polizei diese Aussage jedoch als Schutzbehauptung.

+++ 10.03.2019: Mutter ist sich sicher, dass Rebecca festgehalten wird +++

Mehr als 1.200 Hinweise sind bislang bei der Polizei eingegangen. Zwar wurde die aktuelle Suche nach Rebecca beendet, jedoch schließt eine Sprecherin der Polizei nicht aus, dass es bald eine weitere geben werde."Nichts deutet darauf hin, dass Rebecca noch am Leben ist", zitiert die "Welt am Sonntag" den Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Rebeccas Eltern haben die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben, ihre Tochter bald wieder lebendig in die Arme schließen zu können."Die Leute sollen in Kellern und Lauben gucken, sie wird irgendwo festgehalten", bitte die Mutter in der "Bild"-Zeitung um Hilfe.

+++ 10.03.2019: Suche nach Rebecca in Wald bei Kummersdorf abgeschlossen +++

Die Berliner Polizei hat ihre Suche nach der verschwundenen 15-jährigen Rebecca in einem Waldstück bei Kummersdorf in Brandenburg für beendet erklärt. "Die Suchmaßnahmen an dem Ort sind gestern abgeschlossen worden, leider ohne Erfolg", sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "Derzeit ist es für heute nicht vorgesehen, woanders zu suchen", sagte die Sprecherin.Inzwischen seien mehr als 1200 Hinweise zum Verschwinden des jungen Mädchens eingegangen. Diese müssten alle bearbeitet werden.

Drei Tage lang hatten jeweils Hundertschaften der Polizei den weitläufigen Kiefernwald rund 50 Kilometer südöstlich von Berlin mit Leichensuchhunden und anderen Spürhunden systematisch durchkämmt, ohne etwas zu finden.

Auf Nachfrage bestätigte die Sprecherin, dass ein Hinweis auf das auffällige himbeerrote Auto des Schwagers die Polizei in dieses Waldstück geführt habe. Ein potenzieller Zeuge habe gesagt, es könnte sein, dass er den Twingo in diesem Wald gesehen habe. Der Hinweis sei aber mit Konjunktiven versehen gewesen, es habe kein Foto oder ähnliches gegeben.

Lesen Sie auch:Warum hält Rebeccas Familie zum Tatverdächtigen?

+++ 09.03.2019:Suche nach Rebecca auch am dritten Tag ohne Ergebnis +++

Auch der dritte Tag der Suche nach der verschwundenen Rebecca in Brandenburg ist ohne Erfolg geblieben. Am Samstagabend beendete die Polizei die Suche bei Einbruch der Dunkelheit, ohne fündig geworden zu sein. Eine Hundertschaft der Berliner Polizei war wieder in dem Waldgebiet bei dem Ort Kummersdorf - 50 Kilometer südöstlich von Berlin - unterwegs. Dabei setzten die Beamten auch spezielle Leichenspürhunde und andere Suchhunde ein. Unterstützung erhielten sie wieder aus Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Möglicherweise sollte die Suche am Sonntag weitergeführt werden.

+++ 09.03.2019: mehr als 1.000 Hinweise! Polizei verlagert die Suche +++

Unter den Hinweisen sei auch einer auf den Wald zwischen den kleinen Orten Kummersdorf und Wolzig in der Umgebung von Storkow, so die Polizei. Mehr Informationen gab sie dazu nicht. Möglicherweise sah dort jemand ein rotes Auto, wie es der Schwager von Rebecca fährt. Der Wald ist allerdings sehr groß und wird jetzt Stück für Stück abgesucht. Am Samstag verlagerte die Polizei ihren Schwerpunkt weiter nach Westen in Richtung des Wolziger Sees.

Lesen Sie auch: Strafverteidiger kritisiert Medien: Schwager bereits als Täter dargestellt.

+++ 09.03.2019: Suche im Fall Rebecca fortgesetzt - mehr als 1000 Hinweise +++

Den dritten Tag in Folge sucht die Berliner Polizei mit einer Hundertschaft und Spürhunden nach der verschwundenen 15-jährigen Rebecca. Erneut werde das weitläufige Waldgebiet bei Kummersdorf rund 50 Kilometer südöstlich von Berlin durchkämmt, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag. Die Beamten wollten wie in den vergangenen beiden Tagen wieder etwa zwischen 11.00 und 11.30 Uhr starten, in etwa da, wo sie am Freitag bei Einbruch der Dunkelheit aufgehört hätten. Wie viele der speziell ausgebildeten Spürhunde zur Verfügung stehen, stand nach ihren Worten noch nicht fest.

