01.02.2019, 15.25 Uhr

Wetter im Februar 2019 aktuell: Achtung, Eisregen! Tief "Pirmin" droht mit Schnee-Walze

Der Winter hat Deutschland noch immer fest im Griff: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Straßenglätte und erheblichen Mengen Niederschlag. Tief "Pirmin" soll sogar für bis zu 1,5 Meter Neuschnee sorgen. Die aktuelle Wettervorhersage finden Sie hier.

Tief "Pirmin" schneit einige Regionen Deutschlands ein. Bild: dpa

Während eine arktische Kältewelle die USA einfriert, sorgt in Europa Tief "Pirmin" für die nächste Schneewalze. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Schnee, Eisregen und Frost.

Wetter Anfang Februar 2019: Schneewalze im Anmarsch dank Tief "Pirmin"!

Der Winter macht sich an den Kommenden Tagen vor allem im Westen Deutschlands bemerkbar. Nachdem Tief "Oskar" am Donnerstag im Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen sowie Teilen von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg für Schnee gesorgt hat, zieht Tief "Pirmin" am Freitag hinterher. Laut DWD bringt "Pirmin" dem Westen Schnee oder Regen. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen einem und sechs Grad. Glatteis kann mancherorts die Folge sein, ab der Nacht zum Samstag ist davon bei Temperaturen um den Nullpunkt auch Ostdeutschland betroffen. Aktuell (01.02.2019) warnt der DWD deutschlandweit vor Glätte.

1,5 Meter Neuschnee und Eisregen! HIER wird's gefährlich glatt

Wie der DWD berichtet, drohen am Freitag und Samstag weiterhin Niederschläge. Experten rechnen mit 150 Litern Regen pro Quadratmeter. Sollte dies als Schnee niedergehen, sollen das 1,5 Meter sein. Vor allem der Osten und Süden des Landes sowie die Mittelgebirgen müssen mit Schnee rechnen. Leider kann es aber auch zu gefährlichem Eisregen kommen. Autofahrer sind hier zu besonderer Vorsicht angehalten. Schnee, Regen und Straßenglätte werden der DWD-Vorhersage zufolge das gesamte Wochenende prägen. Bis in tiefere Lagen kann es demnach schneien, die Temperaturen liegen zwischen ein und fünf Grad, im höheren Bergland bei minus zwei Grad. Am Samstag soll es im Bergland weiterhin Schnee geben. Im Alpenraum seien sogar markante Mengen Neuschnee möglich.

Gleichzeitig soll der Wind stürmen, daher seien zusätzlich Schneeverwehungen möglich. Auch die Lawinengefahr soll wieder steigen.

Wetter im Januar 2019 insgesamt zu nass in Deutschland

Der Januar war wegen der Schneemassen in Süddeutschland zu nass, wie der DWD bilanzierte. Mit im Bundesschnitt knapp 80 Litern pro Quadratmeter erreichten die Niederschläge 127 Prozent des Solls. Stellenweise war es zu trocken, wie in Nordthüringen, der Oberrheinischen Tiefebene und dem Norden von Schleswig-Holstein. Der Sonnenschein erreichte sein Soll mit im Schnitt 45 Stunden. Die Durchschnittstemperatur betrug den Berechnungen des DWD zufolge 0,6 Grad und lag damit 1,1 Grad über dem vieljährigen Mittelwert.

Forscher sicher: Häufigere Kälteausbrüche durch schwachen Polarwirbel

Klimaforscher rechnen in den kommenden Jahren mit häufigeren Kälteausbrüchen als Folge der Schwäche des Polarwirbels. "Von Zeit zu Zeit kann die arktische Luft, die normalerweise wie eingezäunt auf dem Pol festsitzt, dort ausbrechen und auf die angrenzenden Kontinente wandern", sagte der Leiter des Bereichs Erdsystemanalyse beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Prof. Stefan Rahmstorf. Das passiere vor allem, wenn der sogenannte Polarwirbel schwach sei, zusammenbreche, sich umdrehe oder - wie jetzt - in zwei Teile zerbreche.

FOTOS: Kältewelle USA Bis zu -40 Grad! Arktische Kälte friert USA ein
zurück Weiter Das Ufer des Sees in Chicago ist zugefroren. (Foto) Foto: picture alliance/Tyler Lariviere/Chicago Sun-Times/AP/dpa Kamera

Klimaerwärmung sorgt für instabilen Polarwirbel

Eine Kältewelle hat derzeit weite Teile der USA im Griff, mehrere Menschen starben. Solche Kälteausbrüche bezeichnete der Forscher als ungewöhnlich, dies sei nach einer Datenauswertung des PIK aber in den vergangenen Jahrzehnten um ein Mehrfaches häufiger geworden. "Mehrere Studien gehen davon aus, dass das mit der schwindenden Meereisdecke auf dem arktischen Ozean zu tun hat, insbesondere auf der Barents-Kara-See", sagte Rahmstorf. "Die schrumpfende Meereisdecke ist eine Folge der globalen Erwärmung und unserem Treibhausgasausstoß. Die Tatsache, dass der Polarwirbel häufiger und länger instabil wird, ist daher wahrscheinlich auch eine Folge der globalen Erwärmung."

Europa und Asien sind nach Angaben des Wissenschaftlers noch stärker und häufiger von Kaltluftausbrüchen aus der Arktis betroffen. "Hier sieht man sogar seit der Jahrtausendwende eine Serie besonders kalter Winter - allerdings nicht bei uns in Deutschland, aber weiter östlich mit Zentrum Sibirien", sagte Rahmstorf. "Es ist ein Phänomen, das wahrscheinlich durch die globale Erwärmung häufiger auftritt."

Nach Einschätzung von Rahmstorf folgt daraus nicht unbedingt, dass eine so extreme Kälte häufiger wird, denn das Ganze passiere im Zusammenhang mit globaler Erwärmung: "Die absoluten Kälterekorde können heute nicht mehr so leicht gebrochen werden, sie brauchen dazu immer stärkere Anomalien der atmosphärischen Zirkulation, je wärmer das Klima wird."

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bua/kad/news.de/dpa

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