05.02.2019, 10.13 Uhr

Verstörende Freiheitsberaubung: Frau hält schwer verletzten Jungen 30 Jahre gefangen

Ein Junge hat mit etwa 10 Jahren einen schweren Unfall. Anstatt ihn in ein Krankenhaus zu bringen, wird er - vermutlich von seiner Mutter - für etwa 30 Jahre in einer Wohnung eingesperrt und vegetiert hier vor sich hin.

Eine Frau aus Thailand hält einen Mann seit seinem 10. Lebensjahr in einer Wohnung gefangen. (Symbolbild) Bild: BlueSkyImages / Fotolia

Seit Jahren bringt eine Frau Essen zu einer Wohnung in Chok Chai im Nordosten Thailands. Nachbarn berichten, dass die 60-Jährige das Essen manchmal einfach nur vor der Wohnungstür fallen lasse und eine Hand greife dann danach. Das Schauspiel ist so unheimlich, dass niemand wagt, etwas zu unternehmen. Es kommen gar Gerüchte auf, dass in der Wohnung ein Geist hause.

Frau sperrt zehnjährigen Jungen für 30 Jahre in einer Wohnung ein

Eines Tages beobachtet eine Besucherin eines Nachbarn das Schauspiel und ist schockiert. Sie ruft sofort die Polizei. Als die die Tür zu dem Wohnraum öffnet, sind die Beamten entsetzt, als ein Mann mittleren Alters hilflos vor ihnen auf dem Boden eines dunklen, verdreckten, stinkenden Raumes liegt. Weder kann er laufen noch sprechen. Sofort wird er in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht.

Den Erkenntnissen der Ärzte nach muss der Mann vor knapp 30 Jahren einen schweren Unfall gehabt haben. Danach sei er allerdings nicht zu einem Arzt gebracht, sondern vermutlich direkt in der Wohnung eingesperrt worden. Die Nichtbehandlung seiner Verletzungen habe dazu geführt, dass er seine Beine nicht mehr nutzen könne.

Ist die Frau die Mutter des jahrelang eingesperrten Thailänders?

Gegen die Frau, die dem Mann regelmäßig Essen brachte, wird nun ermittelt. Dabei sei noch gar nicht klar, ob sie, wie angenommen, tatsächlich die Mutter des Mannes ist. Da dieser nicht sprechen kann und somit sein Name aktuell noch unbekannt ist, ist auch das eventuelle Verwandtschaftsverhältnis zu der 60-Jährigen noch unklar. Auch ein Motiv für die jahrzehntelange Freiheitsberaubung fehlt gänzlich.

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pap/sba/news.de

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