+++ 09.03.2019:Suche nach Rebecca in Waldgebiet auch am Wochenende +++

Die Suche nach der verschwundenen 15-jährigen Rebecca aus Berlin wird an diesem Samstag in Brandenburg fortgesetzt. Die Polizei werde erneut mit einer Hundertschaft im Einsatz sein, die Suche konzentriere sich weiter auf das weitläufige Waldgebiet südöstlich von Berlin, das schon am Freitag durchkämmt worden sei, sagte ein Sprecher am Abend. Man stelle sich darauf ein, die Aktion auch am Sonntag fortzusetzen.

+++ 08.03.2019: Suche nach verschwundener Rebecca erneut ohne Ergebnis +++

Auch die zweite großangelegte Suche der Polizei in Brandenburg nach der verschwundenen Rebecca aus Berlin ist am Freitag ohne Erfolg geblieben. Am Abend wurde die Suche vorerst beendet, ohne dass etwas gefunden wurde. Erneut hatte eine Hundertschaft Polizisten fast den ganzen Tag ein Waldgebiet bei dem Ort Kummersdorf - 50 Kilometer südöstlich von Berlin - durchkämmt. Die Polizei setzte insgesamt zwölf Suchhunde aus Berlin, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern ein - sechs Leichenspürhunde und sechs Suchhunde für lebende Menschen. Ob die Polizei am Samstag am gleichen Ort weitermacht, stand noch nicht fest.

+++ 08.03.2019: Polizei bestätigt: Suche wird in Waldstück bei Storkow fortgesetzt +++

Wie die Berliner Polizei auf Twitter mitteilt, wird sich Suche nach Rebecca am Freitag in dem Waldstück bei Storkow fortgesetzt. Aktuelle Details zum Fall der vermissten 15-Jährigen wird die Polizei erst geben, sobald neue Erkenntnisse vorliegen, erklärt die Polizei Berlin beim Kurznachrichtendienst.

+++ 08.03.2019: Erneut Suche nach Rebecca - Hinweis führt zu Wald in Brandenburg +++

Die Berliner Polizei will ihre Suche nach der vermissten 15-jährigen Rebecca möglicherweise an der Stelle vom Donnerstag fortsetzen. Der genaue Ort und Zeitpunkt für die Suche am Freitag stehe aber noch nicht fest, sagte eine Sprecherin am Freitagmorgen. Das Gebiet bei Kummersdorf in Brandenburg, 50 Kilometer südöstlich von Berlin, käme dafür aber möglicherweise erneut in Frage. Dort hatte die Polizei am Donnerstag wegen eines Hinweises mit einer Hundertschaft, Hunden und einem Hubschrauber einen Wald durchkämmt, aber nichts gefunden.

+++ 08.03.2019:Neue Suchaktionen im Fall Rebecca für Freitag geplant +++

Die Suche im Fall der verschwundenen 15-jährigen Rebecca aus Berlin geht weiter. Für diesen Freitag seien neue Suchaktionen geplant, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur am frühen Freitagmorgen. Auch die mehr als 300 Hinweise, die nach einer ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" am Mittwochabend bei den Ermittlern eingingen, würden von Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt weiter geprüft. Die Gesamtzahl der Hinweise lag damit am Donnerstag bei rund 700. Rebecca war am 18. Februar in den frühen Morgenstunden aus dem Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers verschwunden. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass sie getötet wurde.

+++ 07.03.2019: Suche nach Rebecca in Brandenburg vorerst eingestellt - ergebnislos +++

Die Suche nach der vermissten 15-jährigen Rebecca in einem Waldstück in Brandenburg ist am Donnerstagabend erfolglos eingestellt worden. Die Suche werde weitergehen, sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei zum Abschluss des siebenstündigen Einsatzes. Es sei aber noch nicht bekannt, wann und wo. Unterdessen sind bei der Polizei weitere Hinweise aus der Bevölkerung zu dem Fall eingegangen, die Zahl erhöhte sich auf rund 700.

+++ 07.03.2019:Suche nach Rebecca soll bis Einbruch der Dunkelheit dauern +++

Die Suche nach der vermissten 15-jährigen Rebecca in einem Waldstück in Brandenburg soll bei Einbruch der Dunkelheit beendet werden. Bis ungefähr 18.00 Uhr werde die Aktion dauern, sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei am Donnerstag. Zu Ergebnissen wurde zunächst nichts bekannt. Ob die Suche in dem Wald am Freitag fortgesetzt wird, stand zunächst nicht fest.

