Blaues Trinkwasser in Heidelberg und Dossenheim: Entwarnung! Keine Gesundheitsgefahr durch verfärbtes Wasser

Am Donnerstagmorgen kam in Teilen Heidelbergs und in Dossenheim plötzlich leicht blaues Wasser aus dem Hahn: Die Kommunen rieten ihren Einwohnern davon ab, das Wasser zu benutzen.

Blau verfärbtes Trinkwasser hat in Heidelberg und Dossenheim für Verunsicherung bei Anwohnern geführt (Symbolbild). Bild: Lino Mirgeler / picture alliance / dpa

Wegen einer zunächst unbekannten Verunreinigung sollte am Donnerstag im gesamten Stadtgebiet von Heidelberg sowie im benachbarten Dossenheim kein Trinkwasser aus der Leitung genutzt werden. "Das bedeutet, dass derzeit kein Duschen oder Hände waschen möglich ist. Das Trinkwasser kann nur zur Toilettenspülung benutzt werden", teilte die Stadt Heidelberg auf ihrer Internetseite mit.

Entwarnung in Heidelberg: Blaues Trinkwasser ist unbedenklich

Mehrere Bürger hatten am Morgen eine Blaufärbung des Wassers gemeldet. Mit was für einer Substanz das Wasser verunreinigt wurde, sollte so schnell wie möglich analysiert werden. Nach aktuellem Stand könne Entwarnung gegeben werden, sagte am Nachmittag Markus Morlock von den Stadtwerken Heidelberg. Es bestehe voraussichtlich keine Gesundheitsgefahr. Am späten Nachmittag gab die Feuerwehr Dossenheim per Twitter Entwarnung: Das Trinkwasser sei durch eine "natürliche Farbschwankung" verfärbt gewesen und könne "bedenkenlos genutzt" werden.

Anwohner wegen blauem Trinkwasser in Heidelberg und Dossenheim in Panik

Die Stadt richtete ein Infotelefon für Anwohner ein. Die Feuerwehr fuhr durch die betroffenen Gebiete und warnte die Bevölkerung per Lautsprecher. Laut dem Leiter des Gesundheitsamtes, Rainer Schwertz, ist die Quelle der Verunreinigung ein Brunnen des Wasserwerks Entensee im Heidelberger Stadtteil Handschuhsheim. Mit einer Probe habe der Verdacht, dass die Blaufärbung von hier stammt, bewiesen werden können, hieß es von den Stadtwerken. Woher die Farbe stammt, sei aber noch unklar.

Wasservorräte in Heidelberg wurden knapp

Laut einem Bericht der "Rhein-Neckar-Zeitung" (RNZ) wurde empfohlen, vorerst abgefülltes Wasser zu kaufen. Allerdings neigten sich die Wasservorräte in einigen Läden schon dem Ende zu. Wie die Stadt Dossenheim auf ihrer Internetseite mitteilte, sollten am Abend mehrere Zapfstellen eingerichtet werden, um die Bevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen.

Mehrere Restaurants und Cafés haben laut Gesundheitsamt vorübergehend den Betrieb eingestellt. Auch die Heidelberger Bäder wurden vorsorglich geschlossen. Die Trinkwasserversorgung in Mannheim sei nach aktuellem Stand nicht beeinträchtigt, teilte der Energieversorger MVV mit.

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loc/news.de/dpa

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