08.02.2019, 14.48 Uhr

Sturmhauben-Rollkragen-Pullover sorgt für Empörung: Blackfacing beim Luxus-Label? Rassismus-Skandal um Gucci-Pullover

Dem Luxus-Label Gucci wurde wegen eines eigenwilligen Rollkragenpullovers Rassismus vorgeworfen. Jetzt hat das Unternehmen auf die heftigen Vorwürfe reagiert und das besagte Produkt aus dem Sortiment genommen.

Für diese kontroverse Kreation kassiert das Luxus-Label Gucci einen heftigen Shitstorm. Bild: dpa

Gegen das italienische Luxusmodehaus Gucci sind Rassismus-Vorwürfe laut geworden. Grund dafür ist ein schwarzer Pullover, dessen Rollkragen sich tief ins Gesicht ziehen lässt und den Mund mit einer rot umrandeten Öffnung freilegt. In den sozialen Netzwerken wurde Gucci deswegen sogenanntes Blackfacing vorgeworfen - eine umstrittene, rassistische Praxis beispielsweise im Theater, um Schwarze darzustellen, indem man Weiße (stereotyp) schminkt.

Gucci muss Luxus-Pullover nach Rassismus-Vorwurf aus Sortiment entfernen

Das in Florenz gegründete Unternehmen entschuldigte sich am Donnerstag für die "Beleidigung" und nahm den Pullover, der von den Usern liebevoll als Sturmhauben-Rollkragen-Pullover bezeichnet wurde, vom Markt. Kostenpunkt des umstrittenen Produkts: ca. 785 Euro. Vielfalt sei ein fundamentaler Wert, den Gucci hochhalte und respektiere, der bei jeder Entscheidung an erster Stelle stehe, erklärte Gucci in seiner Entschuldigung auf Twitter.

Rassismus-Skandal auch bei Dolce & Gabbana

Im November hatte sich der italienische Modekonzern Dolce &Gabbana mit umstrittenen Werbespots in China Rassismus-Vorwürfe eingehandelt. Darin war eine Chinesin zu sehen, die versucht, Pizza, Pasta und sizilianisches Gebäck mit Stäbchen zu essen. Große Online-Händler des Landes verbannten daraufhin Produkte der Luxusmarke.

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sba/bua/news.de/dpa

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