+++ 07.03.2019: Vereinigung Berliner Strafverteidiger kritisiert Vorgehen von Polizei und Medien +++

Die Vereinigung Berliner Strafverteidiger kritisierte das Vorgehen von Polizei und Medien. Die Darstellungen würden die Unvoreingenommenheit und Fairness gegenüber dem Verdächtigen "in der frühesten Phase des Verfahrens" untergraben. Es sei auch an der Staatsanwaltschaft, "dem rechtswidrigen Treiben von mindestens Teilen der Ermittler entgegenzutreten". Diese korrumpierten mit der Weitergabe von Informationen an Medien "die Verfahrensfairness möglicherweise irreparabel". Man fordere von der Presse, die Vorverurteilung einzustellen.

+++ 07.03.2019: Hubschrauber und Leichenspürhunde im Einsatz +++

Rund 90 Berliner Polizisten suchten seit 11.00 Uhr in dem Kiefern- und Laubwald südlich der Straße zwischen Kummersdorf und dem Nachbardorf Wolzig. Sie waren mit langen Stöcken und zum Teil mit Schaufeln ausgerüstet. Die Polizei setzte auch drei Leichenspürhunde und einen Personensuchhund ein. Unterstützt wurde die Suche von einem Hubschrauber. Dabei waren auch Ermittler der Mordkommission und Kriminaltechniker.

+++ 07.03.2019: Polizei sucht in Brandenburg nach vermisster Rebecca +++

Auf der Suche nach der seit gut zwei Wochen verschwundenen 15-jährigen Rebecca aus Berlin hat die Polizei eine großangelegte Suchaktion in Brandenburg eingeleitet. Dabei würden eine Hundertschaft Polizisten und ein Hubschrauber in der Umgebung des Ortes Storkow 50 Kilometer südöstlich von Berlin eingesetzt, teilte die Polizei über Twitter mit. "Wir gehen dort einem Hinweis nach", sagte ein Sprecher. Die Einsatz soll bis 18 Uhr andauern.

Die Suche soll sich nach Angaben der Brandenburger Polizei auf den Ortsteil Kummersdorf konzentrieren. Es gehe um ein Gebiet an der Hauptstraße Richtung Görsdorf. Die "Märkische Allgemeine Zeitung" berichtete, die Polizisten würden einen Wald nahe dem Ortsteil Wolzig, der an Kummersdorf grenzt, durchkämmen. Mehrere Medien hatten über die Suche berichtet.Wie der "Tagesspiegel" am Donnerstag berichtetet, wird inzwischen nicht mehr wegen des Verdachts des Totschlags, sondern wegen Mordverdachts gegen Rebeccas Schwager ermittelt.Dies will der "Tagesspiegel" aus Justizkreisen erfahren.

+++ 07.03.2019: 150 neue Hinweise zum Fall Rebecca nach "Aktenzeichen XY" +++

Im Fall der vermissten Rebecca hat ein Fahndungsaufruf der Polizei im Fernsehen zu einer Flut von Hinweisen geführt. Von Mittwochabend bis Donnerstagmorgen seien rund 150 neue Hinweise bei der zuständigen Berliner Mordkommission eingegangen, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. "Die werden jetzt alle abgearbeitet. Das wird eine Zeit lang dauern." Der Leiter der Mordkommission war am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" aufgetreten und hatte den Fall geschildert.

Dabei ging es besonders um zwei Autofahrten des verdächtigen Schwagers von Rebecca. Am Tag des Verschwindens, dem 18. Februar, und am Tag danach war der Deutsche mit dem Familienauto auf der Autobahn von Berlin Richtung Frankfurt (Oder) an der polnischen Grenze gefahren. Die Polizei fragte, wer das Auto oder den Mann an diesen Tagen gesehen hat.Die Polizei präsentierte im ZDF außerdem Fotos von Kleidungsstücken, einem Rucksack, einer Handtasche, einem kleinen rosa Fotoapparat und einem Portemonnaie von Rebecca sowie von einer lila Decke, die ebenfalls verschwand.

Ob die 150 neuen Hinweise vor allem aus Brandenburg oder aus Berlin kamen, stand noch nicht fest. Insgesamt erhielt die Polizei seit dem Verschwinden der 15-jährigen Jugendlichen etwa 550 Hinweise.Über die Hinweise zu dem Auto oder dem Mann hofft die Polizei, die Leiche des Mädchens zu finden. So könnten eine Todesursache festgestellt werden sowie sich neue Indizien zu der Tat ergeben.

Der Chef der Mordkommissions, Michael Hoffmann, sagte am Mittwochabend im ZDF, Rebecca habe an dem Vormittag des 18. Februar das Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers nicht verlassen. Dies ergebe sich vor allem aus dem Telefonverhalten Rebeccas und den Router-Daten im Haus. Der Schwager sei zu der Zeit allein mit ihr im Haus gewesen.

Die Polizei geht davon aus, dass Rebecca getötet wurde. Ihr Schwager sitzt seit Montag in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen.

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